Oskar und das Mandelherz

Titel: Oskar und das Mandelherz
Originaltitel: Mandelhjärtat
Autor: Kerstin Lundberg Hahn
Illustrator: Susanne Göhlich
Genre: Kinderbuch ab 8 Jahren
Verlag: Aladin Verlag
Format: Hardcover, 176 Seiten
ISBN: 978-3848920884

 

Kauft doch wieder einmal in eurer örtlichen Buchhandlung ein!

Oskar hat eigentlich alles, was er zum Glücklichsein braucht: einigermaßen erträgliche Eltern, seinen besten Kumpel Hugo und seine Freundin Bie. Trotzdem wird er das Gefühl nicht los, dass etwas fehlt. Bestimmt ist es ein Hund! Um seinen Eltern zu beweisen, dass er Verantwortung für ein Tier übernehmen kann, heckt Oskar einen Plan aus: Er wird jeden Tag Gassi gehen – auch ohne Hund. Blöd nur, dass seine Eltern überhaupt nicht merken, wie vernünftig er geworden ist. Und auch Hugo und Bie benehmen sich plötzlich merkwürdig. Warum verbringen sie so viel Zeit miteinander? ©Aladin Verlag

„Oskar und das Mandelherz“ war ein Spontankauf kurz vor Weihnachten. Davor hatte ich noch nichts davon gehört, aber dass ist bei mir bei Kinderbüchern öfters so.
Angesprochen hat es mich natürlich wegen dem „Hundeinhalt“, zudem habe ich ein paar Zeilen gelesen und war gleich verliebt.

Nun ja, es war ein kurzes Vergnügen, weil es mir,  als ich einmal angefangen hatte, nicht mehr gelang, damit aufzuhören und 176 Seiten können sehr kurz sein.

Zuerst lernt man Oskar, seine Familie und seine Freunde kennen. Mit Bie verbindet ihn mehr als Freundschaft, so scheint es, da ich ihn aber auf circa 8-10 Jahre schätze, hätte es diese kleine Liebe nicht gebraucht, aber es war okay – keine Küsse oder ähnliches, vielleicht mal Händchen halten, mehr nicht.
Wichtig ist es für die Geschichte vielleicht nur, weil Oskar eben das Gefühl hat, Bie an Hugo zu „verlieren“, was dazuführt, dass er beiden nichts von seinem Wunsch nach einem Hund erzählt.

Auch seinen Eltern fällt nicht wirklich auf, wie sehr er sich in den Wunsch hineinsteigert, erst langsam greifen sie das Thema auf. Versuchen zu erklären, wie viel Verantwortung ein Haustier mit sich bringt und dass es manchmal Zeiten gibt, wo man seinen Wunsch hintenanstellen muss.
Klingt rätselhaft, ist es aber gar nicht, wenn man die Geschichte liest, allerdings würde ich dann zu viel verraten und ihr hättet gar keinen Lesespaß mehr!

Während des Lesens hatte ich das Gefühl, in Oskar hineinzuschlüpfen, so sehr habe ich mit ihm gefühlt. Es kennen sicherlich alle aus der eigenen Kindheit, wenn man sich etwas so sehr wünscht, dass man beinahe daran verzweifelt, wenn es nicht in Erfüllung geht.

Das Ende der Geschichte fand ich absolut gelungen. Natürlich, ich darf es jetzt hier nicht verraten, aber es zeigt, wie groß Kinder manchmal sein können, innerlich und wie klein sie dann doch bleiben, wenn sie ihren Träumereien nachhängen.

Empfehlenswert für Jung und Alt!

Lesemonat Dezember 2017

Lesemonat Dezember

Begonnen hat der Dezember wie der November aufgehört hat, mit „Ashes – Tödliche Schatten“ – die Serie, dich ich nun endlich mal fertig lesen wollte. Den zweiten Teil hatte ich zwar schon gelesen, aber ich konnte mich wirklich nicht mehr an den Inhalt erinnern. Habe ich in der Rezension von 2012 wirklich gesagt, das Buch wäre nicht extrem brutal? Scheinbar habe ich jetzt eine andere Geschichte gelesen, weil verdammt, ich sag nur Spanferkeljunge – dieses Bild werde ich nie wieder los!
Den dritten Teil „Ruhelose Seelen“ hat ich dann auch noch, aber der war ziemlich mau und nicht sonderlich aufregend.

Dann ging es mit „One of us is lying“ weiter, welches mir Nana schon einmal ans Herz gelegt hatte. Danach gegriffen habe ich aber erst, als ich gesehen habe, dass es im Feber 2018 auf Deutsch erscheint und weil ich wusste, dass ich dann vermutlich eher die englische Ausgabe ignoriere. Es war okay, irgendwie, aber auch nicht wirklich so das Highlight.

„Warum ich euch nicht in die Augen schauen kann: Ein autistischer Junge erklärt seine Welt“ von Naoki Higashida habe ich mir damals 2014 gleich nach der Erscheinung gekauft, um es danach wunderschön ins Regal stellen zu können. Schade eigentlich, weil es ein wirklich tolles Buch ist, nicht nur zum anschauen.
Naoki Higashida war 13 Jahre alt, als er das Buch geschrieben hat und weiß wovon er redet, denn er hat Autismus und beantwortet fragen, die so mancher sich vielleicht schon gestellt hat. Interessant ist das Buch vermutlich für alle, die jemanden mit Autismus kennen und Erklärungen suchen, für manche Verhaltensweisen, die unerklärlich sind.

Nicole Jägers „Nicht direkt perfekt“, habe ich blind gekauft, weil mir ihr erstes Buch „Die Fettlöserin“ damals  schon extrem gut gefallen hat. Dieses Mal dreht es sich nicht explizit um das Thema Gewicht, sondern der Fokus liegt auf: Frausein.
Es ist ambitioniert, das Kapitel „Große Schwester“ ist der absolute Hammer, aber ansonsten hat mich das Buch ein wenig an eine endlose Motivationsrede erinnert – „Du darfst sein, wie du bist!“, „Liebe dich selbst, wenn es auch manchmal schwer ist!“ „Nach dem ersten Schritt, ist der Weg schon leichter!“ etc.
Versteht mich nicht falsch, die Motivationsrede kommt schon tatsächlich ein bisschen an, aber es ist für mich, als Pessimistin, auch ein wenig mühselig.

Zwei Kinderbücher hat der Dezember auch noch gebracht: „Oskar und das Mandelherz“ wozu ich eigentlich noch eine Rezension schreiben möchte, weil es absolut fantastisch, einzigartig und wunderschön war.

Das zweite Kinderbuch war „Ellie findet das Glück“ von W. Bruce Cameron. Könnt ihr euch noch an „Bailey – Ein Freund für Leben“ erinnern, der Film, in welchen angeblich ein Hund gequält wurde? Der Film basiert, wie so oft, natürlich auf einem Buch.
Ich gehöre zu dir

 

2011 erschienen, hab ich es natürlich wegen dem knuffigen Hündchen auf den Cover lesen müssen! Mittlerweile ist das Buch längst verschenkt, weil es okay war, aber wirklich überzeugt hatte es mich damals nicht.

 

 

Und wie es auch immer so ist, erschien 2017 eine Filmausgabe, um nochmals das Buch zu vermarkten: „Bailey – Ein Freund fürs Leben„.
Soweit, so unspannend, allerdings hat der Fischer Kinder- und Jugendbuchverlag eine zusätzliche Variante der Filmausgabe herausgebracht. Kinderbücher:

Bailey

Die Geschichte von Bailey wurde auf drei Bücher aufgespalten (Teil drei „Molly findet eine Freundin“ erscheint am 22.Februar 2018). Der Hündchenfaktor hat mich natürlich zum ersten Teil „Bailey findet ein Zuhause“ greifen lassen und es war blöd. Es hat der Niedlichkeitsfaktor oder generall irgendeine Emotion gefehlt.
Im Juli erschien dann Band zwei „Ellie findet das Glück„, was ich dann eigentlich gar nicht mehr lesen wollte, aber dann war es in der örtlichen Buchhandlung lagernd und ich ein leichtes Opfer. Gut so.
Alles was Band eins nicht hatte, war nämlich bei Ellie angesammelt – Niedlichkeit, aber auch Herzschmerz. Die Zeichnungen in beiden Bänden sind nicht die schönsten, aber „Ellie findet das Glück“ ist absolut empfehlenswert.

Nochmals die Reihenfolge für euch:
1.) Bailey findet ein Zuhause
2.) Ellie findet das Glück
3.) Molly findet eine Freundin (erscheint im Feber 2018)
Wobei sich die Bücher bis jetzt auch unabhängig voneinander lesen lassen.

So endete mein Jahr 2017 und jetzt habe ich auch mal genug geschrieben, die nächsten Tage, so seid vorgewarnt, werde ich mich übrigens noch an einen Jahresrückblick machen.

Detroit [Film]

Superman, bearing his traditional red and blue costume, is shown flying towards the viewer, with the city Metropolis below. The film's title, production credits, rating and release date is written underneath.
Titel: Detroit
Regie: Kathryn Bigelow
Drehbuch: Mark Boal

Produktionsland: USA
Dauer: 144 Minuten
Erscheinungsdatum: 2017
Altersfreigabe: FSK 12

Log-Line:
Drama über die Aufstände von Detroit im Jahr 1967. Auslöser der Detroiter Unruhen war eine am 23. Juli 1967 durchgeführte Polizeirazzia in einer Bar ohne Ausschankgenehmigung. Mit 43 Todesopfern, 1189 Verletzten und über 7000 Verhaftungen gingen die fünftägigen Detroiter Unruhen in die US-Geschichte ein.

Als zwei Tage nach Beginn der Rebellionen auf der Anlage eines Motels Pistolenschüsse gemeldet werden, rückt die Polizei mit einem Großaufgebot an. Statt sachlich zu ermitteln, kommt es zu einer von Vorurteilen und Gewalt geprägten Razzia. Die anwesenden Motelgäste müssen sich einem gefährlichen Verhör unterziehen – in Isolation sollen sie durch Einschüchterung zum Geständnis gedrängt werden. Das lebensbedrohliche Machtspiel eskaliert und bringt schwerwiegende Folgen mit sich… ©ConstantinFilm

Meine Meinung:
Irgendwann im Sommer durchforste ich die Kinostarts für den Herbst und da fiel mir „Detroit“ ins Auge. Klang interessant, erst einmal Bernhard gefragt, ob er schon von dem Film gehört hat – hatte er nicht. Okay, normalerweise kennt er nahezu alle Filme, aber kann schon mal einer durchrutschen. Also fiel der Entschluss, dass wir ihn anschauen werden.

Filmstart 24.11.2017 – läuft in keinem Kino, naja, warten wir halt ein bisschen.
Zweite Dezemberwoche – läuft in einem einzigen Kino in Kärnten, um circa 22:40 Uhr – Film dauert 144 Minuten, sprich, man wäre so um halb zwei mit dem Film fertig. Ähmmmm … nein. Nennt mich alt, aber um halb zwei liege ich lieber im Bett.
Nachfrage in der großen Kinokette: „Komm Detroit bei euch?“
Antwort: „Keine Ahnung, kann sein.“

Im Zeitalter des Internets gibt es Mittel und Wege um einen Film zu sehen …

Und so waren nach den Film, folgende Fragen in meinem Kopf:
Wo ist die Werbung dazu? Wieso läuft er in keinem Kino, zu humanen Zeiten? Warum läuft er oftmals gar nicht? Und zum Teufel, warum gibt es dafür keine einzige Golden Globe Nominierung?!

Rassismus ist eines der aktuellsten Themen überhaupt, „Detroit“ schlägt in diese Kerbe, möchte vor Augen führen, was es bedeutet, Rassismus ausgesetzt zu sein und was tut die Filmwelt in Kärnten, bringt „Bad Moms 2“, „Daddy’s Home 2“, „Paddington 2“ und „Pitch Perfect 3“ – knuffelige oder witzige Unterhaltung, „Star Wars“ für die Aktion, aber kritische Themen? Nö, warum damit sich auseinandersetzen, wenn man es auch ignorieren kann. Und es ist nicht nur Kärnten, wenn man nicht gerade in Wien wohnt, wird es in Österreich schwer, den Film zu sehen.

1967. War sicherlich schlimm, was damals in Detroit passierte, aber es war 1967, könnte man sagen, heute ist die Welt nicht mehr so – Polizeigewalt, klar gibt es, aber doch 2017 nicht mehr aufgrund von ethnischer Zugehörigkeit. Möchte man meinen, es gibt eine interessante Internetseite: https://mappingpoliceviolence.org/ die andere Werte zeigt:

 

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Schwarze werden drei mal öfters von der Polizei getötet, als Weiße – 30% der schwarzen Opfer waren unbewaffnet, verglichen mit 21% der weißen Opfer

Aber aber …. Schwarze sind halt einfach kriminaler ….. nope.

Statistik
Weniger als 1 von 3 Schwarzen die von der Polizei im Jahr 2014 erschossenen wurden, waren einer Straftat verdächtigt und vermeintlich bewaffnet

Zahlen, Zahlen …. diese Zahlen haben Gesicht, Geschichten und oft eines gemeinsam:
No officers have been charged with a crime for killing …. . (Kein Polizist wurde wegen Mordes an …. angeklagt). 

Und damit wäre bis jetzt noch nicht wirklich was zum Film gesagt – die ersten 20 Minuten dachte ich, einen Reinfall gelandet zu haben, weil es absolut nichtssagend war, was gezeigt wurde – eine viel zu lange Einleitung, die man sicherlich hätte kurzen können, aber man wird fürs Durchhalten belohnt.

Die Geschichte basiert auf einer wahren Begebenheit, wurde durch Zeugenberichte aufgearbeitet, aber natürlich auch mit Eigeninterpretationen ausgeführt – es ist schwer als Außenstehender zu sagen, ob manche Szenen überspitzt dargestellt wurden, dass wird vermutlich nur ein Augenzeuge von damals entscheiden können, aber die Gewalt ist markerschütternd. Ich glaube, als hellhäutiger Mensch kann man es sich nicht mal annähernd vorstellen, wie es sein muss, aufgrund der Hautfarbe verurteilt zu werden. So surreal wirkte die Gewalt auf mich, so unsinnig.

In diesem Hotel waren auch zwei weiße Mädchen, sie haben mit den anderen Jugendlichen gefeiert – doch als die Polizei auftaucht, werden auch sie nicht von der Gewalt verschont, was einen noch deutlicher macht, wie die Spaltung funktioniert.
Hellhäutigen Menschen wird eingebläut, sich gar nicht erst mit dunkelhäutigen Personen abzugeben, weil daraufhin auch für sie „Konsequenzen“ anfallen.

Und ja, Detroit spielt im Jahr 1967, aber die Statistiken von oben zeigen, dass es genauso gut 2017 sein könnte, weil Rassismus heute noch besteht. Die Welt lernt, sicherlich, aber sie lernt wie eine Schnecke, unendlich langsam.

Anmerkung von Bernhard:
Yvonne hatte das große Bedürfnis, selbst eine Kritik zu dem Film zu schreiben, mit einem Thema, das ihr sehr am Herzen liegt. Und ja, die ersten (20) Minuten kann man getrost in die Tonne werfen – was auch der einhellige Tenor der Kritiker war. Und über die Präsenz in den Kinos bin ich ganz ihrer Meinung, vor allem, da mit Kathryn Bigelow sogar eine Regie-Oscar-Preisträgerin (für Hurt Locker) mit am Start ist!

Nachdem der Film (endlich) an Fahrt gewonnen hat, wurden die Charaktere gut in Szene gesetzt – sowohl die Opfer als auch die Täter. Die Spannung, wie auch die Grausamkeit steigt immer weiter, immer stärker. Innerlich kann man nur den Kopf schütteln, doch man kann die Augen davor auch nicht (mehr) verschließen.

Bigelow hat sicherlich Talent für sowas, auch wenn sie sich viel Kritik hat einstecken müssen –  bereits vor dem Dreh – auch von Seiten der Afroamerikaner. Warum ausgerechnet eine „weiße Frau“ einen solch ernsten, „schwarzen Film“ realisiert. Aber Bigelow ist hart im Nehmen (hat sogar eine Ehe mit James Cameron überstanden) und
gibt zu, selbst unsicher gewesen zu sein:
In einem Interview mit der New York Times meinte die Regisseurin, sie wäre zuerst selbst nicht ganz sicher gewesen, ob sie als Weiße die richtige Person sei, diese Geschichte zu erzählen. Aber das ständige Wiederkehren ähnlicher Ereignisse und die Hoffnung, dadurch zur Diskussion beizutragen, hätten sie bestärkt, diesen Film zu machen: „To do nothing was not an answer.” Quelle

Auspackbericht AT Weihnachtswichteln

Weihnachten ist vorbei.
Alle einmal tief durchatmen.
Erst in 363 Tagen beginnt der Spaß nochmal von vorne.

Bin ich ein Weihnachtsgrinch? Vielleicht ganz ein kleines bisschen.
Und doch mag ich Wichteln, so dass ich den Feind Weihnachten ein Friedensangebot gemacht habe, mich dazu entschied, beim AT Weihnachtswichteln mitzumachen.
Seit Ostern wird in der österreichischen Bücherwelt auch gewichtelt – es ist nicht so, dass wir Deutschland und Umgebung nicht mögen, aber das liebe Porto ist schon ganz fies, bevor man dafür alleine schon knapp €15,- zahlt, kann man es doch besser in Geschenke stecken.

Also jedenfalls, ich hab mitgemacht und auch ein Paket erhalten – eigentlich zwei, nachdem nämlich das Hauptgeschenk gelandet ist, kam noch ein kleines Päckchen, vermutlich hatte es den Abreisetermin verpasst, diese Schlafmütze und musste dann extra den Weg zu mir machen.

Wichtelpaket
Ja, beim Anblick all der Geschenke schlug mein kleines Grinchherz doch ein wenig höher. 

Und damit hatte ich mein Wichtelpaket auch schon ausgepackt, viele kleine Geschenke, die ich mir jetzt ins Regal stelle und angucke, wenn ich traurig bin.

 

….

Was? Ein Auspackbericht soll beinhalten, wie man alles auspackt? Na gut, wenn man es unbedingt verlangt pack ich natürlich gerne alles aus, aber nur weil es so die Regal ist, nicht weil ich super neugierig wäre oder so.

Wichtelpaket

Tada! Zur Linken seht ihr, wie meine Wichtelmama richtig erkannt hat, mein Grundnahrungsmittel – Chips! Falls dann ein paar Krümmelchen im Hals stecken bleiben, kann ich entweder mit Tee nachspülen oder doch lieber mit Energiedrink, bei den anstrengenden Weihnachtstagen, verträgt man da schon mal die ein oder andere Dose.

Eigentlich war die Idee, 5 Wunschbücher anzugeben, die man gerne hätte – naja, meine Wunschliste umfasst über 100 Bücher, deswegen habe ich einfach mal den Link von mein goodreads Account geschickt, man kann sich doch nicht nur für 5 seiner zukünftigen Kinder entscheiden! Somit war ich doppelt, dreifach, nein zig millionenfacher gespannt, welche Geschichten jetzt bei mir einziehen würden.
Es wurden zwei englische Bücher – Cooking with Caroline von Katharina Marcus und Webster – Tale of an Outlaw von Ellen Emerson White.
In einem Buch geht es um Hunde, in dem anderen um Essen – besser kann man meine Lieblingsdinge nicht zusammenfassen.

Zudem habe ich ein wunderschönes Lesezeichen erhalten, was mich eindeutig als Bücherwurm auszeichnet, jetzt hoffe ich nur, ich verlier es nicht, wie meine anderen Lesezeichen immer.

Dann, falls man es erkennt, sind zwei Päckchen noch ungeöffnet – gehören ja nicht mir, sondern Sammy und Spike. Hund und Katze, die meine Geschwister, von einer anderen Mutter sind und die noch bei meinen Eltern wohnen. Weil ich aber eine Zeitmaschine habe, kann ich auch sagen, die Geschenke wurden am Montag vorbeigebracht und wenn ihr ganz genau hinhört, könnt ihr die Fellzwerge noch schmatzen hören.

Auf meinen kleinen Wichtelwunschzettel hatte ich noch für Bernhard, um eine Bitterschokolade gefragt, damit er auch was vom Weihnachtswichtel bekommt, leider könnt ihr die Schokolade nicht auf den Bild sehen, aber wenn ihr hier auch nochmal genauer hinhört, könnt ihr hier auch ein Schmatzen hören.

Jetzt ist der Moment, wenn die Geschenke benannt, die Menschen und Tiere mit Essen versorgt und das Wichtelkind glücklich ist, den Schenker zu benennen … ähm, es war ein Rätsel dabei. Ein Zahlenverbindebild  – seht ihr oben rechts. Es kommt eine Katze mit einer Fledermaus dabei heraus. Wer fällt mir da ein – Book Cats – aber die Absenderadresse stimmt nicht überein. Oberösterreich, ja – aber Silke, ich weiß, dass du mit Daniela auf Facebook befreundet bist, ich hab dich nämlich gestalkt!
Und deswegen denke ich, auch wenn die Adresse nicht stimmt, es nur ein Trick war, um mich auf die falsche Fährte zu führen – meine Wichtelmama ist (zu 90% Wahrscheinlichkeit, mit einer Messtoleranz von +/-10%) Book Cats !

[Rezension] One of us is lying

One of us is lying
Titel: One of us is lying
auf Deutsch bis jetzt erhältlich: erscheint am 26.02.2018 beim cbj Verlag
Autor: Karen M. McManus
Genre: Jugendbuch ab 14 Jahren
Verlag: Delacorte Press 
Format: Taschenbuch, 368 Seiten
ISBN: 978-1524764722


Kauft doch wieder einmal in eurer örtlichen Buchhandlung ein!

Inhalt:
An einem Nachmittag sind fünf Schüler in der Bayview High zum Nachsitzen versammelt. Bronwyn, das Superhirn auf dem Weg nach Yale, bricht niemals die Regeln. Klassenschönheit Addy ist die perfekte Homecoming-Queen. Nate hat seinen Ruf als Drogendealer weg. Cooper glänzt als Baseball-Spieler. Und Simon hat die berüchtigte Gossip-App der Schule unter seiner Kontrolle. Als Simon plötzlich zusammenbricht und kurz darauf im Krankenhaus stirbt, ermittelt die Polizei wegen Mordes. Simon wollte am Folgetag einen Skandalpost absetzen. Im Schlaglicht: Bronwyn, Addy, Nate und Cooper. Jeder der vier hat etwas zu verbergen – und damit ein Motiv… ©cbj Verlag

Meine Meinung:
Seitdem ich ein wenig im englischen Buchbereich unterwegs bin, stelle ich fest – Hypebücher gibt es natürlich auch dort, eines davon ist „One of us is lying“, gefühlt jeder hat das Buch gelesen oder zumindest einmal in der Hand gehabt.
Und weil ich leicht beeinflussbar bin, die Buchhandlung des Vertrauens das Buch auch lagernd hatte, was auch schon ein Wunder ist, gibt es dort sonst nur John Green, nahm ich es einfach mit.

Das Szenario klingt interessant – fünf Schüler in einem Raum, am Ende ist einer von ihnen tot – wer war’s? Erinnert ein bisschen vom Inhalt an „Mord im Orientexpress“, wo man sich ja auch auf die Tätersuche macht.
Erzählt wird die Geschichte abwechselnd aus den Perspektiven von Bronwyn, Addy, Nate und Cooper. Natürlich nimmt man Charaktere, die so gut wie nichts miteinander zu tun haben und unterschiedlicher nicht sein könnten, diesen kleinen Klischee wollte ich nicht viel Platz einräumen, wirkte aber schon sehr aufgesetzt, zu konstruiert.

Nun ja, da war Simon also tot und die Polizei begann mit ihrer Tätersuche und hier hätte man wohl miträtseln sollen. Motive hatte jeder eins, weil Simon Betreiber eines Blogs war, auf dem er „Geheimnisse“ seiner Mitschüler verriet und was gibt es schlimmeres in der Schulzeit, als bloßgestellt zu werden.

Warum werden nun aber die vier aus dem Klassenzimmer des Mordes beschuldigt, fragte ich mich zu Beginn, wo doch beinahe die ganze Schule ein Motiv hätte, ganz einfach, Simons Blog wird nach dessen Tod fortgeführt, dort schreibt der Täter und gibt deutliche Hinweise darauf, dass er im Klassenraum war.

Klasse Idee, blöd für mich war nur, nach den ersten 100 Seiten hatte ich einen Verdacht, wie das Buch enden könnte und meine Vermutung stellte sich als wahr heraus, was bei einen Krimi für mich ein Kritikpunkt ist, weil ich möchte überrascht werden, völlig sprachlos zurückbleiben, weil ich irgendetwas übersehen habe, was doch eigentlich offensichtlich ist.

Was ich an der Geschichte allerdings sehr mochte, war der Umgang der Medien mit den Tatverdächtigen – da hieß es Schluss mit der Privatsphäre, weil man sich das Recht herausnahm, sie öffentlich bloß zu stellen, obwohl noch keinerlei Schuld bewiesen ist und nur Indizien vorhanden waren, zog man alles ins Rampenlicht, was man nur finden konnte. Alles aus Sensationsgeilheit, für hohe Einschaltquoten – da nimmt man gerne Bauernopfer in Kauf.

Fazit: 
Mein Problem war einerseits, dass ich das Ende schon relativ schnell wusste und andererseits mochte ich außer Cooper niemanden wirklich. Es war ein ziemlich einfaches Englisch, weshalb ich an der Geschichte dranblieb – es war nicht absolut furchtbar, aber es hat mich jetzt auch nicht wirklich vom Hocker gehauen.

 

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Monatsrückblick November 2017

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Der November war ein schöner Monat.
Der erste Schnee ist gefallen. Der Weihnachtsexpress fährt wieder durch die Stadt, die in schöne Lichter getaucht wird.

Wirklich ein schöner Monat.
Nur leider nicht wirklich ein Bloggermonat. Bloggen, in sozialen Netzwerk unterwegs sein, es war nicht meins. Vermutlich war ich einfach ein wenig Internetmüde, sowas passiert schon mal im Winter.

Zum Buch, welches mit nachhaltig beeindruckt hat, gab es eine Rezension – „Kleine Stadt der großen Träume“ von Fredrick Backman. Alle anderen Geschichten waren nette Zeitvertreibe, aber nichts, worüber ich hätte schreiben wollen.

Zwischendurchgeschichten.jpg
„Der unsichtbare Wink und der Kürbis des Grauens“, „Die Abenteuer des Ollie Glockenherz“, „The unlikely story of a pig in the City“

Dann war sie wieder da, die Zwickmühle, was ich jetzt lesen sollte und so habe ich mich für einen ReRead entschieden: Die Ashes-Serie von Ilsa Bick.
Den ersten Teil:  „Ashes-Brennendes Herz“ und Teil zwei „Ashes – Tödliche Schatten“ habe ich irgendwann schon mal gelesen und auch Rezensionen dazu geschrieben. Damals 2012, als wir alle noch jung waren und weil es 2012 war, mein Gehirn zwischenzeitlich etwas gealtert ist, habe ich natürlich wieder mit Band eins begonnen, nehme mir jetzt aber mal vor, bis zum vierten Band durchzuhalten. Mal sehen.

Und so war er auch schon wieder vorbei, der November, der sich mit riesigen Schritten in den Dezember aufgemacht hat, weil auch diesen Monat bin ich nicht sonderlich schreibfreudig, lieber steh ich am Fenster und warte, bis endlich wieder Schnee fällt, damit ich mit Bernhard spazieren gehen kann, weil wenn der Winter etwas ist, dann die schönste Jahreszeit überhaupt, dann ist es auch okay, wenn im privatkino weniger Vorstellung laufen.

Man Of Steel [Film]

Superman, bearing his traditional red and blue costume, is shown flying towards the viewer, with the city Metropolis below. The film's title, production credits, rating and release date is written underneath.
Titel: Man Of Steel
Regie: Zack Snyder
Drehbuch: David S. Goyer, Christopher Nolan (Story)

Produktionsland: USA
Dauer: 143 Minuten
Erscheinungsdatum: 2013
Altersfreigabe: FSK 12

Log-Line:
Schon früh entdeckt Clark Kent, dass er über außergewöhnliche Kräfte verfügt, die ihn von allen anderen Menschen unterscheiden. Durch die liebevolle Unterstützung seiner Eltern meistert er alle Widrigkeiten, sogar die Highschool. Als junger Mann macht sich Clark schließlich auf die Reise nach seinem Ursprung und nach der Antwort auf die Frage: Warum bin ich hier?

Um die Welt vor der kompletten Zerstörung zu retten und um als Symbol der Hoffnung für die Menschheit zu gelten, muss sich Clark als wahrer Held offenbaren. Als Gegner des Superhelden treten in Man of Steel Überlebende vom Planeten Krypton auf: allen voran ihr Anführer, der verschlagene General Zod.

Meine Meinung:
Tatsächlich habe ich diesen Film noch gar nicht bewertet – nach der Justice League wird das selbstverständlich nachgeholt. Vielleicht gar nicht mal so schlecht, diesen Film nach den darauffolgenden DC-Filme Revue passieren zu lassen.

Anders als z.B. Justice League oder Batman v Superman, hat dieser Film eine solide Story und ein gutes Fundament, um eine gute Geschichte zu erzählen. Die Zeitsprünge (danke Nolan!) passen hier genauso wie in Batman Begins (der Sprung hat natürlich einen Grund). Nolan und Goyer haben eine gute Vorlage geschaffen, und Zack Snyder hat diesen Stoff solide umgesetzt.

Der Prolog (auf Krypton) ist visuell schön in Szene gesetzt worden – General Zod hat hier (endlich) mehr Tiefe bekommen. Er ist zwar der Böse, hat aber seine Gründe dafür. Etwas, was in den nächsten DC-Filme geradezu untergegangen ist.

Sehr schön fand ich z.B. die Szene, wo der junge Clark als Kind im Klassenzimmer ist und von den Eindrücken seiner Umwelt gerade zu überwältigt wird. Aus Furcht und in Panik flüchtet er in eine Kammer und verbarrikadiert sich dort. Nur dank des beherzten Einsatzes seiner Mutter Martha „öffnet“ er sich wieder ihr und der Welt. Alleine diese Szene spricht für sich selbst: was helfen schon Superkräfte, wenn niemand für einen da ist?

Der Film stich auch stillistisch hervor, mal sinkt er sanft und regungslos im Meer, während er von Walgesängen geweckt wird, mal machen er und seine Verwandten aus Krypton eine Stadt kurz und klein. Und hier hat sich Herr Snyder ordentlich austoben können – selten habe ich einen Film gesehen, der so schonungslos eine Stadt verwüstet hat, wie dieser hier!

Und last but not least – der tolle Soundtrack von Hans Zimmer! Meiner Meinungs sogar eines seiner besten Werke, die hier perfekt harmonieren. Beim Höhepunkt habe ich regelrecht eine Gänsehaut bekommen!

Fazit:
Vermutlich erst wenn man die Nachzügler Batman v Superman, Suicide Squad, Wonder Woman und Justice League gesehen hat, weiß man erst, wie gut DIESER Film eigentlich ist! Tolle Neuinterpretation (hier mal kein Kryptonit – bzw. etwas anders als sonst dargestellt). Gute Story, schöne und beeindruckende Bilder und ein toller Soundtrack. Die paar Logiklücken seien diesem Film auch verziehen. Und eine Lois Lane, die mal nicht SO arrogant daher kommt.

Mein Rating:
9/10

https://de.wikipedia.org/wiki/Man_of_Steel_(Film)

http://www.imdb.com/title/tt0770828/