Ich bin kein Serienkiller

Titel: Ich bin kein Serienkiller
Originaltitel: I am not a serial killer
Autor: Dan Wells
Genre: Thriller/Fantasy
Seiten: 384
ISBN: 978-3492701693

Erste Sätze:
Mrs Anderson war tot.
Nichts Spektakuläres, es war das Alter – sie ging eines Abends zu Bett und stand am nächsten Morgen nicht mehr auf. In den Nachrichten hieß es, sie sei friedlich eingeschlafen und würdevoll gestorben, was im Prinzip wohl sogar zutrifft, aber die drei Tage, die vergingen, bis jemand merkte, dass sie schon eine Weile nicht mehr aufgetaucht war, nahmen ihren sterblichen Überresten jegliche Würde.

Klappentext:
Hab keine Angst vor anderen.  Hab Angst vor dir selbst!

Du spürst, da ist etwas Böses in dir. Deine Freunde behaupten, es sei bloß Einbildung. Doch du weißt es besser. Mit allen Mitteln versuchst du es zurückzuhalten. Verbietest dir den Kontakt zu dem Mädchen, das du liebst, besuchst den Psychotherapeuten, hältst dich stets unter Kontrolle. Doch niemand kann dir helfen. Denn diese dunkle Gewissheit ist da. Eines Tages wird es ausbrechen. Du wirst zum Serienkiller werden.
Die Frage ist nur – wann?

Inhalt:
John Wayne Cleaver unterscheidet sich von seinen 15-jährigen Altersgenossen deutlich, nicht nur weil er den Namen eines Serienkiller trägt, sondern weil es euch sein einziges Interesse ist: Serienkiller. Seine Welt, dreht sich nur um die Welt von Mördern, nicht diese langweiligen 0815 Mörder, sondern sein Hauptaugenmerk liegt auf denen, die töten wollen, einen Plan verfolgen.
Sein „Hobby“ bringt ihn allerdings alles andere als nur Freude, seiner Mutter macht es Sorgen, weshalb sie ihn zu einem Therapeuten schickt, der ergründen soll, woher diese Leidenschaft kommt.
Als in Johns Heimatstadt Clayton eine ungewöhnliche Mordserie beginnt, ist es nicht sehr verwunderlich, dass sein Interesse dadurch geweckt wird, sein Monster im inneren, welches gerne töten möchte, zum Leben erwacht. Geführt von Neugier, begibt sich John an den Abgrund, ohne es wirklich selbst zu merken.

Rezensionen:
In Erwartung eines Thrillers habe ich mir das Buch gekauft, allerdings sagte eine Freundin dann, es wäre doch auch teilweise Fantasylastig, was mich etwas abschreckte. Fantasy ist ein Genre, was ich zumeist meide, allerdings bin ich froh, es hier nicht getan zu haben. Zwar spielt ein übernatürliches Wesen eine wichtige Rolle in der Geschichte, wobei es sich leicht durch einen Menschen austauschen lassen würde, ohne wirklich stark ins Gewicht zu fallen.
Besonders interessant fand ich die Beschreibungen der Einbalsamierung von Toten. Johns Mutter und Tante sind beide von Beruf Bestatter, was er ausnützt, um seine Neugier für den Tod zu befriedigen. Zwar hat seine Mutter ab und an Bedenken, was dieser nahe Kontakt mit den Toten in John auslösen könnte, allerdings werden ihre Zweifel von den Psychologen weggewischt, er findet es sogar hilfreich, damit das „Monster“ in John gestillt werden kann. So erfährt der Leser viel über die Vorgänge einer Einbalsamierung, was sehr spannend ist.
John kämpft gegen sich selbst, eine innere Stimme, sein Monster liebt es, sich Gedanken über Morde zu machen, dürstet danach, allerdings hat er diese Wünsche gut unter Kontrolle, solange er gewisse Regeln befolgt (schau keinen Menschen zu lange an, verfolge niemanden, halte dich auf Abstand, versuche normal zu sein usw.). Die Mordserie in Clayton lässt jedoch die Mauer, hinter der seine Fantasien hocken, langsam zerfallen. Es wird für ihn ein Kampf mit dem eigenem Ich, welcher einzigartig beschrieben wird, dass es absolut erschreckend, jedoch immer nachvollziehbar ist.
Das Buch liest sich rasend schnell, weil immer ein Spannungsbogen gehalten wird, unerwartete Wendungen in der Geschichte auftauchen. Es handelt sich bei „Ich bin kein Serienkiller“, um den Start einer Trilogie, wobei es sich bei dem ersten Buch um eine abgeschlossene Geschichte handelt. Es steht einen deswegen offen, ob man weiter in Johns Welt abtauchen möchte, oder nicht. Für mich stellt sich diese Frage jedoch nicht, denn natürlich möchte ich das. Egal ob Fantasy, oder nicht, hier handelt es sich um einen 1a Thriller und wenn die nächsten zwei Bücher nur ansatzweise so gut sind, wie das erste, wäre es eine Schande diese nicht zu lesen.

Fazit:
Absolute Empfehlung für Thriller und/oder Fantasyfans, wobei man sich keine Blutorgien wünschen sollte, die gibt es nämlich nicht.

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