Happy Family

Titel: Happy Family
Autor: David Safier
Genre: Humor
Seiten: 320
ISBN: 978-3463406183

Erste Sätze:
„Ein indianisches Sprichwort sagt: Je mehr man jemanden liebt, desto mehr möchte man ihn umbringen“, erklärte meine Angestellte.
Und ich dachte mir, Mann, muss ich meine Familie lieben. Schon zum x-ten Mal klingelte während der Arbeit in meiner kleinen Kinderbuchladen das Handy. Zuerst hatte meine Teenagertochter Fee angerufen, um mich seelische darauf vorzubereiten, dass sie sitzenbleibt (sie besaß nun mal leider die Mathe-Begabung eines Labradors).

Klappentext:
Familie Wünschmann ist nicht happy. Mama Emmas Buchladen geht pleite, Papa Frank ist völlig überarbeitet, die pubertierende Fee bleibt sitzen, und Sohnemann Max wird von dem Mädchen, das er liebt, ins Schulklo getunkt. Zu allem Überfluss werden die Wünschmanns nach einem Kostümfest auch noch von einer Hexe verzaubert: Plötzlich sind sie Vampir, Frankensteins Monster, Mumie und Werwolf.
Gemeinsam jagen die frischgebachenen Monster um den halben Erdball, der Hexe hinterher, damit diese den Fluch wieder rückgängig macht. Dabei treffen sie auf jede Menge echte Ungeheuer: Vampire, Riesenechsen und schwäbische Pauschaltouristen. Sogar auf Dracula höchstpersönlich, der mit seinem unwiderstehlichen Charme Mamma Emma verführen will. Tja, niemand hat behauptet, dass es einfach ist, als Familie das Glück zu finden.

Inhalt:
Emma Wünschmann: Buchladeninhaberin, die ums Bestehen ihres kleinen Ladens bangen muss.Was ihren Alltag nicht leicht macht, aber schwieriger wird es zusätzlich, wenn man eine pubertierende Tochter hat, die kiffen für sich entdeckt, der Liebe verfällt und mit Sicherheit nicht auf den Mund gefallen ist. Allerdings strapaziert nicht nur Tochter Fee die Nerven der Mutter, auch Bruder Max bereitet ihr Kopfschmerzen, der Junge spricht wenig und lebt mehr in seiner Bücherwelt als in der echten. Sie versucht ihn aus seinem Schneckenhaus zu locken, was jedoch selten von Erfolg gekrönt ist.
Und wie es in einer Familie Brauch ist, gibt es da auch noch Vater Frank, der Workaholic kennt seine Familie nur noch aus Erinnerungen und 20 Minuten Wachphase zu Hause, den Rest befindet er sich in der Arbeit, welche er hasst, trotzdem mit allen ihn zur Verfügung stehenden Mitteln erfüllt, auch wenn der Preis die eigene Freude ist.
Jetzt kennen wir die Familie, aber was ist, wenn genau dieser normalen Familie etwas geschieht, was so unnormal ist, dass es fast keine Worte dafür gibt?
Nach einem Desaster von Familieausflug und anschließender Horrorfahrt der Mutter mit dem Auto, welche es auf den Gehsteig lenkt, treffen sie dort, naja, eher trifft eher beinahe das Auto, eine Bettlerin.
Diese Bettlerin ist aber keine 0815 Bettlerin, sie entpuppt sich als Hexe, welche die Familie, aus nicht ersichtlichen Gründen, verflucht.
Die Wünschmanns, gerade von einer „Kostümparty“ gekommen, werden in ihre Verkleidungen verwandelt. Mutter Emma in einen Vampir, Vater Frank in Frankenstein, Tochter Fee in eine Mumie und Sohn Max wird zum Werwolf.
Und bevor man die Hexe auf ihren „Fehler“ aufmerksam machen kann, ist sie auch schon verschwunden, jetzt heißt es, sie zu suchen, was es auch kosten mag. Wird die Familie Wünschmann dabei Erfolg haben?

Meine Meinung:
Das Buch passt genau in die Schiene „Fantasyroman alla Stephenie Meyer“ und ist doch ganz anders. Es versucht sich an dem Genre Humor, in dem David Safier schon so viel Erfolg hatte.
Die Familie bricht langsam auseinander, die einzelnen Personen entfremden sich immer mehr und reden nur noch im Streit miteinander. Ein Zauber, der die Einzelnen in verschiedene Kostüme verwandelt, somit sie andersartig macht, kommt da genau richtig, um wieder so etwas wie Gemeinsamkeiten auszumachen, mag der Leser denken, aber auch diese Situation bringt die Familie nicht näher, nur das Ziel die Hexe zu finden, lässt sie etwas zusammen unternehmen. Bei ihrer Suche sehen sie sich natürlich den unterschiedlichsten Abenteuern ausgesetzt, welche es zu meistern gilt, will man sein normales Leben zurück.

Hätte ich das Buch gelesen, ohne David Safier vorher zu kennen, hätte ich gesagt: Guter Roman, stellenweise ganz amüsant, aber jetzt nicht der Brüller. Nun habe ich aber auch seine anderen Bücher gelesen und muss sagen, neben „Mieses Karma“ ist „Happy Family“ sein schwächstes Buch. Sicherlich, ab und an kam mir ein Schmunzeln über die Lippen, aber überzeugen konnte es trotzdem nicht, auch wenn die Geschichte durchaus interessant klingt.
Lob gibt es jedoch für die ersten 50 Seiten, die haben punktgenau die Lachmuskeln getroffen, danach geht es allerdings nur noch bergab.
Wie gesagt, ich war auch kein Fan von „Mieses Karma“, was jetzt bedeuten kann, einfach mit „Happy Family“ nicht meinen Humor getroffen zu haben, aber für mich war es leider, nach langer Vorfreude, eine Enttäuschung.

Fazit:
Ein Buch für zwischendurch, da es sich flüssig und schnell lesen lässt, eine allzu humorvolle Unterhaltung, sollte man sich aber nicht erwarten.

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