Raum

Titel: Raum
Originaltitel: Room
Autor: Emma Donoghue
Genre: Belletristik
Seiten: 416
ISBN: 978-3492054669

Erste Sätze:
Heute bin ich fünf. Als ich gestern Abend in Schrank eingeschlafen bin, war ich noch vier. Aber dann wache ich im Dunkel in Bett auf und bin plötzlich fünf, Abrakadabra. Davor war ich drei, dann zwei, dann eins und dann null. „War ich auch schon mal minus was?“ „Hmm.“ Meine Ma recht sicht und streckt sich. „Oben im Himmel, meine ich. War ich da minus eins, minus zwei, minus dreu und so?“

Klappentext:
Für Jack ist Raum die ganze Welt. Dort essen, spielen und schlafen er und seine Ma. Und dort versteckt sie ihn im Schrank, wenn Old Nickt kommt.

„Wenn du Raum gelesen hast, mag die Welt noch sein, wie sie ist. Aber du selbst hast dich verändert.“
Audrey Niffenegger

Inhalt:
Jack feiert seinen 5. Geburtstag, wie alle zuvor, alleine mit seiner Mutter im Raum. Raum ist 12m² groß. Alles was es außerhalb des Raumes gibt, ist für Jack nur Fiktion, die nur im Fernsehen wohnt, nicht echt ist, nur Raum ist echt, Tisch, Stuhl, Bett, Ma und Old Nick auch. Manchmal kommt Old Nick abends zu den beiden in Raum, in dieser Zeit versteckt sich Jack immer in seinem Schrank, seine Mutter möchte so verhindern, dass ihm irgendwas passiert. Diese Besuche dauern nie sehr lange, weshalb die ganze Situation für Jack erträglich ist – kennt er es doch nicht anders.
Für seine Mutter bedeutet dieses Leben jedoch die Hölle, mit 19 Jahren wurde sie entführt und in den Raum gesperrt, wo sie Old Nick zur Verfügung stehen muss, wann immer er danach verlangt.
Schmerzlich denkt sie an die Welt, die richtige Welt, mit jedem Tag werden die Gedanken stärker, bis sie ihre und Jacks Flucht plant. Alle Gefahren vergessend, setzt sie ihren Plan in die Tat um, doch wird er tatsächlich gelingen?

Meine Meinung:
Wie soll man Raum beschreiben? Da ist diese beklemmende Geschichte, von der man, durch die Medien, weiß, dass sie nicht nur erfunden ist, sondern tatsächlich irgendwo stattfand/stattfindet, dann ist da der Junge Jack, aus dessen Sicht, mit viel kindlicher Naivität und Unbekümmertheit, die Geschichte erzählt wird. Der kleine Raum ist für ihn völlig normal, mehr gibt es einfach nicht, nur natürlich im Fernsehen, dort wo auch seine Freunde wohnen. Jetzt entscheidet sich aber seine Mutter, ihm von „Draußen“ zu erzählen. Von Wiesen, Bäumen, dem Himmel, Eiscreme und den anderen Menschen, die es neben ihm noch gibt. Zwar glaubt er zuerst, dies wären alles nur Lügen, jedoch merkt man schnell, dass auch, obwohl er Angst hat, viel Interesse dafür vorhanden ist. Es ist manchmal wahnsinnig amüsant, wie in unseren Augen selbstverständliche Dinge, für Jack absolut verwirrend und unverständlich sind. Und dann überkommt einen wieder dieseTraurigkeit, dass es eben für Jack nicht normal ist, weil ihm dieser Teil der Kindheit gestohlen wurde.
Von Kapitel zu Kapitel wird das Buch eigentlich nur besser, wenn man auch am Anfang nicht noch an eine Steigerung glaubt, da die Geschichte einfach durchgehend authentisch und berührend ist.
Diese Buch kann man nicht lesen, ohne tausend Gefühle gleichzeitig wahrzunehmen, es ist beinahe unbeschreiblich, weshalb meine Rezension diesmal kurz ausfällt – man muss das Buch einfach selbst lesen, um zu verstehen, warum es so einzigartig ist.

Fazit:
Lesen!!

Ein Gedanke zu “Raum

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