Wish u were dead

Titel: Wish u were dead
Originaltitel: Wish you were dead
Autor: Todd Strasser
Genre: Jugendbuch
Seiten: 272
ISBN: 978-3551359063

Erste Sätze:
an-G-kozzt – 1
Heute hat mich Lucy Cunningham in der Schule mal wieder angeguckt, als wäre ich der letzte Dreck. Zu Lucy muss ich nicht viel erklären. Es gibt nur einen Typ Mädchen, der diesen Blick draufhat. Ich habe das Blog hier heute angefangen, um endlich mal meine wahren Gefühle rauszulassen und offen zu sagen, was mich alles ankotzt – also: Es tut jedes Mal weh, wenn Lucy und ihre Freundinnen (aber die machen bloß nach, was Lucy ihnen vormacht) mich so mit Blicken abstrafen. Aber es gibt etwas, das noch mehr wehtut: Manchmal denke ich, dass sie Recht haben.

Klappentext:
„Bis jetzt habe ich nichts davon geschrieben, dass ich bestimmten Leuten den Tod wünsche, aber allmählich habe ich die Schnauze voll. Ich hab keine Lust mehr, nett zu sein. Ich habe keine Lust mehr, irgendjemandem etwas vorzumachen. Diese Leute machen mir das Leben zur Hölle und ich wünschte, sie wären tot.
Lucy steht ganz oben auf meiner Liste. Ihr könnt euch nicht vorstellen, was das für ein Scheißgefühl ist, wenn sie mich anstarrt, als wäre ich irgendeine ekelhafte Kanalratte. Ich hasse dich, Lucy. Ich hasse dich wirklich aus tiefstem Herzen. Du bist die Nummer eins auf meiner Liste. Ich wünschte, du wärst tot.“

Inhalt:
Der Blog von an-G-kozzt ist einer von vielen im Internet und unterscheidet sich doch von anderen. Die Person hinter den Worten schreibt über ihren Schulalltag, wie sehr sie es dort hasst, scheinbar wird sie nämlich von einigen Mitschülern gemobbt. Gehört eher der Gruppe der Außenseiter an und jeder Versuch dies zu ändern, wird von den Anderen belächelt.
Besonderen Hass empfindet an-G-kozzt jedoch für die In-Clique, welche aus den Stars der Highschool besteht. Sind es doch diese, die sie am Meisten verachten und verspotten. Auf ihren Blog schreibt sie, dass sie diesen Personen nichts mehr wünscht als den Tod.
Wenige Tage nach dem Blogeintrag verschwindet die Highschool-Diva Lucy Cunningham, die eben genau dieser Clique angehört hat. Spuren fehlen und so tappt die Polizei lange im Dunkeln, glaubt sogar daran, dass Lucy einfach nur von zu Hause abgehauen ist, wie viele Jugendliche es tun, als jedoch auch noch ihr Freund Adam verschwindet, ändert sich die Lage blitzartig.
Hängen der Blog und das spurlose Verschwinden der beiden Jugendlichen zusammen? Belässt es jemand nicht nur bei Worten, sondern lässt Taten sprechen?

Meine Meinung:
Das Buch wird aus zwei Sichten erzählt, zuerst wäre da an-G-kozzt, von der wir zwar nicht genau wissen, wer sie ist, doch durch ihren Blog lernen wir zumindest, dass sie an ihrer Schule ein Außenseiter ist und von einigen Mitschülern gemobbt wird. Aus ihren Einträgen kann man lesen, dass sie viel Hass und Wut in sich trägt, ihren Peinigern alles Schlechte der Welt wünscht.
Die andere Sicht wird von Madison Archer erzählt. Schnell fällt auf, das in ihrem Wohnort Soundview, ein reicher Vorort von New York, es nur darauf ankommt, dass man wer ist. Madison fällt es leicht, da ihre Eltern sehr vermögend sind, was sie automatisch in die In-Clique der Schule bringt. Trotz ihres „Status“ ist sie eine freundliche und nette Person, die sich mit allen gut versteht, ob nun Cliquenmitglied, oder nicht.
Ach ja, eine Sichtweise gibt es da noch, die des „Entführers“, wobei man natürlich nicht weiß, um wenn es sie dabei handelt, man erfährt nur langsam, weshalb die Person tut, was sie tut. Es geht hier tatsächlich um Rache für erlittenes Mobbing, ob es jedoch mit dem Blog zusammenhängt, bleibt lange unklar.

Es ist außergewöhnlich, die Geschichte steht durchgehend unter Strom. Es gibt wirklich keine einzige Seite, wo ich Spannung vermisste, eben weil sie immer da war. Verständnis konnte ich sowohl für an-G-kozzt empfinden, die sehr unter den Attacken ihrer Mitschülern litt, aber auch Madison war mir sympathisch, da sie trotzdem des Reichtums ihrer Eltern, weder eingebildet, noch hochnäsig wirkte, im Vergleich zum Beispiel zu Lucy.
Wer letztlich Täter ist, bleibt bis zum Schluss unklar und ist letztlich eine wahre Überraschung, wobei ich sagen muss, eigentlich wusste ich schon wer der Täter war, aber eben nur indirekt – warum, verrate ich aber nicht, dass würde doch minimal die Spannung nehmen.
Schade fand ich nur, dass man nicht mehr erfahren hat, warum sich bei dem Täter eine so gravierende psychische Störung entwickelt hat. Man erfährt zwar etwas über die Person, aber die Vergangenheit, die doch sehr einschneidend gewesen sein muss, bleibt im Dunkeln, aber dabei handelt es sich wirklich um einen minimalen Kritikpunkt.

Fazit:
Würde mich jemand fragen: „Was war der spannendste Jugendthriller den du je gelesen hast?“ mir würde sofort „Wish your were dead“ von Todd Strasser über die Lippen kommen.

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