Töte mich

Titel: Töte mich
Originaltitel: Kill me once
Autor: Jon Osborne
Genre: Thriller
Seiten: 352
ISBN: 978-3785760659

Erste Sätze:
Ich liebe es, Menschen zu töten. Ich liebe es, sie beim Sterben zu beobachten. Ich schieße ihnen in den Kopf, und dann zappeln sie und winden sich am Boden, bis sie plötzlich aufhören. Oder ich schneide sie mit einem Messer und schaue mir an, wie ihre Gesichter weiß werden, kalkweiß. Welch ein Kontrast zum Rot des Blutes! Ach, ich liebe das viele Blut!
– Richard Ramirez, genannt „Night Stalker“, der 1984/85 mindestens dreizehn Menschen ermordete.

Klappentext:
Nathan ist sehr ergeizig
Er möchte der Beste sein
Der beste Serienkiller aller Zeiten

Inhalt:
Nathan Stiedowe hat einen Traum: Er möchte der beste Serienkiller aller Zeiten werden.
Er begeht die grausamsten Morde der Geschichte ein weiteres Mal, nur mit dem Unterschied, dass er sie perfekt ausführt. Seine Vorbilder scheiterten alle, wurden geschnappt, ihn soll dies nicht passieren. Jahrelang hat er sich auf seine Mission vorbereitet, um letztlich der Polizei immer einen Schritt voraus zu sein.

Bald nach den ersten Morden begibt sich die FBI Agentin Dana Whitestone auf die Jagd nach den Killer, der Amerika in Atem hält. Schnell merkt sie, dass es sich bei dem „Cleveland-Slasher“, wie er in den Medien genannt wird, um den besten Mörder handelt, den sie je in ihrer Karriere begegnet ist.
Bald schon stellt sich auch heraus, dass es sich hierbei für sie nicht nur um eine berufliche Angelegenheit handelt, sondern es sich auf die persönliche Ebene ausbreitet.
Bei einigen der Opfer des Cleveland-Slasher werden Plastikbuchstaben gefunden. Zusammengefügt ergeben diese: Dana und der selbigen wird klar, dass der Alptraum ihrer Kindheit von neuen beginnt.

Meine Meinung:
Das Buch teilt sich in fünf größere Kapitel, wobei jedes von einem anderen Serienkiller handelt, den Nathan Stiedowe nachahmt. Die Erzählweise in den einzelnen Kapitel wechselt immer wieder zwischen Nathan und der FBI Agentin Dana hin und her, was sehr interessant ist, da man sofort mitbekommt, wie die Gegenseite auf die Handlungen des Anderen reagiert.
Der Aspekt, dass es sich bei den Serienkillern, die nachgeahmt werden, um Personen handelt, die es wirklich gegeben hat, lässt einen schon einen Schauer über den Rücken laufen, aber auch der Schreibstil tut sein Übriges dazu bei. Die Morde sind relativ detailgenau und brutal beschrieben, zudem lernt man die Opfer vor ihrem Tod immer auch noch etwas kennen. Kleine Kapitel über sie, machen sie dem Leser sympathisch, so dass es einen umso stärker trifft, wenn sie dann ermordet werden.
Das Ende ist schon relativ vorhersehbar, weil man den Täter schon kennt, letztlich geht es nur noch darum, ob die Polizei ihn fasst und welche Verbindung zu Dana besteht – wobei, dieser Punkt wird dem Leser auch ziemlich schnell klar. Zwar versucht der Autor die ein oder andere überraschende Wende in die Geschichte einzubauen, allerdings sind diese nicht sonderlich überzeugend. Sie wirken ein wenig aus der Luft gegriffen, zu gezwungen. Hätte nicht sein müssen, schadet dem Buch aber letzten Endes nicht. „Töte mich“ ist von den ersten Seiten weg, wahnsinnig fesselnd und interessant geschrieben, dass man über kleine Schönheitsfehler schon mal getrost hinwegsehen kann.

Der wahre Hintergrund gibt dem Buch noch einmal einen extra Nervenkitzel, weil man sich die ganze Zeit bewusst ist, dass man sich hier nicht nur in einer Fiktion befindet, sondern in Situationen, die tatsächlich in der Welt geschehen sind.

„Töte mich“ würde ich als perfekten Thriller bezeichnen, allerdings nur, wenn man die letzten zwei Seiten, den Epilog, aus dem Buch streicht – der ist nämlich absoluter Blödsinn.

Fazit:
Ein großartiger Thriller, den man nicht als Bettlektüre lesen sollte.

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