Salvador und der Club der unerhörten Wünsche

Titel: Salvador und der Club der unerhörten Wünsche
Originaltitel: Cosas que nunca occurirían en Tokio
Autor: Alberto Torres Blandina
Genre: Belletristik
Seiten: 224
ISBN: 978-3421044488

Erste Sätze:
Würden Sie mal kurz die Füße heben, damit ich hier kehren kann? Gut so, danke. Nach Indien, stimmt’s?
Ganz einfach. Reiseziele sind wie Friseure, Schuhe…oder Ehepartner. Wir suchen uns die aus, die am besten zu uns passen.

Klappentext:
Ein Leben, in dem Ihr größter Traum wahr wird – haben Sie sich das nicht auch schon einmal gewünscht? Dann treten Sie ein in den Club der unerhörten Wünsche!

Von der Liebe, den geheimen Sehnsüchten und der Utopie eines besseren Lebens erzählt Salvador, der gute Geist des Flughafens.
Er macht dort nicht nur sauber, sondern tröstet die Menschen immer wieder mit seinen bezaubernden Geschichten.

Inhalt:
Salvador gehört zum Flughafen, seit es diesem gibt. Viele Jahre kümmert es sich dort schon um die Sauberkeit, aber auch um die großen und kleinen Nöte der Reisenden. Um ihnen die Wartezeit zu verkürzen, erzählt er schon mal abenteuerliche Geschichten, wie zum Beispiel die vom Club der unerhörten Wünsche, oder die des Mädchens ohne Gedächtnis, der kurzerhand einfach eine neue Vergangenheit angefertigt wird.
Mit Salvador erlebt man Abenteuer, die man so auf einen Flughafen nie vermutet hätte.

Meine Meinung:
Das Buch wurde damit angepriesen, dass es voller kluger Lebensweisen sein sollte, was für mich auch der Grund war, es zu lesen. Leider wurde das Versprechen jedoch nicht gehalten, zumindest nicht im versprochenen Rahmen.
Das Alltagsleben am Flughafen, erzählt von Salvador, ist zwar ganz nett, doch mehr auch nicht.
In meinen Augen erscheint Salvador auch ziemlich altklug. Er interessiert sich nicht sonderlich für die Meinungen von anderen, lieber hört er sich selbst beim Reden zu. Vermutlich gibt es deswegen auch keine Art von Dialog im Buch, die Reisenden kommen fast nie zu Wort, wobei ich gerade diesen Austausch interessant gefunden hätte.
Zugegeben, der Ideenreichtum des Autors ist nicht zu leugnen, doch egal wie phantasievoll eine jede Geschichte ist, berührt sie einen nicht, bleiben es nur leere Worte. Was fehlt, ist der Tiefgang.
Beim „Salvador und der Club der unerhörten Wünsche“ handelt sich nicht wirklich um einen Roman, sondern um kleine Geschichten in einer großen Geschichte. Sie lassen sich meist unabhängig voneinander lesen, da selten Zusammenhänge bestehen, oder solche, die nebensächlich sind.

Fazit:
Ein Buch für zwischendurch, wenn man gerade kein anderes zur Hand hat.

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