Spurlos – Die spektakulärsten Vermissten-Fälle der Interpol

Titel: Spurlos – Die spektakulärsten Vermissten-Fälle der Interpol
Autor: Kurt Tozzer, Günther Kallinger
Genre: Sachbuch
Seiten: 200
ISBN: 978-3800038817

Erste Sätze:
Es ist der Tag vor dem Heiligen Abend, der 23. Dezember. Zäher Nebel liegt an diesem Samstag über Wien, es ist sehr kalt und im Radio wird vor Glatteis gewarnt. Dennoch glänzt die Stadt im Vorweihnachtszauber, aus den Kaufhäusern tönt „O Tannenbaum“ vom band und vor den traditionellen Punschständen an den Straßenecken geht es hoch her.

Klappentext:
„Ich habe nicht so gelernt, wie ich es sollte, ich kann dir nicht mehr in die Augen schauen. Ich bin es nicht mehr wert, dein Sohn zu sein. Ich lege meinen Namen ab und gehe. Mach dir keine Sorgen, ich werden mich schon durchschlagen.“ Unterschrieben hat der 17-jährige Markus Rohrhuber seinen bisher letzten Brief an seine Mutter mit „irgendjemand“.
Seit 11.Mai 2000 ist Markus Rohrhuber verschwunden. Trotz großer Medienberichte und intensiver Recherchen lässt sich keine Spur finden. Die Hoffnung auf eine Rückkehr von Markus kann die Mutter nicht aufgeben und wartet täglich darauf, dass de Tür aufgeht und ihr Sohn hereinkommt.

Allein im deutschsprachigen Raum gelten derzeit mehr als 5000 Personen als vermisst. Wurden sie Opfer eines Verbrachens? Verübten sie Selbstmord? Wurden sie bei einen Unfall verletzt oder getötet? Oder tauchten sie einfach unter, um ein neues Leben zu beginnen.
Die spektakulärsten und geheimnisvollsten Fälle der vergangenen Jahre schildern die Journalisten Kurt Tozzer und Günther Kallinger in packenden und erschütternden Berichten.

Meine Meinung:
In „Spurlos“ werden Fälle beschrieben, welche gelöst wurden, doch die Vielzahl gilt bis heute noch als ungelöst. Das Buch versammelt relativ viele Vermisstenfälle, was auch bedeutet, dass zwar Hintergrundinformationen genannt werden, allerdings alles eher oberflächlich abgehandelt wird. Alles ist kurz und bündig zusammengefasst, was meinen Geschmack sehr getroffen hat.
Ich lese relativ gerne Thriller, aber so sehr wie „Spurlos“ hat mich noch nie ein Buch mitgenommen, womöglich weil es keine Geschichten sind, sondern die Realität. Es krampft einen das Herz zusammen, wenn man liest, dass ein junges Mädchen, 80 Sekunden vom Vater aus den Augen gelassen, einfach so bis heute spurlos verschwunden ist.

Mehr kann ich zum Buch nicht wirklich sagen, mich hat es jedoch zutiefst erschüttert und sehr nachdenklich hinterlassen.

Fazit:
Lesen!

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