Der Kinderdieb


Titel:
Der Kinderdieb
Originaltitel: The Child Thief
Autor: Brom
Genre: Jugendbuch/Fantasy
Seiten: 664
ISBN: 978-3426506882

Erste Sätze:
Heute Abend würde sie wieder geschehen: die wirklich schlimme Sache. Das Mädchen zweigelte nicht daran. Es hatte vor einigen Monaten angefangen, als ihre Brüste sich langsam entwickelt hatten, und jetzt, da ihre Mutter fort war, konnte ihn niemand mehr aufhalten.

Klappentext:
Leise wie ein Schatten streift ein merkwürdiger Junge durch die Straßen von New York. Er nennt sich Peter und ist auf der Suche nach Kindern und Teenagern, die dringend Hilfe brauchen. Peter rettet sie – und bietet ihnen an, sie in sein magisches Reich zu führen, in dem niemand je erwachsen werden muss. Doch er verrät ihnen nicht, dass dieses Land im Sterben liegt und dort nicht nur magische Geschöpfe und das Abenteuer ihres Lebens auf sie warten, sondern auch größte Gefahren…

Inhalt:
Peter treibt sich auf den Straßen von New York herum, immer auf der Suche nach Teenagern, die seine Hilfe brauchen. Diesen verlorenen Seelen stellt er sich als Freund vor, bietet ihnen an, sie an einen Ort der Sicherheit zu bringen. Einen magischen Ort, an welchen man niemals Erwachsen wird.
Auf den ersten Blick klingt es sehr verlockend, doch was Peter nicht erzählt,  dass es neben der Sicherheit, auch eine Vielzahl von Gefahren dort gibt.

Meine Meinung:
Der Kinderdieb wird ja als böser Peter Pan betitelt und ich muss zugeben, die Geschichte nicht wirklich in allen Einzelheiten zu kennen. Peter Pan wollte nicht erwachsen werden, er fliegt manchmal mit Kindern durch die Luft und dann gibt es da noch Kapitän Hook. Mehr weiß ich nicht, weshalb ich ohne Idee in die Geschichte eingestiegen bin.

Unser Peter schleicht durch das heutige New York und ist auf der Suche nach Kindern, die er mit nach Avalon nehmen kann, in seine Heimat. Er wählt doch nicht irgendwelche Kinder, sondern solche, denen das Leben nicht gerade gesonnen ist. Eines dieser Kinder ist Nick, der vor dem älteren Marko flüchten muss, da er ihm Drogen gestohlen hat und deswegen in großer Gefahr ist.
Um nach Avalon zu gelangen, muss man durch einen dicken Nebel gehen. Diesen Weg schaffen nicht alle Kinder, einige gehen im Nebel verloren und sterben. Die, die es schaffen, führt Peter in die Feste – einem Ort, an dem sie alle zu Kriegern ausgebildet werden.
Was nicht so schnell ersichtlich ist, für welchen Krampf sie sich vorbereiten. Letztlich geht es allerdings darum, Avalon vor dem Untergang zu retten, da die verschiedenen magischen Wesen, die dort leben, im Streit liegen und alle die alleinige Herrschaft anstreben.

Im Buch begleitet man eigentlich nur zwei Personen durchgängig: Peter und Nick. Mithilfe von Peter erfährt man mehr von Avalon, der Situation dort und auch seinem Plan. Nick zeigt auf, wie es für ein Kind ist, wenn es nach Avalon „entführt“ wird. Es ist immerhin keine alltägliche Situation, an einen magischen Ort gebracht zu werden, um sich dort auf einen Krieg vorzubereiten.  Peter entführt die Kinder nicht um sie zu retten, sondern mehr, damit er seine Heimat retten kann und trotzdem sind ihm die Kinder (bis auf Nick) extrem dankbar, an diesem Ort sein zu dürfen. Ihr Leben war alles andere als leicht und in Avalon finden viele zum ersten Mal so was wie Gemeinschaft. Trotz all der Schrecklichkeit der Geschichte, hat mich diese Tatsache sehr berührt.

Auf Seite 400 hatte ich kurz das Gefühl, schon am Ende angelangt zu sein. Es schlich sich die Befürchtung ein, dass der Autor jetzt nur noch irgendetwas erzählt, aber nein, er hat eine großartige Wendung eingebaut, die sehr überraschend und absolut die Spannung aufgebaut hat.

Beim Kinderdieb handelt es sich ja um ein Jugendbuch, aber dafür ist es doch äußerst brutal beschrieben, so dass es vermutlich nichts für Zartbesaitete ist. Es sind die detaillierten Beschreibungen, die die Geschichte gerade so grausam macht.

Kritikpunkt von meiner Seite: Das Buch hat erhebliche Startschwierigkeiten, so dass ich sogar aufhören wollte zu lesen. Die Geschichte war nicht langweilig, aber irgendwie hatte ich einfach Probleme reinzukommen und es hat schon so 100 Seiten gebracht, bis sich die Sicherheit einstellt, ein gutes Buch in der Hand zu haben.

Fazit:
Ist man erst einmal in der Geschichte ankommen, wird man das Buch so schnell nicht mehr aus der Hand legen. Suchtgefahr.

3 Gedanken zu “Der Kinderdieb

  1. Ich muss dir zustimmen, es stimmt das man erstmals rein kommen muss aber ich finde es lohnt sich dabei zu bleiben. Ich war von der
    Geschichte sehr angetan obwohl ich brutale Geschichten hasse, aber die „Böse“ Seite von Peter gefiel mir sehr gut. An manchen Stellen musste ich das Buch zur Seite legen und über die gegebenen Situationen Nachdenken, was echt schon abnormal ist. Naja ich kann es aufjedenfall weiter Empfehlen.

  2. Ich kann eigentlich nicht sagen das ich mich in das ich mich in das Buch „quälen“ musste. Ich fand es von Anfang an spannend. Als Kinderbuch würde ich es auf jeden Fall nicht beschreiben. 16+ sollte meiner Meinung schon sein.
    Nach dem Buch habe ich irgend wann den Disney Film „Peter Pan“ gesehen. In der Szene in der die eifersüchtigen Meerjungenfrauen Wendy ertränken wollen, kommt auch dort Peters soziopathtische Persönlichkeit zum Ausdruck, seine Schwierigkeit sich in andere Personen hinein zu versetzen.

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