Darf ich meine Oma selbst verbrennen?


Titel: Darf ich meine Oma selbst verbrennen?
Autor: Peter Wilhelm
Genre: Humor
ISBN: 978-3426784273
Seiten: 224

Erste Sätze:
Sehr viele Menschen stellen mir die Frage zum Thema Bestattung, Tod und Trauer. Nicht immer sind die Fragen sinnvoll, und manche sind schon vom Ansatz her eher komisch.
Aus etwa zweitausendfünfhundert Fragen, die in den letzten beiden Jahren zusammengekommen sind, habe ich die skurrilsten hier zusammengestellt. Und damit Sie auch etwas lernen können, habe ich die Antworten gleich mitgeliefert.

Klappentext:
Kann man als Nichtschwimmer auf hoher See bestattet werden?
Gibt es auch Secondhand-Särge?
Kann ich den Opa im Kombi selbst zum Friedhof fahren?
Peter Wilhelm ist Deutschlands bekanntester Bestatter. Jeden Tag begegnen ihm die absonderlichsten und skurrilsten Fragen rund um das Ende des Lebens. Die besten hat er nun in diesem Buch versammelt, denn wer sagt, dass Sterben eine todernste Angelegenheit ist?

Meine Meinung:
Das Buch ist in drei Teile gegliedert:

1. Allerlei Fragen an den Bestatter
In dieser Rubrik beantwortet der Autor diverse Fragen, die an ihn herangetragen wurden. Sei es nun „Darf ich meine Oma selbst verbrennen?“ oder durchaus nachvollziehbare Fragen, wie „Darf ich meinen Sarg selbst zimmern?“ Natürlich sind da allerhand skurrile Sachen dabei, die der Autor, soweit es jetzt nicht wirklich die Frage ist „Was muss ich noch erledigen, wenn ich tot bin?“, alle ernsthaft beantwortet. Dazwischen finden sich immer wieder interessante Informationen, wie zum Beispiel zur Seebestattung. Für mich hat der erste Teil einen leichten Sachbuchcharakter, natürlich mit einen Augenzwinkern, aber trotzdem sind da durchaus Antworten dabei, die sehr informativ sind und auch die Fragen sind nicht immer nur skurril, sondern auch einfach mal nachvollziehbar.

2. Tod am Telefon – Die schönsten Anrufe beim Bestatter
Der Autor ist ja Inhaber eines Bestattungsunternehmen und wie in jeder Firma, steht auch dort ein Telefon, welches ab und an klingelt. Es ruft schon mal jemand an, der einfach Bescheid geben möchte, dass der Angehörige jetzt gestorben wäre und danach gleich auflegt. Natürlich entwickeln sich auch mal längere Dialoge, die aber durchaus immer durch ihre Seltsamkeit bestechen. Man schüttelt den Kopf, weil man sich nicht wirklich vorstellen kann, dass Menschen wirklich ernsthaft solche Gespräche führen.

3. Dialoge – Zum sterben schön
In ein Bestattungsunternehmen kommen natürlich auch Menschen, um sich direkt vor Ort, über eine Beerdigung zu informieren, einen Sarg auszuwählen oder Fragen zu stellen.
Kommt ein nettes Pärchen vorbei und fragt einfach mal, ob es möglich wäre, ohne Bekleidung eine Beerdigung durchzuführen. Jetzt ist die Frage, Verstorbener oder Trauergäste ohne Kleidung?

Die Aufmachung des Buches verspricht ein witziges Buch, allerdings sei gesagt, besonders im ersten Teil kommt auch das Wissen nicht zu kurz. Man erfährt interessante Details zu Bestattungen und auch Randinformationen, die einen wirklich überraschen.
Der 2. und 3. Teil sind dann eher die, die zwar nicht sonderlich viel Wissen vermitteln, aber sehr amüsant sind. Und ich glaube, genau diese Mischung macht das Buch nahezu perfekt.
Es ist nicht trockenes Wissen, der Autor schafft es, besonders im 1. Teil, die Informationen durchaus witzig zu erklären, so dass man nie das Gefühl hat, jetzt ein Fachbuch vor sich liegen zu haben.

Fazit:
Der Tod ist ein ernstes Thema, aber auch ernste Themen lassen sich witzig besprechen, solange man immer respektvoll dabei bleibt. Peter Wilhelm gelingt es.

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