Gilmore Girls – Wie die Mutter, so die Tochter


Titel: Gilmore Girls – Wie die Mutter, so die Tochter
Originaltitel: Gilmore Girls – Like Mother, Like Daughter
Autor: Catherine Clark
Genre: Jugendbuch
Seiten: 180
ISBN: 978-3802532450

Erste Sätze:
„Wir mokieren uns über das, was später mal aus uns wird“, sagt Mel Brooks als zweitausend Jahre alter Mann auf dem Sketchalbum, das er in den Sechzigern mit Carl Reiner gemacht hat. Kennt ihr das?

Klappentext:
Sie treten fast immer im Doppelpack auf, sind süchtig nach Kaffee und guten Filmen und teilen einen unschlagbaren Humor. Lorelai und Rory sind nicht nur richtig gute Freundinnen, sondern auch Mutter und Tochter. Und gemeinsam eigentlich unschlagbar – ein echtes Dreamteam. Eigentlich. Wenn da nicht der Neue wäre, der Rory gehörig den Kopf verdreht hat. Und meistens ist die eigene Mutter als Freundin zwar gut, eine beste Freundin wie Lane aber auch nicht verkehrt, vor allem, wenn es um Herzensangelegenheiten geht… Dass daneben noch ein Schulwechsel für Rory ansteht, macht die Sache nicht leichter. Zielstrebigkeit ruft Neider auf den Plan, und neue Freundschaften fallen auch nicht vom Himmel. Und was hat eigentlich Grandma mit der ganzen Sache zu tun?
Spannungen sind vorprogrammiert…

Meine Meinung:
„Gilmore Girls – Wie die Mutter, so die Tochter“ ist der erste Teil der Bücherserie zu der bekannten Fernsehsendung.  Die Geschichte wird aus der Sicht von Rory erzählt, die einen langsam in ihre Welt einführt. Sie stellt ihre Mutter vor, ihre beste Freundin Lane, den Kaffeebesitzer Luke und ihre Heimatstadt Stars Hollow. Es ist also nicht notwendig, die Fernsehserie zu kennen.

Rory steht kurz vor einem Schulwechsel, sie soll auf die Chilton  gehen, eine der besten Privatschulen der Umgebung. Nur leider kommt alles gerade sehr ungelegen, ist auf ihre alte Schule doch gerade Dean gewechselt. Zwischen den Beiden entsteht schnell eine freundschaftliche Beziehung und Rory ist sich nicht mehr sicher, ob Chilton wirklich die richtige Schule für sie. Eigentlich nur aus dem Grund, dass sie Dean dort nicht mehr sehen würde, sie die Angst beschleicht, den Kontakt zu ihn zu verlieren. Ihre Mutter ist alles andere als begeistert von ihrer Ablehnung gegenüber dem Schulwechsel, war es doch einmal Rorys größter Traum und nun möchte sie diesen nur wegen einem Jungen aufgeben. Ihr Mutter Lorelei ist selbst als 16-jährige schwanger geworden, hat ihre Schule abgebrochen, um ihr Kind großzuziehen. Kein Wunder, dass sie solch einen ähnlichen Lebensweg sich nicht für ihre Tochter wünscht. Für Rorys Traum hat sie zudem entschieden, den Kontakt zu ihren Eltern wieder aufzunehmen. Jeden Freitagabend hat sie sich dazu verpflichtet, mit ihrer Tochter zum Essen vorbeizukommen. Die Beziehung zwischen Lorelei und ihren Eltern ist mehr als kompliziert, war es schon vor der frühen Schwangerschaft. Dazu muss gesagt sein, Emily und Richard, Loreleis Eltern, sind ziemlich gut betuchte Leute, legen sehr viel Wert auf ihr Ansehen. Für sie gilt es, Probleme unter den Teppich zu kehren, niemals irgendein Fehlverhalten nach außen zu tragen.  Damals als ihre Tochter mit 16 Jahren schwanger wurde, kam es zu einem großen Bruch, wollte Lorelei doch nicht den Vater des Kindes heiraten, was in ihren Kreisen ein Ding der Unmöglichkeit war. Man merkt, da liegt einiges in Argen. Besonders Emily und Lorelei kriegen sich häufig in die Haare, so dass hinter der Einwilligung, jeden Freitagabend zum Essen zu kommen, mehr liegen muss als Familiensinn. Sowohl Rory, aber auch der Leser tappt etwas im Dunkeln, erfahrt es aber letztlich doch noch.

Im Gegensatz zur Fernsehserie, bekommt der Leser nur die Dinge mit, die Rory widerfahren. Situationen von Lorelei bleiben manchmal verborgen, oder dringen zu Rory nur als Erzählungen durch. Kennt man die Serie, macht sich schnell das Fehlen der besonderen Angelegenheiten bemerkbar, kennt man sie nicht, bleibt die Flüssigkeit und Spannung des Buches aufrechterhalten.

Besonders der Humor der Beiden zeichnet die Serie aus und ich hatte die Befürchtungen, der Autorin würde es nicht gelingen, diesen auch zu Papier zu bringen, aber Entwarnung: es gelingt großartig.

Die Bücher würde ich jedoch nicht unbedingt Fans der Serie empfehlen, da sich während dem Lesen keine wirkliche Spannung aufbaut. Die Geschichten sind nahezu gleich wie die Fernsehfolgen und so weiß man eigentlich immer schon was geschieht. Zumindest ich konnte mich noch sehr gut an die Folge erinnern und habe mich deswegen teilweise etwas gelangweilt.
Wer die Serie selten, oder gar nie angesehen hat, wird große Freude an den Büchern haben, weil sie von allen etwas haben: Humor, Spannung, Freundschaft, Liebe und eine ganz tolle Mutter-Tochter-Beziehung.

Fazit:
Fans der Serie werden die Geschichten schon kennen und sich eventuell langweilen, allen anderen kann ich die Bücher allerdings nur wärmstens empfehlen.

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