13, verliebt, unsichtbar


Titel: 13, verliebt, unsichtbar
Autor: Sylvia Gelinek
Genre: Jugendbuch ab 12 Jahren
Seiten: 224
ISBN: 978-3862650828

Erste Sätze:
Sonntag, 25.Juli
Timm ist tot! Laura hat gerade angerufen und mir erzählt, dass er von einer Straßenbahn überfahren wurde. Hilfe, das ist so schrecklich, ich fühle mich ganz taub.

Klappentext:
Als Moni von ihrer besten Freundin Laura hört, dass der unauffällige Timm aus der Parallelklasse einen tödlichen Unfall hatte, ist sie sehr betroffen. Zwar hatte sie nie etwas mit ihm zu tun, doch plötzlich fühlt sie sich mit Timm verbunden. Schließlich war er auch so unscheinbar wie sie und hatte kaum Freunde. Moni beginnt, Timm in ihrem Tagebuch zu schreiben. Sie hält ihn über das Leben in der Schule auf dem Laufenden und erzählt ihm von ihrer nervigen Unsichtbarkeit. Keiner beachtet sie richtig, nicht mal die eigenen Eltern. Aber das Schlimmste ist, dass die Jungs keine Augen für sie haben – dummerweise ist Moni trotzdem ständig verknallt. Vor allem Lukas, der Neue aus der Neunten, hat es ihr angetan und irgendwie scheint er auch an ihr Interesse zu haben, oder steht er in Wirklichkeit auf Monis supertolle Schwester?

Meine Meinung:
Die Geschichte klingt ein wenig seltsam, ein Mädchen schreibt in ihrem Tagebuch an einen toten Jungen, da sie sich ihm verbunden fühlt. Timm war in ihrer Parallelklasse, eher ein unauffälliger und zurückhaltender Typ, genau wie Moni es auch ist. Sie beginnt sich Gedanken zu machen, was passieren würde, wenn sie stirbt – wird sie vermisst, oder ist sie einfach für alle unsichtbar?
Es klingt vielleicht seltsam, berührt aber den Leser aber zutiefst, weil man beinahe das Gefühl bekommt, Moni würde einfach nur an einen Brieffreund schreiben, so normal und unbeschwert scheinen ihre Worte.

Sie erzählt Timm einfach von ihrem Alltag, von ihrer Schwester, die sie manchmal nervt, aber auch ihre netten Seiten zeigt, von der Schule, damit er ja nichts dort verpasst und natürlich kommt auch die Liebe nicht zu kurz. Moni ist zwar für die Jungs meist unsichtbar, trotzdem verknallt sie sich relativ häufig, so auch dieses Mal. Der Auserwählte heißt Lukas und ist neu an ihrer Schule. Liebe in Büchern zu beschreiben, ist immer so eine Sache, meistens übertreiben es Autoren dabei, besonders wenn es darum geht, Gefühl von Teenagern zu beschreiben. Im Buch gelingt es der Autorin allerdings wunderbar, genau ein Mittelmaß zu finden, natürlich sind da Schwärmereien und Schmetterlinge im Bauch, jedoch nie übertrieben, sondern einfach wie es wirklich bei 13-jährigen ist. Generell ist das Buch sehr realitätsnah und lässt den Leser an seine eigene Jugend denken.

Moni zeichnet für ihr Leben gerne und so ist es keine wirkliche Überraschung, dass sie auch gewisse Dinge in ihr Tagebuch zeichnet. Die Illustrationen von Jana Moskito sind großartig, sie runden das Buch einfach ab und unterstützen einen, sich wirklich in Monis Lage zu versetzen.

Man könnte jetzt denken, dass das Buch nach einer gewissen Zeit langweilig wird, geht es doch eigentlich nur um Liebe und den Schulalltag, aber der Autorin gelingt es, neue, nicht vorhersehbare Situationen aus dem Hut zu zaubern, wodurch eine extreme Spannung aufgebaut wird. Einmal angefangen zu lesen, ist es beinahe unmöglich, das Buch wegzulegen. Vor allem, weil man als Leser dauernd miträtselt, wie die Situationen ausgehen – meist verirrt man sich irgendwo und es kommt eigentlich immer anders wie man denkt, aber genau dieser Schreibstil macht ein Buch besonders.

Einzig Kritik meiner Seite ist, dass man nicht wirklich viel über Timm erfährt. Moni unternimmt alles, damit sie nicht unsichtbar für die Welt bleibt. Die Unsichtbarkeit ist der Grund, warum sie sich Timm nahe fühlt, auch über ihn scheint niemand etwas zu wissen, es hätte mir einfach sehr gefallen, wenn auch er ein Gesicht bekommen hätte, immerhin ist er eine Hauptperson in dem Buch.

Fazit:
Ein sehr realistisches Jugendbuch, mit Spannung, Liebe und auch dem ernsten Thema Tod.

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