Der Seelenbrecher


Titel: Der Seelenbrecher
Autor: Sebastian Fitzek
Genre: Thriller
Seiten: 368
ISBN: 978-3426637920

Erste Sätze:
Zum Glück war alles nur ein Traum. Sie war nicht nackt. Und ihre Beine waren auch nicht an diesen vorsintflutlichen Gynäkologenstuhl gefesselt, während der Wahnsinnige auf einem verrosteten Beistelltisch seine Instrumente sortierte.

Klappentext:
Drei Frauen – alle jung, schön und lebenslustig – verschwinden spurlos. Nur eine Woche in den Fängen des Psychopathen, den die Presse den „Seelenbrecher“ nennt, genügt: Als die Frauen wieder auftauchen, sind sie psychisch gebrochen – wie lebendig in ihrem Körper begraben. Kurz vor Weihnachten wird der Seelenbrecher wieder aktiv, ausgerechnet in einer psychiatrischen Luxusklinik. Ärzte und Patienten müssen entsetzt feststellen, dass man den Täter unerkannt eingeliefert hat, kurz bevor die Klinik durch einen Schneesturm völlig von der Außenwelt abgeschnitten wurde. In der Nacht des Grauens, die nun folgt, zeigt der Seelenbrecher, dass es kein Entkommen gibt…

Meine Meinung:
Ein Professor sucht freiwillige für ein Experiment, in dem sie eine Patientenakte durchlesen müssen, die im Nachlass eines Psychiaters gefunden wurde. Einige Studenten wollen teilnehmen, doch nachdem sie eine Einführung gelesen haben und unterschreiben sollten, dass für psychische und physische Schäden keine Haftung übernommen würde, kommt doch Angst auf. Letztlich bleiben nur zwei Personen übrig, die es wagen die Akte zu lesen.

Damit fängt das Buch an, bildet die Einführung, anschließend liest man wie die Studenten, die Patientenakte. Geschrieben ist sie beinahe wie ein Roman, dessen Hauptprotagonist der Seelenbrecher ist. Hauptteil der Akte ist allerdings die Beschreibung einer Nacht vor vielen Jahren als der Seelenbrecher zu seinen Finale ansetzte.

„Der Seelenbrecher“ war mein erstes Buch von Sebastian Fitzek und nachdem was ich alles von ihm gehört habe, waren meine Ansprüche doch sehr hoch. Nach den ersten fünfzig Seiten war ich mir kurz unsicher, ob er wirklich ein Meister des Psychothrillers ist, da mir ehrlich gesagt, ein wenig langweilig wurde. Es fiel mir schwer, mich in die Geschichte einzufinden.
Diese Startschwierigkeiten haben mich etwas entmutigt, wie sich herausstellen sollte, völlig unbegründet.

Die Geschichte entwickelt nach einiger Zeit eine wahnsinnige Eigendynamik, dass sich das Buch beinahe von selbst liest. Man taucht immer mehr in die Welt der psychiatrischen Klinik ein, lernt die verschiedensten Menschen kennen und stellt auch schon erst Vermutungen an, wer der Seelenbrecher sein könnte.

Hauptfigur des Thrillers ist Caspar, ein Patient der Psychiatrie, der bewusstlos auf dem Klinikgelände aufgefunden wurde und sich an nichts mehr erinnern kann. Ihm wird eine Amnesie diagnostiziert, wobei es immer wieder zu Erinnerungsblitzen kommt, die langsam seine eigene Geschichte erzählen.
Besonders die Nacht des Seelenbrechers hilft ihn sehr dabei, zu verstehen, was eigentlich genau da vor sich geht.

Nachdem ich dieses Buch gelesen habe, kann ich verstehen weshalb Sebastian Fitzek so erfolgreich ist. Zwar lese ich nicht viele Thriller, doch unter den wenigen, war „Der Seelenbrecher“ definitiv der Beste. Es hat einfach alles gestimmt, die Geschichte war spannend, überraschend und sehr gut geschrieben.

Gesagt sei allerdings: besonders blutig geht es im Thriller nicht zu, wer also eher so etwas bevorzugt, wird hier nicht auf seine vollen Kosten kommen.

Fazit:
Ein Psychothriller der Extraklasse und garantiert nicht mein letztes Buch von Sebastian Fitzek.

2 Gedanken zu “Der Seelenbrecher

  1. Ich LIEBE dieses Buch. Es war mein erster Fitzek und seitdem habe ich alle seine Bücher gelesen. An dieses hier ist keines mehr rangekommen.
    Heute erst habe ich einer Kollegin dieses Buch für ihre Wochenend-Reise empfohlen. Ich bin gespannt, was sie mir dann berichtet.

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