Fünf

Titel: Fünf
Autor: Ursula Poznanski
Genre: Thriller
Seiten: 384
ISBN: 978-3805250313

Erste Sätze:
Die Stelle, an der sich sein linkes Ohr befunden hatte, pochte im Rhythmus seines Herzschlages. Schnell, panisch. Sein Atem ging in kurzen, lauten Stößen. Wenige Schritte von ihm entfernt beugte Nora sich über den Tisch, auf dem die Pistole und das Messer lagen.

Klappentext:
THANKS FOR THE HUNT    …
Du bist fündig geworden.

Rätselaufgaben, deren Lösung Koordinaten sind.
In Plastikbehälter verpackte Leichenteile.
Zeugen, die nach der Befragung sterben.
Es ist eine blutige Version des Geocaching, eine grausige Jagd, auf die sich die Salzburger Ermittlerin Beatrice Kaspary einlassen muss.
Der Fall scheint unlösbar.
Und plötzlich wird sie selbst zur Beute…

Meine Meinung:
Auf einer Kuhweide wird die Leiche einer jungen Frau gefunden, da ihre Hände auf ihren Rücken gefesselt sind, geht man schnell von Mord aus. Bei der näheren Untersuchung der Leiche stoßen die Ermittler auf Zahlen und Buchstabenkombinationen, die auf ihre Fußsohlen eintätowiert wurden.
Die zuständigen Ermittler Beatrice Kaspary und Florin Wenninger finden schnell heraus, dass es sich dabei um Koordinaten handelt, zu dessen Ort sie sich sofort aufmachen. Was sie dort allerdings finden, übertrifft alle ihre Befürchtungen – ein weiteres Opfer, zumindest die abgetrennte Hand einer männlichen Person.  Neben der Hand finden sie auch noch ein Rätsel, wenn sie es lösen, ergibt die Lösung neue Koordinaten. Es beginnt ein Katz und Mausspiel, zwischen Polizei und Mörder.

Was für ein Buch! Von Anfang bis zum Schluss steht der Leser unter Strom, rätselt mit den Ermittlerin mit und ist trotzdem von den Geschehnissen überrascht. Es gibt wirklich keine einzige Seite, bei der ich mich gelangweilt hätte, was mir bei einem Thriller noch nie wirklich untergekommen ist, zumindest gibt es doch meist immer ein bisschen Zeit durchzuatmen, bei „Fünf“ fand ich keine. Natürlich ein großartiges Detail, man sollte sich halt nur gefasst darauf machen, dass man das Buch nicht weglegen kann und genügend Zeit zum Lesen einplanen.

Die Geschichte selbst ist realitätsnah und durchaus vorstellbar, wenn man sich nur Serienmörder anschaut, kann man die menschliche Grausamkeit nachvollziehen, wenn auch nicht verstehen. Der Täter scheint aus reiner Sensationslust zu „arbeiten“, spielt mit der Polizei und will ihnen zeigen, dass er viel klüger ist, als sie es sind. Die Szenen sind nicht ohne, besonders wenn man eingeschweißte Körperteile findet, bekommt die Abart eines Mörders, ein neues Bild verpasst.

Wie im jeden guten Thriller hat die Hauptprotagonisten des Buches, Beatrice Kaspary, ein Geheimnis, was sie umso verlockender für den Täter macht. Durch dieses Geheimnis wird die Ermittlerin Wachs in seinen Händen und er beginnt die Informationen gegen sie auszuspielen. Der Leser bekommt zwar immer wieder Hinweise darauf, aber letztlich aufgeklärt wird es relativ spät im Buch, was allerdings nur dazu beiträgt, dass die Spannung hochgehalten wird, weil man eben wissen möchte, was der Täter weiß, was wir nicht wissen.

Apropos Täter – man verdächtigt und verdächtigt, aber eigentlich hat man bei keinen wirklich deutliche Hinweise, die eine sichere Spur darstellen würden. Geht auch gar nicht, wer nämlich der Mörder ist, wird einzigartig verpackt und ich persönlich wäre auch nie auf die Idee gekommen, dass in Betracht zu ziehen, was letztlich die Lösung des Falles war.

Zum Geocaching selbst sei gesagt, es ist absolut nicht wichtig, sich damit auszukennen. Die wichtigsten Informationen zu diesem „Spiel“ liefert die Autorin, packt sie in leicht verständliche Worte und macht auch ziemlich neugierig darauf, wobei ich jetzt ehrlich gesagt nicht unbedingt auf Schatzensuche gehen werde, zu sehr hängt das Buch in meinen Gedanken. Wer weiß schon, was man in einem Geocachingversteck vorfindet.

Fazit:
Stelle ich mir das perfekte Buch vor, taucht sofort ein Bild von „Fünf“ in meinem Kopf auf. Es ist der Wahnsinn, eigentlich kann man Perfektion nicht beschreiben, sondern muss sie einfach selbst erleben.


Danke für das Rezensionsexemplar an den Wunderlich-Verlag und lovelybooks!

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