Die Tribute von Panem – Flammender Zorn

Titel: Die Tribute von Panem – Flammender Zorn
Originaltitel: The Hunger Games – Mockingjay
Autor: Suzanne Collins
Seiten: 430
ISBN: 978-3789132209

—Ab hier bitte nur weiterlesen, wenn ihr die ersten beiden Teile schon gelesen habt!—

Erste Sätze:
Ich stehe da und schaue zu, wie sich eine dünne Ascheschicht auf meine abgetragenen Lederschuhe legt. Hier war das Bett, das ich früher einmal mit meiner Schwester Prim geteilt habe. Da drüben stand der Küchentisch. Die Ziegel des Kamins, der eingestürzt ist und nun als verkohlter Haufen daliegt, dienen mir als Orientierung im Haus. Wie sollte ich mich sonst in dieser grauen Wüste zurechtfinden?

Klappentext:
Möge das Gute siegen!
Möge die Liebe siegen!

Katniss lebt! Schwer verletzt wurde sie von den Rebellen befreit und in Distrikt 13 gebracht. Allerdings ist sie damit noch lange nicht außer Lebensgefahr. Doch Katniss‘ einzige Sorge gilt Peeta, der in den „Hungerspielen“ sein Leben für sie gelassen hätte. Die Regierung hat ihn gefangen genommen, ihn gefoltert und seinen Willen gebrochen, um ihn als Werkzeug für ihre Zwecke zu missbrauchen. Das Ziel des Kapitols: die endgültige Vernichtung der Aufständischen. Und zu den zählt auch Gale, Katniss‘ treuer Freund aus Kindheitstagen…

Meine Meinung:
Schwer verletzt wird Katniss Everdeen aus der Arena der Hungerspiele, von den Rebellen, befreit. Sie wird mit einigen anderen Überlebenden der Spiele in den 13. Distrikt gebracht. 13? Panem hat doch nur 12 Distrikte, der 13 wurde doch bei Aufständen vor 75 Jahren zerstört? Falsch, die Bewohner des 13. Distrikts haben sich nur unter die Erde zurückgezogen, damit es für die Außenwelt wirke, als gebe es sie nicht mehr. Genau  dieser Distrikt strebt jetzt eine Rebellion gegen das Kapitol an und da Katniss sozusagen der Auslöser dafür ist, dass alle Distrikte sich gegen das Kapitol wenden, ist es nur eine logische Handlung, wenn sie das Mädchen für die Rebellion befreien/gewinne.
Katniss hingegen plagen nur die Sorgen um Peeta, die Rebellen konnten ihn nämlich nicht befreien und so hat ihn nun das Kapitol gefangen genommen. Neben ihren Sorgen muss sie aber die Entscheidung treffen, ob sie nun an der Rebellion teilnimmt, damit Peetas Leben riskiert, oder sich aus der Sache hält, dafür aber die Freiheit von Panem behindert.

„Flammender Zorn“ ist der dritte und letzte Teil der Panem Reihe, wobei ich eindeutig sagen muss, es handelt sich dabei auch um das schwächste Buch. Besonders der Anfang nimmt einen nicht sonderlich gefangen, wobei es auch schwierig ist, wenn man den dritten Teil nicht direkt hinter dem zweitem liest. Bei mir lag ein bisschen Zeit zwischen den Büchern und es viel mir schwer, wirklich mir in Erinnerung zu rufen, weshalb manche Dinge so sind, wie sie waren.

Relativ zu Beginn erfährt der Leser auch, dass das Kapitol Distrikt 12 zerstört hat und die meisten Menschen nur durch Gales Hilfe überlebt haben. Was ich mich die ganze Zeit frage: warum haben sie ihn zerstört? Gut, Katniss und Peeta kamen aus diesem Ort, gut, aber an der Rebellion war der Distrikt auf Grund dessen, dass er so klein ist nicht beteiligt.
Und es sind genau solche kleinen Ungereimtheiten, die sich durch das gesamte Bild ziehen. Einzeln betrachtet, sind sie nicht weiter tragisch, aber nimmt man sie als Gesamtbild, fehlt es dem Buch dadurch etwas an Realität.

Man könnte jetzt glauben, durch die Rebellion wird es endlich besser in Panem, aber man merkt schnell, dass Präsidentin Coin vom Distrikt 13 nicht unbedingt besser ist als Snow.  Mir ist nur schleierhaft, ob diese Offensichtlichkeit allen anderen entgangen ist – immerhin folgen sie ihre Befehle, ohne jedes Hinterfragen aus, besonders Gale wirkt in diesem Teil wie eine Spielfigur. Die Taktik der Rebellion will mir nicht so wirklich einleuchten, viel mehr scheinen sie auf gut Glück zu handeln.

Der Schreibstil bleibt wie in den ersten beiden Bänden leicht lesbar und gut geschrieben, nach dem anfänglichen Verwirrspiel, baut sich auch wieder eine Spannung auf und man möchte erfahren wie und vor allem wohin einen die Geschichte führt.
Wobei ich sagen muss, meiner Meinung nach wäre ein vierter Teil nicht falsch. Natürlich hat die Reihe ihr Ende gefunden, trotzdem scheinen mir noch genug Dinge offen, die einen weiteren Teil möglich machen würden. Für mich ist Panem einfach noch nicht wirklich abgeschlossen.

Fazit:
„Flammender Zorn“ ist eine Geschichte mit Schwächen, allerdings ist es schwer bei der Panem Trilogie ein Buch schlecht zu nennen, sagen wir so, Teil 3 kann nicht ganz mit den anderen mithalten, bleibt aber trotzdem empfehlenswert.

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