Die Bestimmung

Titel: Die Bestimmung
Originaltitel: Divergent
Autor: Veronica Roth
Genre: Jugendbuch
Seiten: 480
ISBN: 978-3570161319

Erste Sätze:
In unserem Haus gibt es nur einen einzigen Spiegel. Er befindet sich hinter einer Schiebetür im Flur des oberen Stockwerks. Meine Fraktion gestattet es mir, jeweils am zweiten Tag eines jeden dritten Monats davorzustehen, immer dann, wenn meine Mutter mir die Haare schneidet.

Klappentext:
„Beatrice“, wispert Tori, „Du darfst unter keinen Umständen mit jemanden darüber sprechen. Niemals, egal, was passiert. Eine Unbestimmte zu sein, ist äusserst gefährlich. Verstehst du?“

Fünf Fraktionen, fünf verschiedene Lebensformen sind es, zwischen denen Beatrice sich entscheiden muss, als sie sechzehn wird. Sie weiß: Es ist die wichtigste Wahl ihres Lebens, denn sie entscheidet über ihre Familie, ihre Freunde, ihre Feinde.
Doch der Test, der über Beatrices innere Bestimmung Auskunft geben soll, zeigt kein eindeutiges Ergebnis. Sie ist eine Unbestimmte. Die aber gelten in der Welt, in der sie lebt, als hoch gefährlich…

Meine Meinung:
Beatrice lebt in einer Welt, die in fünf Fraktionen unterteilt ist: Altruan – die Selbstlosen, Candor – die Freimütigen, Ken – die Wissenden, Amite – die Friedfertigen, Ferox – die Furchtlosen.
An ihrem 16ten Geburtstag muss sie wie alle Jugendlichen einen Eignungstest ablegen, der zeigen soll, wohin sie am besten passt. Beatrice’s Ergebnis ist jedoch nicht eindeutig – sie ist eine Unbestimmte. Der Test ist nur eine Entscheidungshilfe, letztlich muss jeder Jugendliche die Wahl für sich allein treffen. Beatrice entscheidet sich dazu, von den Altruan, denen ihre Eltern zugehörig sind, zu den Ferox zu wechseln.  Der Gegensatz zwischen diesen beiden Fraktionen könnte nicht größer sein und so wird es zu einer persönlichen Herausforderung für Beatrice dort zu bestehen. Zwischen Freundschaft, trifft sie auf Neid und Missgunst und ihre Entscheidung entwickelt sich zu einer Gefahr für alle Menschen, die ihr etwas bedeuten.

Manche Bücher lesen sich nahezu von selbst und „Die Bestimmung“ fällt in diese Kategorie. Der Inhalt wirkt auf den ersten Blick ziemlich unspektakulär, aber man wird schnell eines Besseren belehrt. Es ist wahnsinnig interessant zu erfahren, wie unterschiedlich das Leben in den Fraktionen ist. Besonders erfährt man von den Altruan und Ferox, natürlich, weil man sich eben mit Beatrice an der Seite durch das Buch bewegt.

Bei Beatrice’s Eignungstest kommt heraus, dass sie eine Unbestimmte ist. Ihre Prüferin schärft ihr ein, dies niemanden zu sagen, weil es gefährlich für sie wäre. Man rätselt ziemlich lange, was daran so bedrohlich wäre und auch als es dann aufgelöst wurde, ist es meiner Meinung zu harmlos, um deswegen von der eigenen Fraktion getötet zu werden.

Einige Schwierigkeiten hatte ich auch zu Beginn, die ganzen Fraktionen auseinanderzuhalten. Angenehm ist, dass im inneren Klappentext  alle fünf aufgezählt werden, so kann man einfach schnell mal zurückblättern, wobei man es sich mit der Zeit sowieso merkt.

Ich lese nicht viele Dystopien, aber scheinbar muss es in jeder eine Liebesgeschichte geben – als wäre es eine ungeschriebene Regel. In „Die Bestimmung“ ist sie nicht zu übertrieben dargestellt, dass ist es nicht, aber in meinen Augen einfach unnötig. Das Buch würde auch prima ohne funktionieren und wäre mir ehrlich gesagt sympathischer.

Mal abgesehen von diesen Kleinigkeiten, funktioniert die Geschichte einfach. Als Leser bleibt man dran, wundert sich wohin das Buch hinaus will, aber durch eine Spannung, die jederzeit vorhanden ist, liest man die Seiten wie nichts weg.

Fazit:
„Die Bestimmung“ ist ein gelungener Auftakt einer Trilogie und hat eigentlich alles, was ein gutes Buch braucht. Durchaus auch lesenswert für Personen, die sonst nicht gerne zu Dystopien greifen.

Der zweite Teil „Insurgent “ erscheint im Mai 2012 auf Englisch und soll, laut Verlag, auf Deutsch Ende 2012 herauskommen.

Ein Gedanke zu “Die Bestimmung

  1. Ich fand das Buch auch klasse, auch wenn das Ende dafür gesorgt hat, dass ich am Ende nur vier Sterne vergeben habe. Das war mir irgendwie zu actionreich und abgedreht. Auf die Fortsetzung bin ich aber auch schon sehr gespannt.

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