Die Auswahl


Titel: Die Auswahl
Originaltitel: Matched
Autor: Ally Condie
Genre: Jugendbuch ab 14
Seiten: 452
ISBN:  978-3841421197

Erste Sätze:
Jetzt, wo ich herausgefunden habe, wie ich fliegen kann, welche Richtung soll ich da nehmen hinaus in die Nacht? Meine Flügel sind weder weiß, noch haben sie Federn; sie sind grün, aus grüner Seide gemacht. Seide, die im Wind flattert und sich bläht, wenn ich mich bewege – zuerst fliege ich einen Kreis, dann linienförmig und schließlich in selbsterfundenen Formen. Das Schwarze hinter mir beunruhigt mich nicht, ebenso wenig die Sterne über mir.

Klappentext:
Das System sagt, wen du lieben sollst – aber was sagt dein Herz?

Stell dir vor, du lebst in einer Welt, die ein absolut sicheres Leben garantiert. Doch dafür musst du dich den Gesetzen des Systems beugen: den Menschen lieben, der für dich ausgewählt wird.

Was würdest du tun?
Für die wahre Liebe dein Leben riskieren?

Meine Meinung:
In der Welt der 17-jährigen Cassia ist alles genau geplant, Zufälle sind nahezu nicht möglich und falls sie geschehen, unerwünscht. Allen Menschen wird vorgeschrieben, welches Essen sie essen sollen, welchen Beruf sie ausüben und wenn sie lieben sollen. An ihrem 17. Geburtstag ist es auch endlich für Cassia soweit, sie erfährt, dass ihr idealer Partner, ihr bester Freund Xander ist. Überglücklich darüber, freut sie sich darauf, sich den Mikrochip anzusehen, auf den alle Informationen über und von Xander abgespeichert sind. Nur leider wird ihre Freude getrübt, als auf ihrem Bildschirm plötzlich das Bild eines anderen Jungen kurz auftaucht. Dieser Junge ist ihr nicht unbekannt, es ist Ky, der in ihrer Nachbarschaft wohnt. Verunsichert von den beiden Bildern, fragt sich Cassia, wer denn nun ihr wahrer Partner werden soll. Zwar versichert ihr das System, dass es nur ein Fehler war und sie wirklich mit Xander zusammengehört, doch ihre Unsicherheit wird dadurch nicht weniger. Besonders weil sie nun Ky näher beobachtet und merkt, dass er sie ebenfalls beobachtet. Langsamen kommen sich die beiden näher und auch wenn sie wissen, dass sie keine gemeinsame Zukunft haben dürfen, können sie ihre Gefühle füreinander nicht abstellen. Gemeinsam stellen sie sich gegen die Gesellschaft und wollen selbst entscheiden, wenn sie lieben. Welche gravierenden Folgen ihr Handeln hat, wird ihnen erst viel zu spät bewusst.

Eine kleine Ewigkeit bin ich um das Buch gestrichen, nie sicher, ob ich es wirklich lesen sollte. Der Klappentext klang in meinen Ohren einfach nach einer viel zu liebeslasigen Geschichte und da ich keine wirklich romantische Ader besitze, ignoriere ich Bücher zu solchen Themen meist gänzlich, aber durch eine Empfehlung habe ich es doch gelesen und bereue es kein Stück. Natürlich nimmt Liebe den Großteil der Geschichte ein, aber sie ist bis auf einige wenige Stellen, weder kitschig noch übertrieben dargestellt. Ein Hauptaugenmerk im Buch gilt der Gesellschaft, die den Menschen ihr Leben vorschreibt. Man lernt ihre Regeln, die nahezu immer selben Tagesabläufe und Verbote des Systems kennen.
Zunächst ist es natürlich schwer vorstellbar, dass sich Menschen auf solche Vorschriften einlassen, aber wenn ihnen keine andere Wahl gelassen wird, können sie entweder rebellieren und somit einen Ausstoß aus der Gesellschaft, damit verbunden, ein unwürdiges Leben wählen, oder sich eben den Regeln beugen, damit wenigstens ein wenig Lebensqualität übrig bleibt.

Schade finde ich, dass mir eigentlich kein Charakter in der Geschichte wirklich sympathisch wurde. Am ehesten noch Cassias Opa, aber dessen „Auftritt“ im Buch ist nicht sonderlich lang und ausführlich dargestellt. Alle anderen erscheinen so farb- und glanzlos.

Die Geschichte an sich ist schon interessant und spannend aufgebaut, wobei es immer wieder zu kleinen Durststrecken kommt, wo die Erzählung ins stocken gerät und sich eine leichte Langeweile beim Lesen breit macht. Ein Makel über das man getrost hinwegsehen kann, weil es der Autorin immer wieder gelingt, den roten Faden aufzunehmen und den Spannungsbogen neu zu spannen.

Obwohl „Die Auswahl“ der erste Teil einer Trilogie ist, ist das Ende schlüssig und größtenteils abgeschlossen, so dass man ohne die anderen Teile zu lesen, falls einen die Geschichte wirklich nicht weiter interessiert, trotzdem eine gelungenes Geschichte präsentiert bekommt.

Fazit:
Mit „Der Auswahl“ startet eine interessante Trilogie, die gut gelungen ist, allerdings besonders im Bereich Spannung und Abenteuer noch ein bisschen Aufholbedarf hat.

3 Gedanken zu “Die Auswahl

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