Die Flucht

Titel: Die Flucht
Originaltitel: Crossed
Autor: Ally Condie
Seiten: 464
ISBN: 978-3841421449
Verlag: Fischer Fjb

—Ab hier bitte nur weiterlesen, wenn ihr den ersten Teil schon gelesen habt!—

Erste Sätze:
Ich stehe in einem Fluss. Er ist blau. Dunkelblau. Er reflektiert die Farbe des Abendhimmels.

Klappentext:
Wenn das System dich zwingt zu fliehen, kann deine Liebe überleben?
Stell dir vor, du lebst in einer Welt, in der alles in deinem Leben geregelt wird – sogar, wen du lieben musst.
Aber du liebst den Falschen: jemanden, den das System töten will.
Wie weit würdest du gehen, um sein Leben zu retten?
Würdest du für deine Liebe sterben?

Meine Meinung:
Im ersten Teil des Buches, wurden Cassia und Ky von der Gesellschaft getrennt. Ky wurde in die äußeren Provinzen versetzt, um dort als Soldat zu kämpfen und Cassia findet sich in unterschiedlichen Arbeitslager wieder.
Durch glückliche Umstände gelingt Cassia die Flucht in diese Provinzen, doch verpasst sie Ky knapp. Er hat sich in die wilden Canyons aufgemacht, um sein Leben, vor den täglichen, feindlichen Angriffen zu schützen. Andere Soldaten erzählen Cassia davon und so macht sie sich auf in diese staubigen Weiten, die unzählige Gefahren in sich bergen.
Ihr Leben riskierend, beginnt die Suche nach Ky.

Schon „Die Auswahl“ hat mich nicht vollkommen überzeugt, so dass ich gegenüber „Der Flucht“ doppelt skeptisch war und leider bestätigt wurde. In der Geschichte selbst passiert nicht viel, klar, da wandern Menschen durch gefährliche Canyons – die übrigens absolut ungefährlich beschrieben sind – und kämpfen ums Überleben (tun sie das? Für mich klang es eher wie ein kleiner Spaziergang, was die Protagonisten da machten). Spannung sucht man ihm Buch vergeblich, eher ist die Handlung so staubtrocken, wie die Canyons.

Besonders genervt haben mich aber dieses Mal die ganzen Liebesbekundungen. Was im ersten Teil noch ein gesundes Mittelmaß gefunden hatte, wird jetzt einfach nur noch furchtbar übertrieben und hängt einem irgendwann zum Halse raus.

Positiv sei der Schreibstil zu erwähnen, oder zumindest der Aufbau der Geschichte. Anders wie im ersten Teil, wird hier Kapitelweise aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt. Man erfährt Cassias Gedanken, aber auch Ky bekommt endlich Konturen und prägt sich einem ein. Zudem lassen sich die Seiten relativ zügig weglesen, wenn auch die Geschichte nicht die spannendste ist.

Normalerweise schreibe ich mehr, aber zu „Die Flucht“ fällt mir nicht mehr ein, außer womöglich, dass ich mir sicherlich genau überlegen werde, überhaupt den letzten Teil der Trilogie zu lesen. Interessieren würde es mich ehrlich gesagt nicht, wie es mit den Liebespaar weitergeht.

Fazit:
Leider kann „Die Flucht“ nicht halten, was „Die Auswahl“ versprochen hat. Zwischen den Büchern liegen Welt und für mich eine Welt, die es zu bereisen nicht wirklich lohnt.

Ein Gedanke zu “Die Flucht

  1. Ja, das Buch war wirklich deutlich schwächer als der erste Band! Der dritte Band interessiert mich aber schon, da ich immer noch die Hoffnung habe, dass sich Cassia für Xander entscheidet… 😉

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