Göttlich verdammt

Titel: Göttlich verdammt
Originaltitel: Starcrossed
Autor: Josephine Angelini
Genre: Jugendbuch ab 14
Seiten: 494
Verlag: Dressler
ISBN-10: 3791526251
ISBN-13: 978-3791526256

Erste Sätze:
Aber wenn du mir jetzt ein Auto kaufst, gehört es dir, wenn ich in zwei Jahren aufs College gehe. Und dann ist es praktisch immer noch neu“, sagte Helen optimistisch. Leider fiel ihr Vater nicht darauf herein.

Klappentext:
Der Gedanke, keine Kontrolle über ihr eigenes Schicksal zu haben, machte Helen wütend. Wütend genug, um den Kopf hochzuhalten und die einzige Entscheidung zu treffen, die sie treffen konnte.

Eine schicksalhafte LIEBE.
Eine antike FEHDE.
Ein göttliches ERBE.

Eine packende Saga um eine Liebe, die nicht sein darf – Auftakt der grandiosen „Göttlich“ – Trilogie!

Meine Meinung:
Helen lebt mit ihrem alleinerziehenden Vater auf der kleinen, amerikanischen Insel Nantucket. Dort gibt es nicht sonderlich viele Neuigkeiten und so wird es zum großen Interesse aller, als die Familie Delos zuzieht. Helen geht der Wirbel um die Familie eher auf die Nerven als das sie sich dafür interessieren würde. Allerdings ändert sich ihr Verhalten, als sie Lucas Delos begegnet. Völlig unerwartet und ohne ihn zu kennen, verspürt sie einen starken Hass gegenüber ihm, es geht sogar soweit, dass sie ihn körperlich angreift – ohne Grund. Woher kommt ihre unendliche Wut?
Lucas scheint ebenso zu empfinden und doch scheint er mehr zu wissen. Es scheint fast so, als könne nur die Familie Delos Helen erklären, was mit ihr los ist.

Zu Beginn des Buches war mir Helen eigentlich noch ganz sympathisch, ihre schüchterne und zurückhaltende Art hat mir sehr gut gefallen. Im Laufe der Zeit wird sie aber zu der wunderschönen, geliebten und verehrten Heldin gemacht, dass einfach der Punkt erreicht war, wo sie mir zu perfekt erschien. Mir sind „Heldin“ mit Ecken und Kanten einfach viel lieber, weil es sie menschlicher Macht.

Lucas war auch so ein seltsamer Fall, zwar hasst er Helen genauso, wie sie ihn und trotzdem verliebt er sich in das fremde (!) Mädchen, wenn man da mal nicht nur nach Äußerlichkeiten geht.

Der Hass auf Lucas findet seinen Ursprung in der griechischen Mythologie und dieses Thema nimmt auch einen Großteil des Buches ein, wobei es jetzt nicht zwingend notwendig ist, dass man sich dafür interessiert, oder gar damit auskennt. Die Informationen werden in kleinen Happen serviert und helfen einen schnell, sich ein Gesamtbild der Situation zu machen.

Stellenweise weißt das Buch einige Längen auf, weil die Autorin sich zu sehr in Details verrennt, die, wie man schnell herausfindet, für die Geschichte vollkommen nebensächlich sind.

„Göttlich verdammt“ ist der Auftakt einer Trilogie und es hat ein wenig den Anschein, als wäre der erste Teil auch nur als Einführung gedacht. Zumindest geschieht nicht sonderlich viel – gut, Helen findet heraus, warum und weshalb sie anders ist. Sie besitzt übermenschliche Kräfte, die sie bis zu dem Treffen mit der Familie Delos geheim gehalten hat – aber nun erfährt sie, wieso sie diese Kräfte überhaupt besitzt. Zudem erfährt sie ein bisschen über ihre Mutter, die sie als Kleinkind verlassen hat. Alles erscheint plötzlich einen Sinn zu ergeben, aber wie es nun mal in solchen Büchern ist, trachtet ihr jemand nach dem Leben, eben weil sie ist, wer sie ist.

Die Familie Delos versucht Helen auf Kämpfe mit dem Gegner vorzubereiten, in dem Hecotr (ein weiterer Sohn der Familie) Helen verprügelt. So was nennt man dann Vorbereitung auf einen Kampf, weil die liebe Helen zu sozial ist, um jemanden zu verletzen, auch wenn dieser sie töten möchte. Dieses schüchterne Mädchengetue hat nach einer gewissen Zeit genervt, immerhin war sie gegenüber Lucas alles andere als schüchtern.

Damit wäre das Buch erzählt, wie man vielleicht merkt, viel passiert nicht, dafür gibt es aber ja dann einen zweiten und einen dritten Teil, die dann hoffentlich die Spannung aufnehmen und eine interessante Geschichte aus dem Ganzen machen.

Fazit:
Beeindruckt war ich von Buch jetzt nicht unbedingt, vermutlich weil nahezu nichts passiert und mir die Charaktere auch nicht sonderlich zusagten, trotzdem werde ich den zweiten Teil „Göttlich verloren“ lesen, oder es zumindest versuchen, weil es doch in kurzweiliges Lesevergnügen war.

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