Jackpot – Wer träumt, verliert


Titel: Jackpot – Wer träumt, verliert
Autor: Stephan Knösel
Genre: Jugendbuch ab 13 Jahren
Seiten: 272
Verlag: Beltz & Gelberg
ISBN-10: 3407811136
ISBN-13: 978-3407811134

Erste Sätze:
Sie stieg aus der Dusche und wollte gerade ihr Handtuch nehmen, als die Badezimmertür aufging.
Und auf einmal – konnte sie sich nicht mehr bewegen.

Klappentext:
„Ach ja? Du hast sie gerade erst kennengelernt! Willst du etwa sagen, sie ist deine große Liebe? Ich widerhole mich ja nur ungern. Aber irgendwie hab ich das Gefühl, dass du was Wichtiges vergessen hast. Deswegen noch mal zum Mitschreiben: Wir haben kein Geld, keinen Job und bald auch keine Wohnung mehr! Momentan ist echt kein guter Zeitpunkt, um einen auf sensibel zu machen!“

Und plötzlich scheint das Glück zum Greifen nah: Die Brüder Chris und Phil stolpern über ein geheimnisvolles Mädchen und vier Millionen Euro. Dumm nur, dass auf diesen Jackpot noch ganz andere scharf sind…

Inhalt:
Chris wird Zeuge eines Autounfalles und natürlich ist sein erster Impuls, den Verletzten zu helfen. Eigentlich nicht Stoff für eine Geschichte, doch wenn man dann im Kofferraum des Wagens ein Mädchen findet, welches einen bittet, eine Tasche voller Geld von der Unfallstelle zu schaffen, sieht alles schon anders aus.
Das Mädchen, Sabrina, bat Chris, das Geld für sich aufzubewahren, doch was würdest du machen, wenn du plötzlich 4 Millionen Euro besitzt?

Allerdings wissen nicht nur Chris und Sabrina vom Geld, da gibt es noch eine Menge anderer Menschen, die ein Auge auf die Beute geworfen haben und sie werden alles versuchen, bis sie das Geld in die Hände bekommen. Eine Verfolgungsjagd auf Leben und Tod beginnt.

Meine Meinung:
Mal abgesehen davon, dass ich das Buch wirklich gut fand, muss ich am Anfang eines etwas loswerden: Hätte ich das Buch im Geschäft gesehen, ich hätte nicht danach gegriffen. Das Cover wirkt wie aus den 80er Jahren, ziemlich altbacken. Ein zweiter Blick lohnt sich allerdings, liest man den Klappentext, erfährt man schnell, dass es sich um ein brisantes Thema, ja eigentlich um einen Thriller handelt.

Chris und sein älterer Bruder Phil leben in ärmlichen Verhältnissen, die Mutter ist tot und der Vater auf Entzug. Das Geld ist knapp und das Leben für die beiden nicht gerade leicht. Der „Geldsegen“ kommt also gar nicht so ungelegen und man kann Chris durchaus verstehen, dass er schnell beginnt, sich auszumalen, was er sich alles mit seinem Bruder leisten könnte. Die Beziehung der beiden Brüder ist herzlich, gespickt mit ein paar normalen geschwisterlichen Streitereien.

Zu Beginn des Buches ist ziemlich unklar, woher die 4 Millionen Euro kommen, ob es sich eventuell um einen Entführungsfall handelt und es sich dabei um Lösegeld handelt, oder doch etwas anderes auf den Leser wartet. Eine Sache, die das Buch ausmacht – man kann sich niemals sicher sein. Zwar erscheint auf den ersten Blick vielleicht alles logisch, aber das kann sich nach wenigen Seiten schnell wieder geändert haben und so baut sich eine Spannung auf, die einen dazu bringt, schnell zu lesen, um zu erforschen, ob die eigenen Vermutungen richtig waren, oder nicht. Alle Vorkommnisse sind realistisch und durchaus nachvollziehbar beschrieben, was einen nur noch mehr dazu bringt, bei der Geschichte zu bleiben.

Mit den einzelnen Personen wird man relativ schnell warm, kann sich gut in sie hineindenken, wenn sie auch an einigen Stellen etwas zu abgebrüht wirken. Die Polizei spielt eine wichtige Rolle im Buch, sie wird jetzt nicht gerade vorteilhaft beschrieben, zumindest nicht für ihren Berufsstand, aber ihre Handlungen und manche Aussprüche sind durchaus amüsant, so dass sie einen schnell auf ihre Seite ziehen.

Der Schreibstil macht einen Großteil des Buches aus, durch ihn lebt die Geschichte. Er ist locker, flüssig und leicht zu lesen, fesselt einen aber auch so sehr, dass man einfach immer dranbleibt, die Geschichte aufmerksam und mit einem gewissen Herzklopfen verfolgt.

Kleiner, mini, Kritikpunkt: Es gibt eine Liebesgeschichte, eine, die nicht wirklich hätte sein müssen, zumindest in meinen Augen, hat sie sich einfach zu rasant entwickelt und wirkte ein bisschen gekünstelt.

Fazit:
Spannend, witzig, realistisch und fesselnd – ein Buch was all diese Eigenschaften vereint und dadurch absolut überzeugt.

2 Gedanken zu “Jackpot – Wer träumt, verliert

  1. Ich sehe schon, uns geht es mit dem Buch ganz ähnlich. Ich fand es auch richtig spannend und habe es an einem Abend gelesen, der Schreibstil zieht echt mit. Und wirklich toll ist, dass man sich nie sicher sein kann!
    Grüße von der Tintenelfe

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