Du und ich

Titel: Du und Ich
Originaltitel: Io e te
Autor: Niccolò Ammaniti
Genre: Belletristik
Seiten: 160
Verlag: Piper Verlag
ISBN-10: 3492055044
ISBN-13: 978-3492055048

Erste Sätze:
„Kaffee?“
Eine Kellnerin wirft mir über ihr Brillengestell einen prüfenden Blick zu. In der Hand hat sie eine silberne Thermoskanne.

Klappentext:
Erst mit vierzehn lernt Lorenzo seine Halbschwester Olivia richtig kennen.
Sieben Jahre älter, schön, drogensüchtig. Auf der Suche nach einem Platz zum Schlafen spürt sie ihn im Keller des Palazzos seiner Eltern auf. Zum ersten Mal in seinem Leben kann Lorenzo sich nicht mehr aus allem heraushalten. Er muss sich entscheiden, ob er Olivia helfen will. Eine Begegnung, die ihn befreien wird…
Anrührend , komisch und traurig zugleich – diese kurze Geschichte vom Erwachsenwerden hat es in sich!

Inhalt:
Der 14-jährige Lorenzo verhält sich nicht unbedingt, wie es Kinder in seinen Alter tun sollten. Er scheut Freundschaften und hasst nahezu alle Menschen. Seine Eltern sind verzweifelt, gehen mit ihm zum Psychiater, sind aber mit dessen Diagnose – narzisstische Persönlichkeit – absolut nicht einverstanden. Derweil versucht Lorenzo alles Mögliche zu tun, damit er nicht auffällt, er versucht sie an die Gegebenheiten um sich so gut es geht anzupassen.

Eines Tages bekommt er mit, wie sich einige Klassenkameraden für ein Skiwochenende verabreden und in ihm wächst der Wünsch, daran teilnehmen zu können, so dass er seiner Mutter erzählt, er wäre dazu eingeladen worden. Außer sich vor Freude, dass ihr Sohn endlich soziale Kontakte hat, gibt es für Lorenzo kein zurück mehr. Eingeladen ist er nicht, doch für eine Woche muss er verschwinden. Seine Idee: Sich im dem hauseigenen Keller zu verstecken, damit seine Eltern denken, er ist tatsächlich auf Skiurlaub. Alles ist gemütlich eingerichtet und könnte nicht besser sein, als unangekündigter Besuch auftaucht. Lorenzos ältere, drogensüchtige Halbschwester trifft auf den Jungen und bleibt einige Zeit bei ihm. Gemeinsam „eingeschlossen“ in einem Kellerabteil, wird es für die beiden eine Zeit, die sich in ihre Erinnerungen eingraben wird.

Meine Meinung:
Es fällt schwer, etwas über ein 160 Seiten Buch zu sagen, ohne zu viel zu verraten. Lorenzo ist ein ziemlich seltsamer Junge, seine Verhaltensweisen sind sehr speziell, aber ziemlich charakterlos geschildert. Seinen Hass gegenüber den Menschen kann man zwar noch durch die Zeilen herauslesen, alles andere an Gefühlen bleibt leider im Verborgenen. Besonders die von Gefühlen während der Begegnung mit seiner Halbschwester bleiben farblos. Es wäre jetzt nicht so, dass man aus der Geschichte einen tieferen Sinn lesen könnte. Tragisch ist sie, keine Frage, aber nicht so, dass es der Leser verspüren würde, für ihn bleibt das Geschriebene nur an der Oberfläche und wirkt nicht tiefer, was zusätzlich daran liegen mag, das die Charaktere sehr distanziert wirken.

Die Geschichte lässt sich flüssig lesen, der Schreibstil ist nicht sonderlich ausgefeilt, dass es ein großer Aufwand wäre, durch das kleine Büchlein zu kommen, die Frage ist nur nach dem Nutzen. Der Schreibstil ist locker, aber nichts Besonders, die Geschichte ist oberflächlich und unausgereift, gut und gerne hätte das Buch ein paar mehr Seiten vertragen können, so dass ich feststelle, „Du undIch“ ist kein Buch, was man jetzt unbedingt lesen muss.

Fazit:
Oberflächlich und ohne Tiefen, bleibt das Buch nicht Erinnerung und kann mit keine Besonderheiten auffahren. Für ein kurzfristiges Lesevergnügen ganz ok.

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