Der beste Tag meines Lebens


Titel:
Der beste Tag meines Lebens
Originaltitel: Colin Fischer
Autor: Ashley Miller, Zack Stentz
Genre: Belletristik
Seiten: 244 Seiten
Verlag: Droemer Knaur
ISBN-10: 3426226286
ISBN-13: 978-3426226285

Erste Sätze:
Auf dem offenen Meer schwimmen Fische oft in Schwärmen. Dabei handelt es sich um eine arttypische Strategie zur Futtersuche oder zum Schutz vor Raubfischen. In den Gewässern vor den Galapagosinseln existiert jedoch ein Fischschwarm, der einzigartig auf der ganzen Welt ist…

Klappentext:
Colin Fischer ist nicht wie andere Jungen in seinem Alter. Er hat das Asperger-Syndrom: Gesichter lesen, Stimmungen erkennen, Gefühle begreifen – all das ist ihm ein großes Geheimnis. Doch dann wird einer seiner Mitschüler eines Verbrechens beschuldigt. Mit seiner unvergleichlichen Logik und seinem unbestechlichen Blick auf andere Menschen macht sich Colin daran, den Fall aufzuklären …

Inhalt:
Der 14-jährige Colin Fischer leidet am Asperger-Syndrom, einer leichten Form des Autismus. Für ihn herrscht die Logik, alles muss erklärbar sein und seine Ordnung haben. Er ist hochbegabt, doch durch seine Erkrankung fällt es ihm schwer, soziale Situationen richtig einzuschätzen. Gefühle von anderen kann er nicht eindeutig erkennen, damit er sich in der komplizierten Welt zurecht findet, hat er sich eine Tabelle mit Gesichtsausdrücken erstellt, an welcher er versucht immer abzulesen, wie es dem gegenüber gerade geht. Zudem kann er es nicht ertragen, von anderen plötzlich und spontan angefasst zu werden.
Eines Tages passiert in der Highschool, welcher er erst seit wenigen Tagen besucht, ein Verbrechen – eine Waffe wird abgeschossen, doch wer der Täter ist, scheint unaufklärbar. Colin aber gibt sich den Spuren hin, nicht nur weil er ein Verehrer von Sherlock Holmes ist, sondern auch aus dem Grund, dass die Wahrheit einfach ans Tageslicht kommen muss, der Vorgang erklärbar sein muss. Ein nicht ganz ungefährliches Unternehmen für den Jungen, doch gegen alle Widrigkeiten macht er sich auf, den Fall zu lösen.

Meine Meinung:
Das Buch beginnt damit, dass Colin seinen ersten Tag auf der Highschool hat. Kein leichtes Unterfangen, sind neue soziale Situationen doch immer eine Ausnahmesituation für ihn, zusätzlich fällt er auch gleich einem Rowdy in die Hände, was nur noch mehr Schwierigkeiten bedeutet. Das Asperger-Syndrom findet sich wunderbar und aufrichtig in jeder Situation wieder. Man erlebt, wie Colins Welt voller Nüchternheit und Logik zu funktionieren scheint, auch seine Detailverliebtheit findet Platz, indem das Autorenduo Fußnoten verwendet, in denen man als Leser interessantes Wissen vermittelt bekommt. Es reiht sich einfach in die Geschichte ein und wirkt wie selbstverständlich, dass es im Buch aufgenommen wurde.

Ein bisschen hat Colin mich an Adrian Monk, aus der Fernsehserie, erinnert. Natürlich leidet dieser an Zwängen, doch seine sozialen Fähigkeiten, sein Nichtkennen von Sarkasmus und der Drang zur Ermittlung in einem Kriminalfall hat mich doch Ähnlichkeiten sehen lassen, obwohl der Junge sich natürlich mit anderen Widrigkeiten herumschlagen muss, als der ehemalige Polizist.

Neben dem Kriminalfall und dem Leben von Colin, spielt aber auch das Familienleben der Fischers eine zentrale Rolle. Besonders gut dargestellt fand ich den jüngeren Bruder, der manchmal zum Ausdruck bringt, wie sehr er es manchmal hasst, dass für Colin immer eine Extrawurst gemacht wird, nur damit er sich wohl fühlt. Sicherlich ist im klar, dass sein großer Bruder an einer Krankheit leidet und doch kommt manchmal die Eifersucht durch, weil er eben in manchen Situationen anders behandelt wird. Für mich war es ein sehr wichtiger Teil im Buch, um eben auch das Leben der Angehörigen besser zum Ausdruck zu bringen.

Obwohl es Colin selbst schwer fällt, sich auf Menschen einzulassen, schafft er es schon nach wenigen Seiten, sich ins Herz des Lesers zu spielen. Man verfällt einfach diesen liebenswerten Jungen, der eben seine Eigenheiten hat, die ihn allerdings nur noch sympathischer und authentischer machen.

Das Ende schreit förmlich nach einer Fortsetzung, es ist zwar in sich abgeschlossen und doch in einem Punkt offen gehalten, dass es genug Stoff für einen zweiten Teil gibt und ich bete darum, dass es wirklich einen geben wird.

Fazit:
Ein großartiges Buch, mit einem überzeugen und liebenswerten Hauptdarsteller, denn man nach wenigen Seiten schon verfallen ist. Ein wichtiges Thema des Buches bildet das Asperger-Syndrom, welches eindrucksvoll beschrieben und gut recherchiert wurde.

Danke für das Rezensionsexemplar an den Droemer Knaur Verlag!

Ein Gedanke zu “Der beste Tag meines Lebens

  1. […] eigentliches Problem mit dem Buch:  in meinem Kopf findet ständig der Vergleich zu „Der beste Tag meines Lebens“ von Ashley Miller und Zack Stentz statt. Beide Bücher beinhalten nahezu das gleiche Thema: Junge mit Asperger versucht Kriminalfall […]

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