Ahses – Brennendes Herz


Titel: Ahses – Brennendes Herz
Originaltitel: Ashes
Autor: Ilsa J. Bick
Genre: Jugendbuch ab 14 Jahren
Seiten: 502Seiten
Verlag: Egmont – Ink Verlag
ISBN-10: 386396005X
ISBN-13: 978-3863960056

Erste Sätze:
„Wo bist du?“, wollte Tante Hannah wissen, kaum dass Alex auf die Sprechtaste gedrückt hatte. „Was denkst du dir denn eigentlich dabei?“ „Ich habe gerade die Grenze von Michigan passiert.“ Alex beschloss, lieber auf die einfachere Frage einzugehen.

Klappentext:
Wie weit würdest du gehen, um deine Liebe zu retten?

Er blickte zu ihr hinab. Zarte, makellose Schneekristalle legten sich auf sein Haar. „Meinst du das ernst?“ Sie waren einander so nahe, dass sie das Pulsieren seiner Halsschlagader sah. „Ja“, antwortete sie, „das meine ich ernst.“ „Dann möchte ich, dass du mir etwas versprichst“, sagte er. Alex‘ Herz begann laut und heftig zu pochen. „Was?“ „Falls ich mich verändere“, begann Tom, „versprich mir, dass du mich umbringst.“

Inhalt:
Die 17-jährige Alex weiß, dass ihr Leben schneller vorbei sein könnte, als es ihr lieb wäre. In ihrem Kopf wuchert ein Tumor, trotz zweijähriger Chemotherapie und Medikamenten ließ sich keine Besserung erreichen. Hoffnungslos beschließt sie, die ganzen Therapien hinter sich zu lassen und eine Wanderung in einem Naturschutzgebiet zu unternehmen, zum Gedanken sortieren. In diesem Wald trifft sie auf Ellie und ihren Großvater, die dort auch eine Wanderung unternehmen. Wenig später, nach dem Treffen, geht eine Druckwelle über das Gebiet nieder, die bei Alex einen schier unerträglichen Schmerz in ihrem Kopf auslöst, aber nicht nur sie bekommt die Auswirkungen zu spüren. Ellies Großvater fällt tot um, einfach so, ohne jegliche plausible Erklärung und auch die Tiere spielen verrückt.
Nach der Druckwelle beruhig sich alles langsam wieder, doch hat Alex jetzt die Verantwortung für die kleine Ellie und nur ein Ziel: sich und das Mädchen in Sicherheit zu bringen. Auf ihren Weg durch den Wald werden ihr aber erst die ganzen Auswirkungen der Druckwelle bewusst, stößt sie doch dort auf unheimliche Gegebenheiten, die ihr aufzeigen, dass es Sicherheit in herkömmlichen Sinn nicht mehr gibt.
Eine Katastrophe nimmt ihren Lauf…

Meine Meinung:
Nachdem ich schon viele Rezensionen zu diesem Buch gelesen hatte, stelle ich mir vor, eine nervenaufreibende, furchtbar spannende und grausame Geschichte präsentiert zu bekommen. Spannend ist sie, keine Frage, aber besonders grausam ist sie in meinen Augen nicht. Natürlich gibt es die eine oder andere Szene, wo man sich an einen Horrorfilm erinnert fühlt, aber es ist nicht so, dass das Buch nur von Gewalt dominiert wird. Es ist mehr so, dass es wohldosiert wurde und sich durchaus in einen annehmbaren Rahmen hält.
Ob die Geschichte nervenaufreibend ist, fällt mir ein wenig schwer zu beurteilen. Natürlich ist es spannend zu lesen, wie Alex sich durch den Wald schlägt, weil man mit ihr fühlt und immer hofft, dass sie einen Ausweg für sich und Ellie findet, aber wirklich richtig gefesselt hat mich das Ganze nicht. Später als die „Zombiemenschen“ auf den Bildschirm treten und auch die verwilderten Hunde, bekommt alles ein wenig Dynamik, aber immer noch nicht so, dass es mich komplett überzeugt hätte.

Was mir gut gefallen hat, waren die Reaktionen der Menschen auf die Katastrophe. Es zeigt, wie sich die Menschen gegen einen vermeintlich gemeinsamen Feind verbünden, obwohl nicht alles Feind ist, was nur danach aussieht. Es zeigt, wie gefährliches es wird, wenn man in ein bestimmtes Raster fällt, das Feindbild wiedergibt, obwohl man selbst nichts gemacht hat.

In diesem ganzen Horrorszenario kommt es zu einer, sagen wir, Liebesgeschichte. Anfangs war ich ein wenig skeptisch, Liebe, wenn gerade die Welt vor der kompletten Vernichtung steht – muss das? Allerdings, es muss. Sicherlich spielen Gefühle eine große Rolle, aber sie passen sich der Geschichte an, sind niemals zu überzeichnet, oder unglaubwürdig, eher fügen sie sich gut in das Bild ein, wobei, etwas später in der Geschichte wird es doch zu überzogen. Ohne viel verraten zu wollen, aber in der größten Not, sich wieder einer „neuen“ Liebe hingeben, sich scheinbar machtlos gegenüber seinem Gefühl zu geben, war doch ein bisschen zu viel des Guten.

Der Schreibstil ist entscheidend für das Buch, er ist so einnehmend, dass man trotzdem, obwohl die Geschichte selbst nicht sonderlich fesselnd ist, einfach dranbleibt, um zu erfahren, wie es mit Alex weitergeht. Das Ende ist offen, schließt nicht ab und geht im zweiten Teil „Ashes – Tödliche Schatten“ weiter.

Fazit:
Gute Geschichte, die es leider nicht vermag, einen zu fesseln. Obwohl nicht vollkommen überzeugend, macht das Buch neugierig auf Teil zwei, weil durchaus Potenzial für eine spannende Trilogie vorhanden ist.

2 Gedanken zu “Ahses – Brennendes Herz

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