Legend 01 – Fallender Himmel


Titel: Legend 01 – Fallender Himmel
Originaltitel: Legend
Autor: Marie Lu
Genre: Jugendbuch ab 14 Jahren
Seiten: 363 Seiten
Verlag: Loewe Verlag
ISBN-10: 3785573944
ISBN-13: 978-3785573945

Erste Sätze:
Meine Mutter glaubt, dass ich tot bin.
Wie man sieht, bin ich nicht tot, aber es ist sicherer, sie in dem Glauben zu lassen.
Mindestens einmal pro Monat sehe ich mein Fahndungsfoto auf einem der JumboTrons, die über die ganze Innenstadt von Los Angeles verteilt sind. Es wirkt da oben immer völlig fehl am Platz.

Klappentext:
Ich werde dich finden. Ich werde die Straßen von Los Angeles nach dir durchkämmen. Jede Straße der Republik, wenn es sein muss. Ich werde dich in die Irre führen und überlisten, ich werde lügen, betrügen und stehlen, um dich zu finden, dich aus deinem Versteck locken und dich jagen, bis es keinen Ort mehr gibt, an den du fliehen kannst. Das verspreche ich dir: Dein Leben gehört mir.

Eine Welt der Unterdrückung. Rachegefühle, die durch falsche Anschuldigungen genährt werden. Und Hass, dem eine grenzenlose Liebe entgegentritt. Dies ist die Geschichte von Day und June. Getrennt sind sie erbitterte Gegner, aber zusammen sind sie eine Legende!

Inhalt:
Im vom Krieg zerstörten Amerika, leben der 15-jährige Day und die gleichaltrige June  in L.A. und könnten nicht unterschiedlicher sein. Day, einer der meist gesuchten Verbrecher der Republik, macht die Straßen unsicher und versucht mit allen Mitteln für seine Familie heimlich zu sorgen, wobei seine Mutter davon nichts weiß, nimmt sie doch an, ihr Sohn wäre tot. Als sein Bruder an einer gefährlichen Krankheit, durch eine Seuche ausgelöst, erkrankt, schmiedet er einen Plan, wie er an die benötigten Medikamenten kommen könnte, als er ihn in die Tat umsetzt, läuft jedoch alles aus dem Ruder.
Neben ihm gibt es noch June, die mit ihrem Bruder im eher wohlhabenden Teil von L.A. wohnt. Sie ist Schülerin an der besten Militärakademie des ganzen Landes und gehört zu den jüngsten, die diese besuchen. Days Plan an Medikamente für seinen Bruder zu kommen, stellt auch Junes Leben auf den Kopf. Jemand stirbt und Rache wird geschworen. Es entsteht ein Katz und Mausspiel zwischen den Beiden, obwohl sie sich näher sind, als sie beide annehmen.

Meine Meinung:
Die Werbung zu diesem Buch dürfte vermutlich niemanden entgangen sein und die Erwartungen waren hoch, beinahe übernatürlich groß und ich muss sagen, für mich hat sich nicht alles erfüllt. „Legend“ ist ein gutes Buch, keine Frage, aber herausragend fand ich es persönlich jetzt nicht. Besonders gefehlt hat mir der Spannungsbogen, es plätschert die ganze Geschichte so vor sich hin, es geht auch alles schön Hand in Hand, nur Besonderheiten konnte ich nicht ausmachen, nichts, was mir die Geschichte in Erinnerung bleiben ließ, oder gar nach einen zweiten Teil verlangen würde.

Die Kapitel des Buches werden immer unterschiedlich einmal von Day, dann wieder von June erzählt, was die Dystopie schon einzigartig macht, weil ich diesen Schreibstil noch in keinem anderen Buch dieses Genres vorgefunden habe. Die Namen über den einzelnen Abschnitten geben darüber Auskunft, an wessen Seite man sich gerade befindet. Für ein Jugendbuch ist es leicht verständlich geschrieben und lässt sich zügig lesen, weil doch immer wieder etwas passiert, was einem an der Geschichte dranbleiben lässt. June und Day sind gut beschrieben, wobei mir von der Sympathie Day mehr zusagt, wobei June glaubhafter beschrieben ist.

Gefehlt hat mir eine Beschreibung der Republik, welche durch den Krieg entstanden ist. Scheinbar herrscht in Amerika ein neues System der Führung, nur in welchen Bereich und wie diese Regierung genau handelt, bleibt vollkommen im Dunklen. Ich habe die Hoffnung, dass alles ein bisschen mehr im zweiten Teil geklärt wird, für jetzt war die Autorin einfach viel zu sparsam mit den Hintergründen, weil man kann sich bis jetzt einfach kein wirkliches Bild vom Leben in dieser Republik machen.

Es gibt auch eine Liebesgeschichte im Buch, obwohl, von Liebe davon zu reden wäre vermutlich übertrieben. Es sind ein paar Gefühle vorhanden, aber wirklich ausgelebt werden sie nicht, weil alle von anderen Sorgen belastet sind und keinerlei Kopf für die Liebe habe. Klasse gemacht, ich finde viele Liebesgeschichte in Dystopien sowieso übertrieben, da finden Menschen zusammen, während die Welt nebenher untergeht. Ziemlich unglaubwürdig, aber in „Legend“ gut gemacht,  wobei ich mir denke, dass man in den nächsten Teil doch ein bisschen mehr Liebe bekommen wird.

Fazit:
Ein guter Auftakt einer Trilogie, die hoffen lässt. „Legend“ hat Schwächen und strahlt noch kein Suchtpotenzial aus, doch es wird interessant zu sehen, wie sich die Welt um Day und June weiterentwickelt.

 

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