Das Glücksprojekt – gescheitert

Projekt Glück ist gescheitert!

Eine Woche war es mir möglich, nur nette Bücher zu lesen, allerdings waren diese Tage alles andere als nett. 2 Bücher gelesen (sternhagelglücklich und Mettwurst ist kein Smoothie), welche ganz unterhaltsam und informativ waren, danach versuchte ich es weiter und jetzt kommt der Punkt: egal welches Buch ich angefangen hatte, es war furchtbar, zur Übersicht:

Oh.mein. Gott. – Meg Rosoff
In der Geschichte des Blogs wird es vermutlich das erste Buch sein, was nur einen einzigen Stern bekommt – furchtbar. Beendet, weil nur 240 Seiten „dick“.

Schicksal – S.J. Browne
Keine Ahnung wo der Witz in diesem Buch liegt – auf den ersten 80 Seiten ließ er sich nicht finden und dann wollte ich auch irgendwann nicht mehr weitersuchen.

Die Chefin verzichtet – Max Goldt
Beim Lesen hatte ich ständig das Gefühl, der Autor spricht auf den Leser herab, gibt sich oberlehrerhaft. Nach 56 Seiten ausgestiegen.

Vom Verzehr wird Abgeraten – Hans-Ulrich Grimm
Sicherlich ein sehr empfehlenswertes Sachbuch, aber die erste 34 Seiten sind von Fachbegriffen dermaßen verstopft, dass ich es erst einmal zur Seite gelegt habe.

Der wunde Punkt – Mark Haddon
Fängt wirklich nett an, bleibt es vermutlich auch, aber nach der Reihe abgebrochener Bücher, brauchte ich Trostlosigkeit und keinen Humor.

Er ist wieder da – Timur Vermes
Nur ein bisschen hineingelesen, nicht wirklich angekommen – auf den SUB zurückgelegt.

Es waren gar nicht die Bücher, die schlecht waren (bis auf Oh.mein.Gott. und Schicksal), sondern die allgemeine Situation, die mich nicht hineinfinden ließ in die einzelnen Geschichten – jedes Buch werde ich später nochmals versuchen zu lesen, weil sie diese Chance verdient haben.

Problem war einfach, egal welches Buch ich begann, da war immer eine tiefe Aggression vorhanden, die jeden Lesespaß schon zu Beginn beendet hatte.
Die Wut, dass ich nicht lesen darf, was ich lesen möchte, weil wie gesagt, fröhliche/sachliche Bücher lese ich nur alle heiligen Zeiten und dann einige nacheinander zu lesen, dass war dann doch zu viel.
Und deswegen habe ich mir überlegt, das Projekt zu beenden, weil wenn ich eines definitiv nicht bin, dann glücklicher. Durch diese Grundaggression, die dann irgendwann entstand, konnte sich in die positive Richtung gar nichts bewegen, so dass auch mein Schlaf, zwar nicht schlechter, aber jetzt auch nicht besser wurde.

Mir reicht die eine Woche Einblick, die ich erfahren habe, um feststellen zu können – ich bin nicht für Dauerfröhlichkeit geschaffen und brauche einfach die Trostlosigkeit in meinen Büchern, damit ich mich in der Welt wohlfühle.
Abbrechen tue ich das Projekt letztlich aber aus dem Grund, dass ich mir das Lesen nicht madig machen möchte, sondern – es ist mein Hobby, es soll mein Hobby bleiben, genau mit den Büchern, die ich liebe zu lesen und nicht mit solchen, zu denen ich mich zwingen muss, dass ist nicht der Sinn eines Hobbies und außerdem will ich nicht mehr so wütend sein, weil es blieb nicht nur bei den Büchern, sondern hat sich auch in den Alltag geschlichen, was schrecklich war, für mich und meinen Mitmenschen.

3 Gedanken zu “Das Glücksprojekt – gescheitert

  1. Max Goldt ist in der Tat auch nicht unbedingt zum Aufheitern gedacht. Diese Empfindung des Oberlehrerhaften hatte ich tatsächlich nie beim Lesen von Max Goldt, dementsprechend kann ich das schwer nachvollziehen. Meine aber, mir vorstellen zu können, was dich daran gestört hat. Wünsche dir etwas angenehmere Lektüre in Zukunft. (;

  2. Danke, danke, danke, Du sprichst mir aus dem Herzen! Wir hatten es ja auch schon davon, dass auch ich diese Trostlosigkeit in den Büchern brauche. DAS stärkt mich irgendwie, und nicht, dass ich immer und immer wieder lese, wie toll doch das Leben der anderen ist. Da krieg ich dann auch meist einen K***krampf! Wünsche Dir eine schöne, glückliche Woche mit der Lektüre, die Du Dir bewußt selber aussuchst!

    • Ach schön, dann weiß ich wenigstens, dass ich nicht ganz alleine mit meiner Vorliebe für Büchertrostlosigkeit bin, wie du richtig sagst, wer will schon immer Friede-Freude-Eierkuchen Geschichten lesen!

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