Der Genitiv ist dem Streber sein Sex


Titel: Der Genitiv ist dem Streber sein Sex
Autor: Markus Barth
Genre: Kurzgeschichten/Humor
Seiten: 208 Seiten
Verlag: rororo
ISBN-10: 3499255146
ISBN-13: 978-3499255144

Erste Sätze:
Erkenntnis Nummer eins: Mein Leben kommt hervorragend ohne mich zurecht. Die Miete wird automatisch abgebucht, Zeitschriften-Abos verlängern sich von alleine, mein Festplattenrecorder nimmt jede Folge „Boston Legal“ auf – alles ohne mich. Und jedes Jahr erfindet Apple ein neues Gerät, das eine der letzten Funktionen, die ich noch hatte (Karten lesen, Zugverbindungen finden, Musikstücke erkennen) automatisiert. Das ist es dann wohl, das Leben 2.0 – mein Leben ohne mich.

Klappentext:
Was für großartige Zeiten! Überall Smartphones, Einrichtungsshows, Wellnesstees. Für jedes Problem gibt es ein Internetportal, deine Joggingklamotten rennen fast von alleine, und beim Reden und Schreiben hilft Bastian Sick.
Also alles super?
Bestimmt. Aber bevor Markus Barth beruhigt die Füße hochlegt, hätte er noch ein paar Fragen: Warum haben die Versender von Spam unsere E-Mail-Adressen, aber kein Rechtschreibprogramm? Ist es okay, Fleisch von glücklichen Tieren zu essen, oder sollte man lieber die unglücklichen schlachten? Und warum fühlt sich dieses rundum verbesserte Leben 2.0 so gar nicht besser an als das Leben zuvor?

Kurzmeinung:
Zufällig bin ich in der Buchhandlung über das Buch gestolpert und mal ehrlich, angesprochen hat mich zuerst einmal der Titel, der letzlich auch ausschlaggebend für meinen Kauf war. Mario Barth kannte ich bis zu diesem Zeitpunkt noch überhaupt nicht und wollte mich deswegen einfach von seinen Humor überraschen lassen. Im Nachhinein betrachtet eine sehr gute Entscheidung.

In 46 Kurzgeschichten erklärt der Autor sein Leben 2.0. Ob es jetzt über die diktatorische Kaffeemaschine geht, über die etwas anderen Wünsche zur Geburt eines Kindes, der eigene digitale Geburtstag oder auch einfach nur die besten Methoden, um berühmt zu werden. Ein bisschen hat man die Vermutung, das Buch würde sich hauptsächlich um mediale Dinge drehen, was nicht ganz stimmt, eher geht es wieder um die alltäglichen Begebenheiten, die das Leben heutzutage beeinflussen.

Es gibt eigentlich keine Geschichte, bei der man nicht zumindest schmunzeln muss, sodass es eine fantastische Unterhaltung für zwischendurch ist. Das Buch hatte ich vor einem Jahr das erste Mal gelesen und habe es jetzt wieder zur Hand genommen, weil es niemals seine Wirkung verliert, besonders bleibt und dazu einlädt, es immer wieder zu lesen.

Fazit:
Der menschliche Alltag gewürzt mit einem einzigartigen Humor. Absolut empfehlenswert!

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