Margos Spuren


Titel: Margos Spuren
Originaltitel: Paper Towns
Autor: John Green
Genre: Jugendbuch ab 14 Jahren
Seiten: 336 Seiten
Verlag: Deutscher Taschenbuch Verlag
ISBN-10: 342362499X
ISBN-13: 978-3423624992

Erste Sätze:
Also, wie ich die Sache sehe, erlebt jeder irgendwann mal ein Wunder. Ich meine, es ist zwar unwahrscheinlich, dass ich vom Blitz getroffen werde oder einen Nobelpreis kriege, Diktator einer Inselstaats im Pazifik werde, an Ohrenkrebs sterbe oder mich spontan selbst entzünde. Aber wenn man alle unwahrscheinlichen Dinge, die passieren könnten, zusammennimmt, ist es wahrscheinlich, dass jedem von uns zumindest einmal etwas davon passiert.

Inhalt:
Seit der Kindheit kennen und mögen sich die Nachbarn Quentin und Margo. Gemeinsam erleben sie das ein oder andere Abenteuer zusammen, doch für Quentin wachsen sich die Gefühle aus, es ist immer mehr Liebe, die er für das Mädchen empfindet. Allerdings ist Margo ein Wildfang, der sich nicht bändigen lassen möchte, von niemanden. Die Freundschaft bleibt erhalten, doch der Kontakt ist nicht mehr so intensiv, wie er einmal war. Bis diese eine Nacht kommt, die, die das Leben von Quentin vollkommen auf den Kopf stellt. Ein, von Margo, geplanter Rachefeldzug beginnt, und am Ende der Nacht, fehlt von dem Mädchen jede Spur.
Margo ist schon öfters weggelaufen, ihre Eltern sind daher nicht so besorgt, doch Quentin will sie suchen, finden und erfahren, wer das Mädchen tatsächlich ist, welches er glaubte, eigentlich zu kennen, bis er feststellt, niemals wirklich etwas gewusst zu haben.

Meine Meinung:
Ein Mädchen verschwindet und scheinbar niemanden interessiert es. Sehr gespannt war ich auf die Entwicklung, die dieses Buch aufnehmen würde. Margo, die Rätsel liebt und jedes Mal eines zurückgelassen hat, wenn sie von zu Hause weggelaufen ist, hinterlässt auch dieses Mal eine Botschaften und endlich nimmt sie auch jemand wahr. Quentin macht sich auf die Suche nach Margo, folgt ihren Botschaften und erlebt dadurch eine einzigartige Reise.
Die Idee ist durchaus gelungen und auch an der Umsetzung kann ich nichts aussetzen, allerdings ist es tatsächlich so, dass ich feststellen musste, John Green kann schreiben, nur fehlt mir bei seinen Büchern die Fesselungsmomente.

„Margos Spuren“ ist keine Liebesgeschichte im herkömmlichen Sinn – sicherlich, Quentin ist verliebt, aber überdeckt wird alles eben davon, dass nach Margo gesucht wird. Man könnte zu diesem Buch Roadmovie sagen, in diese Kategorie passt es wohl am besten und auch wenn die Suche nach Margo interessant ist, so ist irgendwann doch der Punkt erreicht, wo alles ein wenig in die Absurdität abgleitet. Es scheint immer nur ein wiederholen der vorangegangen Situationen zu sein, auch wenn das Buch die Kurve letztlich noch kriegt, eine spannende Wandlung vornimmt, so gibt es im Mittelteil doch eine Durststrecke, die es zu überbrücken gilt.

Quentin ist der typische Junge von nebenan, den man ganz schnell ins Herz schließt und gerne begleitet. Margo hingegen ist da schon ein bisschen anders, sie ist facettenreich, so viel lässt sich erahnen, doch fand ich es nicht genügend herausgearbeitet, viel zu farblos bleibt der Charakter. In ständiger Erwartung, endlich mal tiefer blicken zu dürfen, war es nach dem Ende einfach nur eine Enttäuschung die sich in mir breit machte, weil es nichts interessantes an dem Mädchen zu entdecken gab.

Fazit:
Eine interessante Geschichte, deren Hauptcharakter allerdings leider ein wenig farblos bleibt. Es ist nicht der große Fesselungsroman, aber für Zwischendurch angenehm zu lesen.

Ein Gedanke zu “Margos Spuren

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