Netzgemüse


Titel: Netzgemüse
Autor: Haeusler Tanja & Johnny
Genre: Sachbuch
Seiten: 288 Seiten
Verlag: Goldmann Verlag
ISBN-10: 3442157439
ISBN-13: 978-3442157433

Erste Sätze:
Natürlich hatte ich, Johnny, mich freiwillig gemeldet, als beim Elternabend jemand gesucht wurde, der bei den Computerkursen für die vierten und fünften Klassen aushelfen könnte. Einmal pro Woche mit nur acht Kindern 45 Minuten lang ein bisschen am PC hantieren (aus Mangel an verfügbaren Rechnern wurde die Klassen für die Computerkurse in kleinere Gruppen aufgeteilt): Das konnte ja nicht so schwer sein.

Klappentext:
Keine Panik! Hier finden Sie alles, was Eltern brauchen, um sich bei den Themen Internet, Social Networks, Videospiele, Smartphones und Co. nicht mehr wie digitale Analphabeten zu fühlen. „Netzgemüse“ hilft Erziehenden, den Kulturraum Internet besser zu verstehen. Begleiten Sie die Kinder entspannt und mit Spaß auf ihrem Weg durch die Online-Welten.

Inhalt:
„Für unsere Kinder ist das Internet so natürlich wie Leitungswasser.“
(Tanja und Johnny Haeusler)
Diesen Satz kann man in der heutigen Zeit ohne großen Zweifel unterschreiben. Schon die Kleinsten flitzen durch das Internet, Videospiele sind Alltag und auch das Smartphone gehört immer und überall dazu. Wie sollten Eltern mit schier endlosem Medienzugang umgehen? Wo heißt es Grenzen setzen, die Zügel in die Hand nehmen und dem Kind die Verantwortung abzunehmen, wo allerdings die Selbstständigkeit lassen? Diese und andere Fragen versucht das Buch „Netzgemüse“ zu beantworten.

Meine Meinung:
Eine der wichtigsten Botschaften, die dieses Buch vermitteln möchte, ist: sprechen Sie mit Ihren Kindern! Damit wäre das Buch gut zusammengefasst, allerdings hat es noch ein paar mehr Seiten, die in Kapitel aufteilt wurden. Man schreitet mit den Autoren viele wichtige Internetphänomene ab, sei es jetzt Facebook oder YouTube, alles wird genauer unter die Lupe genommen, aber auch Videospiele und Smartphones finden ihren Platz. Es ist nicht immer nur der Umgang mit dem Internet, der thematisiert wird, sondern auch generell, welche Auswirkungen die neuen Medien auf Kinder haben.

Was ich gut fand, dass eben die Botschaft vermitteln wird, dass man mit seinem Kind, egal wie selbstverständlich Internet für es sein sollte, trotzdem über die Dinge spricht, die es dort erlebt und sieht. Sicherlich ist es immer eine Altersfrage und irgendwann merkt man als Eltern, dass man die Zügel locker lassen muss, was die Autoren auch selbst einsehen, aber ganz nebensächlich davon, ist es wirklich wichtig, immer im Kontakt mit dem Kind zu bleiben.

Allerdings gibt es dann auch die große Schwäche: in dem Buch ist nichts Neues. Wer Nachrichten sieht, sich manchmal ein Magazin schnappt, ein paar Erziehungsratgeberregeln liest oder der Gleichen, der wird aus dem Buch nicht mehr viel für sich holen können.  Wer selbst intensiver Internetnutzer ist, auch der wird sich eventuell ein bisschen gelangweilt fühlen, weil es doch eher Erklärungen für jemanden sind, der sich in der medialen Welt nicht so auskennt.
Für Einsteiger ist es sicherlich durchaus ein gutes Werk, um sich mal mit der Vielfältigkeit der angebotenen Medien auseinanderzusetzen.

Fazit:
Für Computer/Internetunwissende sicherlich ein gutes Buch, damit man seinen Kindern den richtigen Umgang mit den neuen Medien beibringt, für alle die ein gewisses Wissen schon mitbringt, ist es doch eher eine langweilige und zähe Sache.

Danke für das Rezensionsexemplar an den Goldmann Verlag!

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