Untot – Lauf, solange du noch kannst


Titel: Untot – Lauf, solange du noch kannst
Originaltitel: Undead
Autor: Kirsty McKay
Genre: Jugendbuch ab 14 Jahren
Seiten: 368 Seiten
Verlag: Carlsen (Chicken House)
ISBN-10: 3551520410
ISBN-13: 978-3551520418

Erste Sätze:
Ich möchte lieber sterben als alle noch mal wiedersehen. Und zwar einen schrecklichen Tod. Mit viel Blut und zerfetzen Körperteilen und so. Das ist mal glasklar.

Klappentext:
Mr Taylor reißt den Kopf nach oben. Er sieht uns. Dann stößt er ein langes Ächzen aus, streckt die Hände vor und kommt direkt auf den Bus zugewankt. Er wirkt … hungrig.

Inhalt:
Bobby befindet sich gerade auf Klassenfahrt, eigentlich auf der Rückfahrt des Ski Ausfluges, als der Bus eine Pause an einer kleinen Raststätte einlegt. Sie und ihr Klassenkamerad  Smitty bleiben im Bus, während alle anderen sich auf den Weg in ein Café machen.
Einige Zeit vergeht, bis plötzlich Alice, die Schulprinzessin, angerannt kommt und berichtet, dass alle tot seien. Ganz überraschend und ohne ein Anzeichen seien alle umgekippt, lägen jetzt im Café. Zuerst wollen sie ihren Worten keinen Glauben schenken, doch diese Toten, sie bleiben nicht tot, sondern erwachen und sind hungrig, sehr hungrig sogar – machen sich auf die Suche nach Frischfleisch. Für die drei beginnt ein Wettlauf auf Leben und Tod!

Meine Meinung:
Zombiebücher finde ich immer grenzwertig, weil es mir schwerfällt zu glauben, dass jemand durch geschriebene Worte wirklich die Ekelhaftigkeit und Bedrohung von ihnen vermitteln kann, weshalb ich mehr bei Serien über Zombies bleibe (The Walking Dead), doch was soll ich sagen, „Untot“  hält was der Klappentext verspricht: Blutig, witzig, schnell – ein echter Pageturner!

Die Hauptprotagonistin des Buches ist Bobby, die Außenseiterin der Schule, an deren Seite man gleich zu Anfang steht. Daneben gibt es noch Smitty, den mutigen Chaoten, Alice, die eingebildete Schulprinzessin und später stößt noch Pete dazu, der eigentlich am wenigstens hervorsticht, wenn aber, dann durch seine Besserwisserei. Unterschiedlicher könnten die Charaktere nicht sein und so gibt es eine gute und interessante Mischung ab, zwischen all den Horror den die Schüler erleben, findet sich immer wieder ein Witz in der Sache.

Zu Beginn war ich zwar der Überzeugung Bobby wäre ein Junge, aber irgendwann wird erwähnt, dass sie eigentlich Roberta heißt und danach fand ich mich ein bisschen besser in die Geschichte ein, da es doch ein paar Verwirrungen für mich gab. Gesagt sei aber, egal welcher Protagonist, sie sind sehr authentisch und schnell fühlt man mit ihnen mit, fiebert an ihrer Seite und möchte ihnen auch auf Grund ihrer manchmal offensichtlich Nativität einen Tritt geben. Alles in allen lebt aber das Buch durch seine Protagonisten, die auf ganzer Linie überzeugen.

Im Buch kommt schon das ein oder andere Klischee vor, aber ich finde es generell schwierig, auf den Zombiesektor das Rad neu zu erfinden. Es gibt einfach die Pfeiler, die in beinahe jeder Geschichte gleich sind, es kommt dann darauf an, wie der Autor alles verknüpft und Kirsty McKay macht etwas Besonderes daraus. Wie gesagt, es gibt bekanntes, was allerdings gut verpackt wird und sich zu einer actionreichen Geschichte entwickelt.

Obwohl ich keine Jugendliche mehr bin, hat mich das Buch gut unterhalten und mich wirklich in seinen Bann gezogen, die Spannung ging so weit, dass es irgendwann nicht mehr möglich war, „Untot – Lauf, solange du noch kannst“ aus der Hand zu legen, viel zu sehr wollte ich wissen, welches Ende die Geschichte nimmt. Die Entwicklungen sind unvorhersehbar und oft überraschend. Ein Zombieroman ist nicht immer nett, aber die Grausamkeiten bleiben im Rahmen, so dass ich die Altersempfehlung von 14 Jahren absolut unterschreiben kann.

Fazit:
Die Erwartungen waren hoch, vor allem wegen der großen Werbekampagne (http://untot-in-deutschland.de/) zu dem Buch, aber gesagt sei, für mich wurde alles sogar noch übertroffen. „Untot – Lauf, solange du noch kannst“ hat alles, was ein gutes Jugendbuch beinhalten sollte: Spannung, Witz, authentische Charaktere und jede Menge Überraschungen.

Danke für das Rezensionsexemplar an den Carlsen Verlag (Chicken House) !

4 Gedanken zu “Untot – Lauf, solange du noch kannst

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