[Film] Liebe

Liebe dt
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Titel: Liebe
Originaltitel: Amour
Laufzeit: 127 Minuten
Altersfreigabe: FSK 12
Regie: Michael Haneke
Drehbuch: Michael Haneke
Darsteller:
Jean-Louis Trintignant: Georges
Emmanuelle Riva: Anne

Inhalt:
Das Ehepaar Georges und Anne befindet sich in den Achtzigern, ist voller Lebensfreude und Glück darüber, dass sie noch einander haben. Eines Tages wird bei Anne eine Verengung der Halsschlagader festgestellt, was operativ behandelt werden muss. Bei der Operation kommt es zu einem folgenschweren Zwischenfall – Anne erleidet einen Schlaganfall. Von nun an ist sie halbseitig gelähmt, sitzt im Rollstuhl. Georges kümmert sich aufopferungsvoll um seine Gattin, doch ihr Zustand verschlechtert sich, von Tag zu Tag baut sie mehr ab. Trotz seiner Bemühungen schafft es Georges nicht mehr alleine, sich um Anne zu kümmern, es werden zwei Pflegekräfte eingestellt, die ihn unterstützen. Es bleibt ihm nichts anderes übrig, als seiner Frau so gut es geht beizustehen, solange, bis es ihn die letzte Kraft raubt.

Meine Meinung:
Der Film beginnt damit, dass die Feuerwehr eine Wohnung in einem Mehrfamilienhaus aufbricht und dort auf die Leiche einer Frau stößt. Mit Blumen geschmückt, liegt sie aufgebahrt in einem Bett.
Rückwirkend wird erzählt, wie es zu dieser Situation kam. Man verlässt diese Szene und findet sich am eigentlichen Anfang der Geschichte ein.
Es folgt ein Einblick in den Alltag des Ehepaares, welcher durch seine Einfachheit und Stille besticht, doch diese Stille zerbricht schon bald. Nach dem Schlaganfall von Anne ändert sich die Welt des Paares. Anne, noch bei vollkommenen geistigen Kräften hadert mit ihren Schicksal, gibt sich den Gedanken an den Tod hin, während Georges sich mit allen Kräften um seinen Frau kümmert, allerdings auch immer wieder mal in Tagträume abdriftet und an die Zeit vor den Anfall denkt.

Liebe franz
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Was in dem Film eindeutig besticht, ist die Tatsache, dass die kleinsten  Handlungen in einen intensiven Rahmen gebracht werden. Sei es jetzt, das Anne mit ihrem Rollstuhl umgehen lernt, oder aber die Versorgung durch Georges, welches beim Essen kleinschneiden beginnt und weiter bis zur Hilfe beim Toilettengang geht. Diese Situationen werden drängend und bedrückend gezeigt, so dass bei mir ganz oft die Tränen kamen, einfach weil diese Szenen solch einen Schrecken ausstrahlten, allerdings auch viel Liebe zeigten, was dazu führt, dass eine Beklemmung im Herzen einsetzt.

Kritikpunkt für mich war, dass Anne und Georges ziemlich kühl, untereinander distanziert wirken. Man könnte es jetzt einfach als Charaktereigenschaft der Beiden sehen, aber irgendwie hätte mir mehr Liebe, mehr Gefühl in der Beziehung, besser gefallen, so fehlt einfach irgendwie das Miteinander untereinander. Es ist allerdings auch so, dass ich glaube, beide sind nicht gerade große Gefühlsmenschen, mehr von Haus aus eher kühler, allerdings hätte mir eben ein anderer Charaktertyp mehr zugesagt.

Das Ende lässt viel Interpretationsfreiraum, viel will ich dazu nicht sagen, aber der Film lässt nicht so schnell los, da bleibt ein Kloss im Hals, eine Beklemmung in der Brust und ganz viele Gedanken im Kopf.

Fazit:
Eindringlich wird das Thema Alter, sowie Liebe und Beziehung beschrieben. Noch lange nach dem Kinobesuch wird man an den Film denken und sich in Gedanken an Anne und Georges verlieren.

dfghjk
Buchinformationen:
Titel: Liebe: Das Buch: Das Buch zum Film [Taschenbuch]
Autor: Michael Haneke
Genre: Roman
Seiten: 208 Seiten
Verlag: Hanser Berlin
ISBN-10: 3446240276
ISBN-13: 978-3446240278

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