Pandemonium

Pandemonium
Titel: Pandemonium
Originaltitel: Pandemonium
Autor: Lauren Oliver
Genre: Jugendbuch ab 14 Jahren
Seiten: 400 Seiten
Verlag: Carlsen Verlag
ISBN-10: 355158284X
ISBN-13: 978-3551582843

—Ab hier bitte nur weiterlesen, wenn ihr den ersten Teil „Delirium” schon gelesen habt!—

Erste Sätze:
Alex und ich liegen nebeneinander auf einer Decke im Garten der Brooks Street 37. Die Bäume wirken höher und dunkler als sonst. Die Blätter sind beinahe schwarz und so eng miteinander verwoben, dass sie den Himmel verdecken.

Klappentext:
„Wie bist du rübergekommen?“
„Ich war… ich war nicht allein“, sage ich, „also, eigentlich war es nicht geplant, dass ich allein gehe.“
„Das heißt, du warst mit jemanden anderem zusammen?“ Das Mädchen sieht mich erneut durchdringend an, ihre Augen sind fast so dunkel wie ihre Haare. „Mit einer Freundin?“ Ich weiß nicht, wie ich sie verbessern soll. Mit einem Freund. Meinem Freund. Meinem Geliebten. Das Wort ist mir immer noch fremd und es kommt mir beinahe verwerflich vor, daher schweige ich.
„Was ist passiert?“, fragt sie, etwas sanfter jetzt.
„Er… er hat es nicht geschafft.“

Inhalt:
Lena lebt in einer Welt, in der Liebe als Krankheit angesehen wird, begibt sich dadurch in Gefahr, dass sie sich eben verliebt hat. Alex und ihr wird klar, dass sie nur zusammen sein können, wenn sie zu den Invaliden flüchten, einer Gruppe von Menschen, die Rebellen gegen das System sind und Lieben eben nicht als krankhaft bezeichnen. Zusammen flüchten sie, doch es geht etwas schief und nur Lena schafft es zu den Invaliden. Der Verlust von Alex wiegt schwer, doch sie kann sich mühselig in das Leben zurückkämpfen. Unter einer falschen Identität lebt sie in New York und arbeitet im Untergrund. Ihr Ziel besteht darin, Julian, den Sohn des größten Befürworter des Eingriffes zur Heilung von Liebe, zu beschatten. Während einer Versammlung der VDFA, Vereinigung für ein Deliria-freies Amerika, kommt es zu einem Aufstand anderer Invaliden. Lena behält Julian zwar im Auge, wodurch ihr Leben aber selbst in riesige Gefahr gerät.

Meine Meinung:
Der zweite Teil der Amor- Trilogie knüpft nahtlos an den ersten Teil an. Der Leser fühlt sich gleich wieder in die Welt hineingezogen, kann sich durch kurze Rückblenden schnell wieder einleben, ohne große Startschwierigkeiten.

Erzählt wird die Geschichte wieder aus der Sicht von Lena, an deren Seite man sich zu Anfang in der Wildnis bewegt und sie zusammen mit den Invaliden, um ihr Leben kämpfen sieht, erst später bekommt sie den Auftrag, Julian zu observieren.  Wobei zu sagen wäre, dass das Buch jetzt durchgehend mehr Spannung enthält, als es im ersten Teil der Fall war. Der Erzählstil, die Kapitel wechseln zwischen „damals“ und „jetzt“. Sprich, das Leben in der Wildnis wird aufgerollt, ihr Leben mit den Invaliden, was als damals gekennzeichnet ist und jetzt bedeutet das Leben in New York. Es ist zwar nicht ganz leicht, sich in diesen Wechsel einzufinden, aber nach einiger Zeit hat man den Dreh heraus.

Anders als im ersten Teil fand ich, dass die Charaktere dieses Mal besser ausgearbeitet und ansprechender sind. Ganz gleich wo man sich befindet, es ist immer jemand dabei, der einem gleich zusagt, mit dem man mitfühlt und in dessen Gedanken man versinken möchte. Lena selbst bleibt allerdings doch ziemlich kühl und distanziert.

So funktioniert Hass. Er nährt dich und bringt dich gleichzeitig zum Absterben.
Er ist hart und tief und kantig, ein System aus Blockaden. Er ist allumfassend.
Hass ist ein hoher Turm. In der Wildnis fange ich an zu bauen und zu klettern. (Seite 160)

Liebe, die Krankheit selbst, ist in diesem Buch natürlich wieder das übergreifende Thema, allerdings bleibt eine reine Liebesgeschichte nicht aus, es war ein wenig unpassend, zumindest fühlte es sich für mich so an, aber in das Buch, in die Handlung, hat sie sich doch gut eingearbeitet, so dass es kein störendes Element war, wenn allerdings ein seltsames.

Das Ende hält eine große Überraschung bereit, wobei sich die Autorin an einem Dystopie Element hält, was doch schon sehr abgegriffen ist, es vermutlich einfach darauf ankommt, wie es letztlich im dritten und letzten Teil der Serie verarbeitet wird, es bleibt einfach abzuwarten wie die Umsetzung erfolgt.

Fazit:
Noch spannender und rasant wie der erste Teil, bleibt abzuwarten, wie der letzte Teil umgesetzt wird, gewiss ist nur, dass man ihn lesen möchte.

Reihenfolge der Amour – Trilogie:
1. Delirium
2. Pandemonium
3. Requiem (noch nicht erschienen)
fhkgk

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