Survive

Survive

Titel: Survive
Originaltitel: Survive
Autor: Alex Morel
Genre: Jugendbuch ab 14 Jahren
Seiten: 256 Seiten
Verlag: Egmont INK
ISBN-10: 3863960475
ISBN-13: 978-3863960476

Erste Sätze:
Es ist zehn vor zehn. Normalerweise wäre ich jetzt damit beschäftigt, mit einen Stuhl für die Gruppensitzung zu sichern. Um solche Sachen dreht sich der Tag für einen in einer Anstalt wie Life House. Und in gewisser Weise ist das auch gut so. Bei den Gruppensitzungen besteht die besondere Herausforderung darin, einen Platz zu finden, der so weit wie möglich von Old Doc entfernt ist, ohne aber zu nah bei Big Stinker zu sitzen, unter Insidern auch bekannt als BS.

Klappentext:
Wie durch ein Wunder überleben Jane und Paul als Einzige einen Flugzeugabsturz mitten in den Rocky Mountains. Ironie des Schicksals – genau für diesen Tag hatte Jane ihren Selbstmord geplant. Gemeinsam schlagen sich die beiden Teenager durch die eisige Wildnis, und dabei erkennt Jane zum ersten Mal seit Langem: Sie will leben. Das ist vor allem Paul zu verdanken, der das Beste aus ihr herausholt. Nie zuvor hat Jane so etwas für jemanden empfunden, und für diese unverhoffte Liebe wächst sie über sich selbst hinaus…

Inhalt:
Nach einem Suizidversuch befindet sich die siebzehnjährige Jane Solis im Life House, einer Klink für Jugendliche. Dort soll sie lernen, ihre Problem zu überwinden, doch ihre Gedanken sind ständig bei ihrem Vater, der sich ebenfalls das Leben genommen hat, irgendwie eine Verbindung zu ihn suchend, überlegt sie, wie sie sterben kann.

Zu Weihnachten soll Jane zu ihrer Mutter fliegen und dieser erste Ausflug ist für sie auch die Gelegenheit, endlich mit dem Leben abzuschließen. Alles ist bis ins Detail geplant. Als es jedoch soweit ist, sie ihren Plan in die Tat umsetzen möchte, stürzt das Flugzeug ab, in welchen sie sich befindet. Jane überlebt und muss in der eisigen Wildnis um ihr Leben kämpfen, ein Leben was ihr oft nur fremd war, doch die Katastrophe verändert alles. Sie ist jedoch nicht alleine, an ihrer Seite steht Paul, gemeinsam mit ihm sucht sie einen Weg zurück ins Leben.

Meine Meinung:
Die Idee hinter dem Buch ist gut gewählt: du wolltest dir selbst das Leben nehmen, wirst dann aber in eine Katastrophe katapultiert, die dich töten könnte – kämpfst du und lebst, oder gibst du auf und stirbst. In genau diesem Dilemma findet sich Jane wieder, eigentlich wollte sie ja sterben, alles war schon geplant, doch jetzt, jetzt weiß sie einfach nicht mehr genau, was sie möchte. Zudem gibt es da noch Paul, obwohl sie einander zu Beginn ein wenig feindselig gegenüber stehen, ist da doch eine Verbindung untereinander.

Nach einigen Seiten ist man schon mit Jane vertraut, taucht in ihre Gedankenwelt ab, die geprägt von ihren Suizidfantasien ist. Man fühlt die drückenden Gedanken, die das Mädchen quälen und ist bald von der Situation eingenommen. Je weiter das Buch geht, desto mehr kann man Jane verstehen. Die Sympathie wächst während der Seiten, ganz anders ging es mir bei Paul. Er ist undurchdringlich, schwankend und unberechenbar. Seine Handlungen konnte ich nicht immer ganz nachvollziehen, mal ist er der liebste Menschen und im nächsten dann schon wieder eiskalt. Sein Verhalten und ihn generell fand ich einfach nur sehr anstrengend.

An die Atmosphäre hatte ich hohe Erwartungen, eine eindringliche Beschreibung der kalten Wildnis hatte ich mir erhofft, doch die Autorin schaffte es einfach nicht, dass sich in meinem Kopf ein Bild zusammensetzte. So verwirrend waren ihre Beschreibung, dass ich irgendwann gar nicht mehr richtig auf die Umgebung achtete, sondern mich mehr auf die Geschichte um Jane und Paul konzentrierte. Schade, das Buch hätte durch eine bessere Atmosphäre viel mehr Eindringlichkeit besehen und war so irgendwie ein bisschen seicht.

Die einzelnen Kapitel sind sehr kurz gehalten und ermöglichen es dem Leser daher, sich relativ schnell durch das Buch zu bewegen. Ebenso ist der Schreibstil einfach gewählt, lässt sich leicht und flüssig lesen. Einziger Kritikpunkt ist, dass die Emotionen doch stark auf der Strecke bleiben, man kann sich zwar die Geschichte vorstellen, aber mit den einzelnen Person konnte ich weder mitfühlen, noch mitleiden.

Leider bleibt die ganze Geschichte irgendwie ohne Tiefen, alles spielt sich nur an der Oberfläche ab, lässt den Leser alleine mit seinen Gedanken und es bleibt nach dem Lesen einfach der bittere Beigeschmack, dass etwas fehlte.

Fazit:
Dem Buch fehlt es an Tiefe und Facettenreichtum, trotz allem fühlte ich mich gut unterhalten und fieberte mit den Charakteren mit, ob sie sich retten können oder nicht.

Danke für das Rezensionsexemplar an Egmont INK und lovelybooks.de!
4 Sterne

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