Dark Inside

Dark Inside
Titel: Dark Inside
Originaltitel: The Dark Inside
Autor: Jeyn Roberts
Genre: Jugendbuch ab 14 Jahren
Seiten: 400 Seiten
Verlag: Loewe Verlag
ISBN-10: 3785573960
ISBN-13: 978-3785573969

Erste Sätze:
Ich stehe am Rand des Abgrunds. Hinter mir jagen tausend Ungeheuer. Ihre Tarnung verändert sich mit jeder Bewegung. Wenn sie in einen Spiegel schauen, sehe sie dann ihr wahres Ich?
Meine Arme sind weit ausgebreitet. Vor mir ist nichts. Niemand hat gewusst, wie die Menschheit enden würde. Sicher, es gab viel Hypothesen: Feuer, Hochwasser, Seuchen und so weiter.

Klappentext:
Aries kämpft sich nach einem Erdbeben durch zerstörte Straßen.
Clementine überlebt als Einzige ein Blutbad in der Gemeindehalle.
Mason verliert all seine Freunde bei einem Bombenanschlag.
Michael entkommt nur knapp dem Amoklauf zweier Polizisten.

Vier Jugendliche kämpfen in einer postapokalyptischen Welt um  ihr Überleben. Sie können niemandem trauen. Nicht einmal sich selbst.

Inhalt:
Aries kämpft sich nach einem verheerenden Erdbeben durch die zerstörte Stadt.
Clementine überlebt als Einzige ein Blutbad in der Gemeindehalle.
Mason entkommt nur knapp einem Bombenanschlag an seiner Schule.
Michael kann sich in letzter Sekunde vor dem Amoklauf zweier Polizisten retten.

Vier Jugendliche, die alle einer Katastrophe zum Opfer fallen und um ihr Überleben kämpfen. Nicht nur ihnen widerfährt Schreckliches, nein, es scheint in ganz Amerika zu geschehen. Amokläufe. Bombenanschläge. Erdbeben. Eine dunkle Kraft breitet sich aus, die die Menschen in Ungeheuer verwandelt und die Nichtbefallenen zu Gejagten macht. Ein Entkommen ist nahezu unmöglich, lauert die Gefahr doch an jeder Ecke.

Meine Meinung:
Erzählt wird das Buch aus fünf Perspektiven: Einmal das Nichts, die dunkle Kraft, von der man zwar am wenigsten erfährt, dafür aber eindringlich in ihren Sog gezogen wird und schon beim Lesen eine Vorstellung ihrer Zerstörungsfähigkeit mitbekommt.
Aries, die nach Vancouver möchte, da die Situation dort erträglicher sein soll.
Mason, der kein richtiges Ziel hat, sondern einfach nur irgendwo einen Platz für sich sucht.
Michael, der sich einer Gruppe anschließt und mit dieser ums Überleben kämpft.
Clementine, die ihre Leben auf die Suche nach ihrem Bruder Heath verschrieben hat.
Die Kapitel um die Jugendlichen wechseln sich fortlaufend ab, wohingegen die Abschnitte über das Nichts nur eingestreut werden, besonders davon hätte ich mir aber mehr gewünscht, weil es auf mich am Eindringlichsten gewirkt hat.
Die Charaktere sind alle gut gezeichnet und werden einem schnell vertraut, wenn es auch ein bisschen Zeit braucht, bis man sich in das Wechselspiel aus Kapiteln einlassen kann, aber ist man erst einmal im Fluss drin, so kann einem nichts mehr beim Lesen stoppen.

Bei „Dark Inside“ handelt es sich zwar um einen Dystopie, allerdings mit einem ganz besonderen Merkmal – die Geschichte spielt nicht in irgendeiner fernen Zukunft, sondern in unserer heutigen Welt, was bei mir dazu führte die Schreckensszenarien noch intensiver aufzunehmen. Mir drängte sich die Frage auf, ob es tatsächlich möglich wäre, dass so etwas geschieht. Jeder gegen Jeden. Es mag auf den ersten Blick utopisch erscheinen, aber ist es das wirklich? Es bleibt eine düstere Stimmung vorhanden, die sich während des Lesens nicht abschütteln ließ.

Was mir gefehlt hat war eindeutig die Beschreibung, wieso das Nichts so plötzlich ausbricht, was es damit auf sich hat, wieso nicht schon Jahre vorher eine solche Epidemie stattfand. Wieso werden manche Menschen von dem Nichts verschont, wohingegen andere gleich damit infiziert werden? Was macht den Unterschied aus, wir bewertet, wer besser oder schlechter ist? Und was spielt es letztlich für eine Rolle, wenn die Infizierten doch sowieso dann die Verschonten jagen. Ein wenig Hintergrundgeschichte hätte nicht geschadet.

Die Geschichte ist sehr spannend, weil abwechslungsreich, allerdings gelang es dem Buch nicht, mich zu fesseln. Sicherlich wollte ich über die Katastrophenentwicklung lesen, aber da war nicht unbedingt ein Mitfiebern vorhanden, mehr die Neugier, die mich antrieb und letztlich auch nicht wirklich befriedigt wurde. „Dark Inside“ ist der erste Teil eines Zweiteilers und kam mir ein wenig vor, wie die lange Vorgeschichte, weil man letztlich, nach dem Lesen, nichts über die unheilvolle Kraft weiß, sondern nur ihre Auswirkungen beschrieben bekommt, auch weiß ich nicht, wieso es für dieser Buch zwei Teile braucht, locker und leicht hätte man das Ganze auf 400 Seiten gebracht, wobei ich jetzt vorgreife, vielleicht wird Band zwei auch die totale Überraschung. Lesen werde ich ihn, weil die Geschichte einfach zu interessant ist, um sie mit diesen ganzen offenen Enden zur Seite zu legen.

Fazit:
Ein düsteres und postapokalyptisches Szenario, welches spannend beschrieben wird, allerdings ein paar Logiklücken aufweist.
3 Sterne

 

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