Optimum – Blutige Rosen

Optimum
Titel: Optimum – Blutige Rosen
Autor: Veronika Bicker
Genre: Jugendbuch ab 14 Jahren
Seiten: 352 Seiten
Verlag: Egmont INK
ISBN-10: 3863960440
ISBN-13: 978-3863960445

Erste Sätze:
„Komm schon, so schlimm ist es auch wieder nicht!“ Rica starrte aus dem Seitenfenster und fragte sich, was bitte schön nicht so schlimm sein sollte. Weit und breit war nichts zu sehen, außer Bäumen, und Bäumen und Bäumen. Und – ach ja – ein riesiges Metallgittertor, das die Einfahrt zu einem Gebäude versperrte.

Klappentext:
Vom ersten Tag in der Daniel-Nathans-Akademie an spürt Rica, dass hier etwas Seltsames vor sich geht. Alle Schüler stehen unter strenger Aufsicht. Die meisten von ihnen sind ungewöhnlich begabt. Einige Jugendliche neigen ohne erkennbaren Grund zu Gewaltausbrüchen, manche scheinen die Gefühle und Gedanken anderer beeinflussen zu können. Was geht hier vor sich? Als im Rosengarten ein Mädchen tot aufgefunden wird, beginnt Rica, Nachforschungen über die Eliteschule anzustellen, und bringt sich damit selbst in größte Gefahr…

Inhalt:
Ricarda, genannt Rica, zieht mit ihrer Mutter um und muss deswegen auf eine neue Schule wechseln. Es ist aber keine normale Schule, sondern ein Eliteinternat, was höchste Ansprüche an seine Schüler stellt. Obwohl es schwer fällt, findet Rica sich doch langsam in die Gepflogenheiten dort ein, findet sogar Freunde. Ein ungutes Gefühl bleibt jedoch, zu seltsam scheint der Alltag dort zu sein, besonders die merkwürdige Art der Schulpsychologin beschäftigt Rica. Richtig sonderbar wird es allerdings, als eines Tages eine Schülerin tot aufgefunden wird. Offiziell soll es sich um einen Selbstmord handeln, doch Rica glaubt nicht daran und beginnt schließlich auf eigene Faust zu ermitteln. Ihre forsche Art ist aber nicht bei jedem gerne gesehen, die Gefahr für ihr eigenes Leben wächst rapide.

Meine Meinung:
Es fiel mir relativ schwer, mich in die Geschichte einzufinden, was ich an gar keine Punkt festmachen könnte, sondern viel mehr vielleicht daran lag, dass mir alles ein wenig zu gewöhnlich war. Die Situation unspektakulär, die Protagonisten auch nicht herausragend und der Schreibstil zwar gut, aber nicht fesselnd. Deshalb brauchte ich etwas Zeit, aber sie lohnte sich, nach 100 Seiten war ich nämlich gefangen und fing wirklich an mitzufiebern. Die Geschichte wurde ein wenig spannender, obwohl ich das ganze Buch über nicht wirklich viel mit Rica anfangen konnte. Ich kann nicht wirklich etwas an ihr aussetzen, allerdings auch nichts nennen, was sie besonders machen würde, es gibt einfach nichts interessantes an dem Mädchen, was schade ist, so kam nämlich für mich nie ein wirkliches Sympathiegefühl auf, sie wirkte auf mich einfach aalglatt.

Der Anfang entsprach so gar nicht meinem Geschmack, danach wurde alles ein wenig vom Mittelteil gerettet, doch ehrlich, der Schluss war nicht überzeugend. Man bekommt schon für alles eine Erklärung, aber diese ist so diffus, dass es gar keinen wirklichen Abschluss der Geschichte gibt. Es wird von „Optimum“ einen zweiten und dritten Teil geben, schön und gut, trotzdem hätte ich mir gewünscht, dass wenigstens die Vorkommnisse in diesen Buch geklärt werden und man nicht komplett in der Luft hängen gelassen wird. Es ist auch so, dass ich nicht besonders daran interessiert bin, wie es mit Rica weitergeht, mir persönlich hat das Gelesene gereicht, dass große Geheimnis muss ich nicht lösen. Ein wenig kommt es mir so vor, als wäre „Optimum – Blutige Rosen“ die lange Vorgeschichte der Vorkommnisse. Zwar hat man einen Mord, der Aufklärung findet, aber die Machenschaften in der Schule sind nur oberflächlich aufgegriffen.

Geschrieben ist das Buch aus der Sicht von Rica, allerdings immer wieder mit kleinen Einschüben von Eliza gespickt. Eliza, eine Schülerin des Eliteinternats, die sich mit der Zeit zu Ricas bester Freunde entwickelt. Wie gesagt, Rica war für mich zu glatt, ohne irgendwelche Ecken und Kanten, ganz anders Eliza, das Mädchen hatte ich schnell ins Herz geschlossen und hätte mir gewünscht, mehr aus ihrer Sicht zu lesen. Der Schreibstil an und für sich ist locker gewählt, das Buch lässt sich leicht und schnell durchlesen.

„Optimum – Blutige Rosen“ wird als Thriller gekennzeichnet, beinhaltet meiner Meinung nach aber auch einige Fantasieelemente, zumindest nach meiner Interpretation und auch sonst ist es in meinen Augen eher ein schwacher Jugendthriller, welcher nicht wirklich mit durchgehender Spannung aufwarten kann.

Fazit:
Der Start einer Trilogie, welcher mich nicht komplett überzeugen konnte und auch herrscht kein wirkliches Interesse von meiner Seite an den Folgebänden.

Reihenfolge der Optimum-Buchserie:
1. Optimum – Blutige Rosen
2. Optimum – Kalte Spuren
3. noch unbekannt
3 Sterne

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