Antonia Lucia Labellas brillanter Plan

Antonia Lucia Labellas brillianter Plan

Titel: Antonia Lucia Labellas brillianter Plan
Originaltitel: The Possibilities of Sainthood
Autor: Donna Freitas
Genre: Jugendbuch ab 11 Jahren
Seiten: 304 Seiten
Verlag: Gabriel Verlag
ISBN-10: 352230313X
ISBN-13: 978-3522303132

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Erste Seite:
Sehr geehrte Damen und Herren
bzw. sehr geehrter Heiliger Vater,
ich schreibe Ihnen, um Sie auf eine gravierende Lücke bei den Schutzheiligen hinzuweisen. Bislang existiert nämlich noch kein Schutzpatron für Feigen und Feigenbäume.

Klappentext:
Was tun, wenn man unter dem Regiment einer erzkatholischen, äußerst italienischen Mutter lebt, auf eine von Nonnen geführte Mädchenschule geht und sich nichts sehnlicher wünscht, als endlich von Andy Rotellini geküsst zu werden?

Für Antonia ein klarer Fall: Sie betet zu den Heiligen. Doch für Liebesdinge gibt es leider keinen. Um Abhilfe zu schaffen, schreibt Antonia Briefe an den Papst, in denen sie die Ernennung neuer Heiliger vorschlägt und sich gleich selbst als Heilige zur Verfügung stellt. Bis es so weit ist, muss sie sich mit allerlei Weltlichem herumschlagen:
Rocklängen, Ausgehverboten, Andy Rotellini, der sie nicht beachtet, und Michael McGinnis, der ihr eindeutig zu viel Beachtung schenkt – oder?

Inhalt:
Die 15-jähriger Antonia Lucia Labella wohnt mit ihrer Mutter und Großmutter in Providence, wo die Familie einen bekannten Lebensmittelladen betreibt. Der Vater ist vor Jahren verstorben, so dass die Frauen alleine mit sich sind. Antonias Mutter ist eine streng gläubige italienische Frau, die ihre Tochter mit Adleraugen beobachtet, Streits bleiben da nicht aus.
Die große Leidenschaft des Mädchens sind Heilige. Für jede Situation gibt es den richtigen Schutzpatron und doch, es gibt einige Dinge, die noch nicht mit Heiligen ausgestattet sind, Feigen zum Beispiel. Zu niemanden kann man beten, wenn man Probleme mit Feigen hat und so schreibt Antonia gerne mal Briefe an den Vatikan, unterbreitet ihm Vorschläge. Ihr großes Ziel ist es allerdings, selbst zur Heiligen zu werden, zur ersten lebenden Heiligen in der katholischen Kirche. Kein leichtes Unterfangen, aber das Mädchen ist hartnäckig und schreibt beständig Briefe an den Papst.

Meine Meinung:
Die wichtigste Frage, die ich mir vor dem Lesen stellte und euch jetzt beantworten kann: wie viel Religion steckt im Buch? Sagen wir so, manche Dinge sind sicherlich für Menschen nachvollziehbarer, wenn man einen Glauben besitzt, einige Situationen waren für mich befremdlich, ein wenig unverständlich. Es ist auch so, dass das ganze Buch durchgängig von dem Thema Heiligen dominiert wird. Ich bin nicht gläubig, kann aber sagen, dass die Geschichte ok war, manchmal mich aufgrund des fehlenden Glaubens nicht vollkommen erreichte, aber doch so war, dass ich mich zwischen den Buchseiten gut aufgehoben fühlte.

Antonias Welt dreht sich stark um die Heiligen der katholischen Kirche, für jede Situation, egal wie schwer sie erscheint, findet sie jemanden, zu dem sie beten kann. Neben dieser tief verwurzelten Religiosität ist sie aber auch einfach nur ein Teenager, der mit den ganz normalen Problemen dieser Zeit kämpft. Liebeskummer, der erste Kuss und die Unwissenheit, was man eigentlich überhaupt möchte. Dem Leser dürfte es schwer fallen, die Probleme auf sich selbst umzumünzen, damit man ein Verständnis entwickelt, weil Antonia eben immer zu beten beginnt, wenn sich ein Hindernis einstellt. Darunter leidet nicht die Authentizität, aber ohne Glauben, da kann man die Handhabung und die Lösung der Probleme einfach nicht ganz nachvollziehen.

Die Wurzeln der Familie Labella liegen in Italien und man spürt es im Buch. Die Mutter betreibt einen italienischen Feinkostladen, der in dem kleinen Örtchen hohe Bekanntheit genießt. Zudem, der Wohnort ist besonders von Einwanderern bewohnt, hauptsächlich Italiener, Iren und Portugiesen. Freunde der Familie sind oft Italiener und auch in der Mutter/Tochter Beziehung spürt man die Leidenschaft und Feurigkeit der Südländer. Dieser Einblick in die fremde Kultur, er hat der Geschichte richtig gut getan und hat mir auch am besten gefallen.

Es gibt auch eine Liebesgeschichte im Buch, wie oben beschrieben und ich muss sagen, sie ist ein wenig vorhersehbar. Zwar versucht die Autorin einen zu verwirren, aber wirklich klappen mag es nicht. Es ist wieder authentisch beschrieben, aber durch die Problemlösung mithilfe von Heiligen, dass macht es halt einfach schwer, einen tiefen Kontakt aufzubringen.

Fazit:
Dreh- und Angelpunkt des Buches ist das Thema Heilige, was für mich als nicht sonderlich gläubigen Menschen manchmal die Handlung ungewohnt und seltsam anmuten ließ. Es ist nicht furchtbar unverständlich, sondern ein ganz nettes Buch, allerdings, wenn man gläubig ist, so stelle ich es mir vor, dann ist es sicherlich noch ein größerer Vergnügen.
3 Sterne
Danke für das Rezensionsexemplar an den Gabriel Verlag und blogg dein buch - logo

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