Die Leiden des jungen Buchsüchtigen

Ein Umzug bedeutet immer Stress, Aufregung und viel Arbeit, wenn man jetzt aber auch noch hunderte Bücher hat, die gerne mit umziehen möchten, dann wird alles nicht so einfach.

Alle Bücher mitzunehmen, es wäre schön, aber erstens ist die Wohnung klein und zweitens, muss wirklich jedes mit? Man kennt sie, die gelesenen Exemplare, die ganz nett waren, aber würde man ein zweites Mal nach ihnen greifen? Eher nicht und weshalb sie dann nicht einfach zurücklassen. Der elterliche Dachboden ist riesig und gemeinsam, da wären sie auch nicht einsam. Die Qual der Wahl, wer darf mit, wer bleibt hier – gewiss, es gibt schwierigere Aufgaben, aber durchaus auch leichtere. Nehmen wir die „Edelstein-Trilogie“ von Kerstin Gier – gerne gelesen, sieht toll im Regal aus, aber wird man sie nochmals lesen? Eher nicht, weshalb also mitnehmen. Und so drehen sich die Gedanken in diesen Bahnen und erleichtern die Entscheidungen nicht unbedingt, doch irgendwann, da ist ein Ende erreicht und die Zurückgebliebenen kuscheln sich nahe aneinander:

Bücher
Es ist schon ein Wahnsinn, wie viele Bücher der Mensch sich in seinem Leben ansammeln kann, bedenkt man, dass hier noch nicht die dabei sind, die in die neue Wohnung mitkommen, es dürfte sich um eine ähnliche Menge handeln. Meine 30m², sie werden sich wohl rasch in eine kleine Bücherwelt verwandeln, aber so soll es sein, wo fühlt sich ein Büchermenschen wohler, als in einer Wohnung voller Geschichten!

Bis alles aber ist, wie es sein sollte, da wird es noch Zeit brauchen, deswegen bitte nicht wundern, falls es hier ein bisschen arg ruhig wird, ich komme wieder.

12 Gedanken zu “Die Leiden des jungen Buchsüchtigen

  1. Oh, da würde ich aber sehr gerne mal stöbern kommen. 😉 Bei meinem Umzug sind auch einige Bücher bei meinen Eltern geblieben, und einige sind als Spende in die örtliche Bibliothek gewandert. Irgendwann möchte ich aber gerne mal ein eigenes Bücherzimmer haben, im eigenen Haus. Dann werden die Schätzchen von meinen Eltern geholt und ganz ordentlich mit allen Büchern, die damals mit umziehen durften, wiedervereint. 😉

    • Ich muss schon sagen, ein paar kleine Schätze sind schon in den Stapeln, aber die gehen jetzt an die Bücher, wäre ja schade, wenn sie einsam und verlassen auf dem Dachboden leben müssten, wo sie doch noch anderen Menschen Freude bereiten könnten.
      Ein Bücherzimmer ist ein Traum und obwohl jetzt ein paar Bücher abgegeben werden, da bin ich mir sicher, dass wir die vier Wände trotzdem vollkommen würden 😉

  2. Ich fühle mit dir! 😀 Mein letzter Umzug ist erst wenige Wochen her und ich verfluche immer noch jedes einzelne Buch, das ich schleppten musste … natürlich war ich aber nichtsdestotrotz bereits wieder in einer Buchhandlung, um neue Bücher zu kaufen!

    • Furchtbar, oder? Bücher quälen uns so facettenreich. Man quält sich mit ihnen durchs Stiegenhaus, aber zack, bei der nächsten Gelegenheit kann man sich schon wieder nicht mehr gegen die Versuchung im Geschäft wehren. Wir haben eindeutig ein Problem^^

  3. Ich habe eine riesen Bücherwand, aber die ist auch wieder ziemlich voll. Einmal nur habe ich ALLES rausgeräumt und sortiert. Nie wieder …………. Mittlerweile fällt es mir leicht, Bücher loszulassen. Auf dem Flohmarkt bin ich ein paar losgeworden und an die Bibliothek habe ich auch einige gespendet.

    Viel Erfolg beim Umzug und die Bücherkisten nicht zu voll packen! Bücher können erstaunlich schwer werden^^

    • Bücher schwer? Meine Arme schleifen am Boden^^
      Vermutlich hast du Recht, manchmal muss man loslassen und ich werde, obwohl der Umzug abgeschlossen, einige Bücher der Bücherei schenken, bevor so auf dem Dachboden verschimmeln, wäre es doch schöner, wenn andere sich auch an ihnen erfreuen können.

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