72 Stunden – The Next Three Days [Film]

The Next Three Days Poster.jpgTitel: 72 Stunden – The Next Three Days
Regie: Paul Haggis
Drehbuch: Paul Haggis
Musik: Danny Elfman, Alberto Iglesias

Produktionsland: USA
Dauer: 133 Minuten
Erscheinungsdatum: 2010
Altersfreigabe: FSK 12

Log-Line:
Aus heiterem Himmel gerät LAURA BRENNAN (Elizabeth Banks – „Die Tribute von Panem“, „Spiderman“, „Pitch Perfect“) unter Mordverdacht und wird von der Polizei verhaftet: Sie soll ihren Chef getötet haben. Lediglich Lauras Mann, dem Hochschuldozenten JOHN (Russell Crowe – „Gladiator“, „A Beautiful Mind“, „American Gangster“) glaubt, dass seine Frau auf keinen Fall eine Mörderin ist. Als Laura unschuldig zu 20 Jahren verurteilt wird, bereitet John ihre Befreiung aus dem Gefängnis und gemeinsame Flucht ins Ausland vor – gemeinsam mit dem selbst einst aus dem Knast geflohenen DAMON (Liam Neeson – „Schindlers Liste“, „96 Hours“, „Batman Begins“). Dabei darf nicht einmal Laura von der Aktion wissen, wenn sie wirklich gelingen soll.

Meine Meinung:
Der Film lief gerade im TV, ich davon noch nichts gehört, doch als ich sah, dass PAUL HAGGIS („L.A. Crash“, „Million Dollar Baby“) Regie führt und auch das Drehbuch schrieb, legte ich die Fernbedienung beiseite und machte es mir gemütlich.

Der Film beginnt ruhig und harmonisch, eine typische Familienidylle-Einleitung. Plötzlich stürmt die Polizei in das Haus und Lara wird auf dringenden Tatverdachts festgenommen. John’s Welt fällt wie ein Kartenhaus in sich zusammen. Alle Beweise sind erdrückend, alle Rechtsmittel so gut wie ausgeschöpft. Er fühlt sich immer mehr in die Ecke gedrängt, sodass ihm nur noch eine Möglichkeit bleibt…

Soweit zur Einleitung, danach fängt der Thriller erst so richtig an. Auf plausible Art und Weise werden Johns Gedankengänge dargestellt. Um seinen Plan zu konkretisieren, nimmt er Kontakt mit dem Ausbrech-Spezialisten Damon auf, um sich einige Tipps zu ergattern. Jedes Gefängnis hat seine Schwachstellen, man muss sie nur finden. Diese Ratschläge sollen seinem Vorhaben enorm weiterhelfen.

3 Jahre sind seit dem Tag vergangen, als seine Frau eingesperrt wurde – John führt ein Doppelleben, tagsüber als fürsorglicher Vater und aufopfernder Lehrer, Nachts als Privatagend bei seiner wichtigsten und heikelsten Mission. Durch unglückliche Zustände, seine Frau soll in 3 Tagen verlegt werden, sieht er sich gezwungen sein Vorhaben frühzeitig abzuschließen – denn danach, wäre sein Plan wertlos und seine Frau unerreichbar.

Was ist ein Schlagschlüssel? Wie kann man mit einem Tennisball ein Türschloss knacken? Warum muss man innerhalb von 35 Minuten nach Ausbruch die Brücke überqueren? Was hat Diabetes mit der Sache zu tun? Wie soll die Flucht und das Leben danach finanziert werden, wenn man nicht einmal das Haus verkaufen kann? Und warum ist gerade ein Bild von einem Turm so unglaublich wichtig? Ist Lara vielleicht doch schuldig?! All jene Fragen werden beantwortet, der Plan wird nach und nach ausgereift und man spürt förmlich den Druck, wenn Tag X vor der Türe steht – nichts für schwache Nerven!

Fazit:
Ein Parade-Thriller, wie ich ihn mir öfters wünschen würde. Zwar ist das Ende sehr spannend und in sich abgeschlossen, doch fehlt mir trotzdem etwas. Aber ein guter Spannungsaufbau, jede Szene … eine kleine Geschichte für sich selbst. Auch wenn Elizabeth Banks recht solide spielt, wird sie von Russel Crowe regelrecht in den Schatten gestellt, man fühlt richtig mit ihm. Die Präsenz von Olivia Wilde (bekannt aus der Serie „Dr. House“), wirkt etwas mager, was aber doch am Skript (selbst wenn Paul Haggis es schreibt) liegen dürfte.

Mein Rating:
8/10

http://www.imdb.com/title/tt1458175/
http://www.rottentomatoes.com/m/next_three_days/
http://de.wikipedia.org/wiki/72_Stunden_%E2%80%93_The_Next_Three_Days

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