So riecht Glück

So riecht Glück

Titel:  So riecht Glück
Originaltitel: Molsa
Autor: David Cirici
Genre: Jungendbuch ab 9 Jahren
Seiten: 144 Seiten
Verlag: Dressler
ISBN-10: 3791527487
ISBN-13: 978-3791527482

Erste Sätze:
An einem kalten Morgen lief ich gerade am Fluss entlang, um mich ein wenig in der Sonne zu wärmen, als ich einen leisen Hauch von Janinkas Geruch witterte.

Klappentext:
Während eines Bombenhagels verliert Hund Locke sein Zuhause und die Menschen, die er liebt. Doch Locke glaubt fest an ein Wiedersehen mit Janinka und Mirek. Voller Hoffnung und unermüdlich macht er sich auf die abenteuerliche Suche nach den beiden Kindern.

Inhalt:
Durch einen Bombenangriff verliert der Hund Locke alles: sein zu Hause und seine Familie, doch gerade der Glaube an ein Wiedersehen mit Janinka und Mirek, lässt ihn all das Leid ertragen, was für ihn folgt. Er möchte einfach nicht glauben, dass er seine Kinder nie wiedersieht und so macht er sich auf die Suche nach ihnen, unermüdlich.

Meine Meinung:
Der erste Eindruck, welchen ich von den Buch hatte, er war nicht sehr überzeugend: dünnes Büchlein, große Schrift – wie soll hier eine eindringliche Platz finden, aber wie man so schön sagt, man soll Dinge nicht nach ihren Äußeren beurteilen. Zurück bleibe ich überrascht, welche Energie aus den Seiten ausstieg, was für eine Gefühlemeer.

Der Hund Locke verliert seine Familie, so wird man gleich in die Geschichte geworfen und an seiner Seite streift man dann auch durch die Gegend. Sind Straßenhunden sonst akzeptabel, werden gefüttert, sind sie in Kriegszeiten Störenfriede und haben ein hartes Leben, wie die Menschen eben auch und das Szenario dieser Schwere wird auf jeder Seite deutlich, durch das Leid des Hundes, werden einen die Auswirkungen für den Menschen umso deutlicher. Die Perspektive des Hundes ist gut gewählt und gibt der Geschichte einen eigenen Glanz, der einen so schnell nicht mehr los lässt.

Nach dem Mittelteil des Buches habe ich mir die Altersempfehlung angesehen – ab 9 Jahren. Mit diesen Maßstab hadere ich ein bisschen, die Geschichte ist grausam, aber so ist Krieg nun einmal, man sollte es vor Kinder nicht verschließen, aber meines Erachtens wäre es wichtig, dass man vielleicht die Geschichte zusammen mit seinem Kind liest, Dinge erklärt und nicht nur im Raum stehen lässt. Es gibt einen Sprung in der Geschichte, der sogar für mich schwierig nachzuvollziehen war und ich frage mich, wie es dann erst ein Kind soll, deswegen meine Empfehlung: Unbedingt lesen, aber zusammen mit seinem Kind, damit es nicht mit dem Schrecken alleine gelassen wird.

Obwohl es sich hier um ein Kinderbuch handelt, kann ich es nur jeden ans Herz legen, weil diese Geschichte hat so einen Intensität, dass es einen manchmal ganz kalt wurde und dann, im nächsten Moment wieder ganz warm ums Herz, weil dieses Buch den Spagat schafft. Den Schrecken schreckhaft aufzeigt, aber auch die schönen Momente beachtet und ins richtige Licht stellt.

Fazit:
Ein Buch, was man mit seinem Kind lesen sollte, damit die Thematik es nicht verschlingt und letztlich ist es ein Gewinn, für jeden, der es liest.

4 Sterne

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