Jetzt spricht Dylan Mint und Mr. Dog hält die Klappe

Jetzt spricht Dylan Mint und Mr. Dog hält die Klappe
Titel: Jetzt spricht Dylan Mint und Mr. Dog hält die Klappe
Autor: Brian Conaghan
Genre: Jugendbuchbuch
Verlag: dtv
Format:  Gebunden 320 Seiten
ISBN-13: 978-3716027134

 

Erste Sätze:
Als ich erfuhr, habe ich als Erstes nach Hundert Dinge die man tun sollte bevor man stirbt gegoogelt.
Das Internet ist irgendwie wow! Wie schaffen es diese Google-Leute, dass ihr Dingsda zisch um die Welt flitzt mit Mega-Swoosh und dann MIR, Dylan Mint, diese ganzen Infos schickt und mir die Augen übergehen?

Inhalt:
Dylan Mint leidet an Tourette, würde eigentlich schon reichen, doch der sechzehn jährige Junge hat auch nur noch 6 Monate zu leben. Es gibt drei Dinge in seinem Leben, die er noch erreichen möchte. Mit Michelle Malloy zu schlafen, dem schönsten Mädchen der Schule. Seinen Vater aus Afghanistan nach Hause holen, wo er gerade stationiert ist und Amir, seinen besten Kumpel, einen neuen besten Kumpel zu beschaffen. Keine leichten Aufgaben, aber Dylan kämpft sich durch, bis er am Ende feststellen muss: Nichts ist wie es scheint.

Meine Meinung:
Mr Dog, so nennt Dylan seine Krankheit Tourette, die so unzähmbar wie ein Hund ist und auch manchmal einfach davonrast, ohne das er Macht darüber hat. Sein Leben ist nicht leicht und manchmal kämpft er mit der Situation, kommt aber eigentlich gut klar, steht ihm doch sein bester Freund Amir, der eine Form von Autismus hat, jederzeit zur Seite.
Seine Leben ändert sich, als er weiß, er hat nur noch 6 Monate zu leben und diese Idee war es auch, die mich sehr angesprochen hat. Was tut ein Menschen in den wenigen Tagen, die einen noch bleiben und vielleicht lag auch hier mein zu hoher Anspruch. Dylan ist 16, geht auf eine Sonderschule und die zwei Dinge, sie erklären, warum er so leichtfertig ist. Natürlich hat er drei große Ziele, die er erreichen möchte, aber eigentlich dreht sich alles nur um Punkt eins: mit Michelle Malloy zu schlafen. Auf Dauer ist es ziemlich anstrengend, wünscht man sich doch ein bisschen ein tiefgründigeres Buch, bekommt man eines präsentiert, was nur so vor Hormonen strotzt. Mich hat es einfach nur wahnsinnig enttäuscht, weil ich mir mehr erwartet hätte.

Der Schreibstil, er ist so gewollt jugendlich, nimmt Slangausdrücke und kuriose Schreibweisen an, ehrlich gesagt, keine Ahnung ob man heute so miteinander spricht, alt bin ich noch nicht, aber keine Jugendliche mehr, für mich war der Stil jedoch zu aufgesetzt, beinahe schon nervig, weil unbedingt extrem locker sein wollte. Zudem muss man sich in den Stil einlesen, was anfangs sehr schwierig ist, bleibt es auch, weil sich die Worte im Mund quer legen, nicht wirklich hinaushüpfen wollen.

Mit Dylan wurde ich nicht richtig warm, normalerweise fühlt man mit jemanden mit, sieht er sich den Tod gegenüber, aber Dylan erscheint so weit weg. Kann er es selbst nicht wirklich fassen, dass er sterben wird oder konnte es der Autor nicht wirklich rüberbringen? Eine Streitfrage, letztlich gehe ich aber davon aus, dass mich die Gefühle nicht erreichen konnten, weil ich mich so durch die Worte kämpfen musste, es blieb keine Zeit, auf andere Dinge ein Augenmerk zu legen.
Amir, seinen besten Kumpel, ihn hingegen mochte ich sehr sehr gerne, obwohl man nur wenig von ihm erfährt, was ein bisschen schade ist, zwar ist Dylan die Hauptperson, aber ein bisschen Hintergrundwissen hätte sicherlich nicht geschadet.

Gut eingebracht, dass muss ich erwähnen, ist die Art, wie Dylan mit seiner Erkrankung Tourette umgeht. Er beschreibt Kämpfe, die er innerlich ausstehen muss, wie sich Mr. Dog manchmal einfach von der Leine losreißt, obwohl er so stark daran festgehalten hat. Einen diese Krankheit näherzubringen, dass ist wirklich gelungen.

Fazit:
Leider nicht dieses tiefgründige Buch, was ich mir erwartet hatte, sondern ein ziemlich sperrige Geschichte, die sich vor allem um das erste Mal dreht und sonst nicht wirklich viel mehr.

3 Sterne

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