Terminator Genisys [Film]


Terminator Genisys.JPGTitel:
 Terminator Genisys
Regie: Alan Taylor
Drehbuch: Leata Kalogridis, Patrick Lussler
Musik: Lorne Balfe

Produktionsland: USA
Dauer: 126 Minuten
Erscheinungsdatum: 2015
Altersfreigabe: FSK 12

Log-Line:
Die Erde im Jahr 2029: John Connor, Anführer der Rebellion des menschlichen Widerstands, führt einen erbitterten Krieg gegen das übermächtige Maschinen-Imperium von Skynet. Um seine Mutter Sarah Connor vor einem Killer-Cyborg zu schützen und damit seine eigene Existenz sowie die Zukunft der Menschheit zu retten, schickt John seinen loyalen Freund und Mitstreiter Kyle Reese zurück ins Jahr 1984. Auf das, was ihn im Los Angeles der Vergangenheit erwartet, ist dieser jedoch nicht im Geringsten vorbereitet: Ein unvorhergesehenes Ereignis hat alles verändert und die Zeit, in die er von Connor zurückgeschickt wurde, existiert nicht mehr. Der Kampf zwischen Mensch und Maschine, Gut und Böse steht unaufhaltsam bevor – kann er mithilfe eines unverhofften Verbündeten den Tag der Abrechnung verhindern?

Meine Meinung:
Wer Terminator 1 und (vor allem) 2 so sehr mag wie ich, da war dieser Termin eigentlich Pflicht, obwohl nach James Cameron die Terminator Teile bestenfalls als „nett“ bezeichnet werden konnte. Vor allem der letzte Teil „Die Erlösung“ hat nicht das gehalten, was es versprochen hat. Aber nichts desto trotz hab ich mir einen Ruck gegeben und habe mit meinem Bruder und einem Kumpel einen netten Kino-Abend eingeplant. Ich habe mir nicht viel erhofft, aber was hab ich jetzt eigentlich genau bekommen?

Der Anfang in der Post-Apokalypse, das Ende des Krieges gegen die Maschinen bahnt sich an, an vorderster Front John Connor [Jason Clarke – White House Down, Der Große Gatsby] und an seiner Seite sein treuer Kamerad Kyle Reese  [Jai Courtney – Stirb Langsam 5, Die Bestimmung]. Wir sehen die letzte Schlacht, wo die Menschen ihre letzten Reserven mobilisieren und die Maschinen schlussendlich in die Knie zwingen konnten. Doch kurz davor ist es den Maschinen gelungen einen Terminator durch die Zeit zu schicken. Es wird ein Freiwilliger gesucht, der ebenfalls zurückreist, um die Vergangenheit bzw. die Zukunft zu schützen, Kyle Reese meldet sich. Soviel kennen wir doch, nicht? Doch irgendwas ist anders (mal abgesehen von den Darstellern, der Art und Weise, wie es genau von statten geht … oder die anderen beiden Rückreisen [Terminator 2 & 3]. Nein dieses Mal ist alles anders. Plötzlich greift eine Maschine die Menschen an (obwohl Skynet besiegt wurde), als Reese gerade in die Zeit zurückreist. Es entsteht eine alternative Zeitebene. Jetzt sollte es komplett verzwickt werden, doch vorher…

Wir sind im Jahr 1984, wo der erste Teil stattfindet. Regisseur hat die komplette Anfangssequenz vom ersten Teil beinahe (sehr authentisch) 1:1 nachspielen lassen… fand ich wirklich toll! Als der Polizist Reese nach seiner Ankunft eigentlich verhaften sollte, stellt sich heraus, dass dieser ein Terminator ist, der bereits auf ihn gewartet hat. Nicht nur dass, es ist auch ein T-1000 (bekannt aus dem 2. Teil). Mitten im Kampf in der Mall „crashed“ Sarah Connor [Emilia Clarke – Game Of Thrones] als eine Art Action-Barbie in die Kulisse und … achja, davor haben sie den zurückgeschickten Terminator terminiert, da auch ein anderer Terminator (ein guter) mit an Bord war. Klingt kompliziert? Ist es auch!

Ich könnte noch weiter ins Detail gehen, doch dann würde ich jeglichen Rahmen sprengen. Es ist zwar schön zu sehen, wie Arnold Schwarzenegger [da brauch ich doch keine Filme zu nennen, oder?] wieder mit dabei ist, aber die Charaktere selbst sind einfach viel zu platt. Da geht in Sachen Sympathie gar nichts. Auch wenn James Cameron Spezialität nicht das Ausarbeiten von Charakteren war, in Vergleich hierzu waren sie gerade zu tiefgründig. Der Plot klingt einfach zu überdreht und überfrachtet, dass man fast das Gefühl hat, dass die Macher uns alle für blöd halten und wir dass alles brav schlucken. Ich meine, im Jahr 1984 hat Sarah Conner und ihr „Paps“, so heißt ihr Terminator (ausgerechnet!!), eine Zeitmaschine gebaut? Im ernst!? Bei solchen Sachen stehen mir die Haare zu berge!

Aber ok, na gut … die Actionszenen? Die waren nett, aber wirklich nicht überragend bzw. wenn dann viel zu übertrieben. Die 3D-Effekte waren ziemlich lasch. Achja, war da nicht irgendwas von Liebe und Romantik zwischen Sarah Conner und kyle Reese? Im ersten Teil spürte man es noch. Das war noch was. Aber hier … bei den „zärtlichen“ Szenen musste ich immer fremdschämend wegsehen. Gut, es gab ein paar lustige Momente, aber vieles war auch zu viel gewollt und waren regelrechte Rohrkrepierer.

Fazit:
Die Idee war ambitioniert und die Rekonstruktion der Anfang-Sequenz des ersten Teiles fand ich wirklich gut, aber der Regisseur war eindeutlich überfordert und das Skript schlecht ausgearbeitet. Die Logik … ich meine bei Terminator kann man diesbezüglich noch streiten, aber hier… wie können so viele Terminators zurückgeschickt werden, gab es so viele T-1000? (ich dachte, das war ein Prototyp?), wo war den der T-X vom 3. Teil? Skynet in Form einer Person war eine nette (aber abgedroschene) Idee, zündete aber gar nicht. Von Tiefsinnigkeit keine Spur, nur stupides Rumgeballere und Sprücheklopfen. Man erkannte einige versuchte Kopien von anderen Filmen, zum Beispiel von Interstellar (Botschaft schicken). Wie gesagt, ich hab mir nicht viel erhofft und hab auch nicht viel bekommen. Für einen netten Filmabend reicht es vielleicht, aber ein 2. Mal würde ich ihn mir nicht ansehen.

Achja, es soll der Anfang einer neuen Trilogie werden *kopfklatsch* Na das kann ja noch was werden…

Mein Rating:
5/10

http://www.imdb.com/title/tt2562232/

http://www.rottentomatoes.com/m/terminator_genisys/

http://de.wikipedia.org/wiki/Birdman_oder_%28Die_unverhoffte_Macht_der_Ahnungslosigkeit%29

3 Gedanken zu “Terminator Genisys [Film]

  1. Auch wenn ich es nicht ganz so derbe sehe und auch manche Actionsequenz für gelungen erachtete, stimme ich dir in großen Teilen zu. Nochmal 2 Teile davon? Bitte nicht.

  2. Seh ich anders. Ich hab den Film auf englisch im Kino gesehen. Erst dann wird er zu einem lustigen Film. Natürlich ist dieser Teil unausgegorener als der simple Teil 1 und mit Sicherheit schlechter als Teil 2, aber im Vergleich zu 3 und 4 sehe ich einen positiven Trend. Aber wie gesagt: nur in Originalsprache. Arnis österreichische Rumgeknödel ist der eigentliche Spaß der Reihe.

    • Es stimmt … mache Filme MUSS man sich auch mal im englischen Original ansehen (z.B. den ersten Teil von Die Hard!). Aber selbst bei einer anderen Sprache bleibt der Plot der selbe. Wie schon erwähnt, hier wollte man einfach zu viel.

      Teil 3 und 4 sind jetzt nicht die besten Herzeige-Beispiele, aber immerhin…
      Teil 3 hatte Hollywood-untypisch KEIN Happy End und Teil 4 … naja … die hatten Christian Bale und zum ersten Mal einen „echten“ Cyborg 😉

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