Die Unwahrscheinlichkeit des Glücks

Die Unwahrscheinlichkeit des Glücks
Titel: Die Unwahrscheinlichkeit des Glücks
Originaltitel: The last time we say goodbye
Autor: Cynthia Hand
Genre: Jugendbuch ab 14 Jahren
Verlag: HarperCollins
Format: Hardcover, 320 Seiten
ISBN:978-3959670029

 

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Inhalt:
Lexie hat das Glück verlernt, nachdem ihr Bruder Tyler gestorben ist. Ihre erste Liebe ist daran zerbrochen – wie soll sie auch glücklich sein, wenn ihr Bruder nicht mehr da ist, mit welchem Recht lebt sie ihr Leben? Ihr Therapeut rät ihr, Tagebuch zu führen, was sie zuerst nur widerwillig, letztlich doch mit viel Zuversicht macht. Lexie liebt Zahlen, erklärt sich gerne die Welt, doch Trauer hat keine einfach Lösung, sie ist bei jedem unterschiedlich und sie, sie muss erst ihren eigenen Weg finden.

Meine Meinung:
In die Geschichte habe ich relativ schwer gefunden, sperrig kam mir die Erzählung vor, vielleicht auch, weil man zu Beginn voller Fragezeichen über den Kopf herumirrt. Lexies Trauer, man kann sich verstehen, aber nicht wirklich ganz nachvollziehen, erst als man erfährt, dass sich ihr Bruder umgebracht hat, erkennt man, wieso ihr Kopf so voller Fragen ist, die einfach keine Antwort zu finden scheinen, aber auch dann habe ich einige Zeit gebraucht, bis ich mitfühlen konnte. Die Gefühle waren so auf Distanz, dass sie mich nicht ganz erreichten, erst mit einigen mehr Seiten schaffte es ein Weg in mein Herz.

Neben Lexie bekommt man auch die Trauer ihrer Mutter mit, der ich gerne mehr Platz eingeräumt hätte. Sicherlich kann eine Tochter nicht alles wissen, aber doch hätte ich hier mir eine stärker Ausführung gewünscht, komisch ist, bei dem Vater hätte ich es mir nicht gewünscht. Er hat die Familie verlassen und irgendwie war er abgeschnitten von der Familie, sicherlich noch ein Teil von ihr, aber nicht so im Zentrum.

Auch Tyler lernt man kennen, würde man nur die Beschreibung um ihn nehmen, hätte man einen glücklichen Jungen, aber hinter jedem Licht schläft Schatten und auch diese gibt es deutlich, allerdings sind sie nicht auf den ersten Blick ersichtlich. Um ihn erhält man ein rundes Bild, wenn letztlich auch die Frage nach dem Warum, auch nach dem Lesen nicht ganz geklärt wird, weil es manchmal einfach keine Antworten gibt.

Der Erzählstil war für mich sehr nüchtern, weshalb ich vermutlich auch nicht wirklich viele Gefühle wahrgenommen habe. Sicherlich, nach einiger Zeit stellt sich ein Gefühl ein, aber nur weil man denkt, bestimmte Dinge jetzt fühlen zu müssen, nicht weil es die Autorin einen transportiert. Dieser nüchterne Schreibstil hat seine Vorteile, es gibt eine klare und ungetrübte Sicht auf die Dinge, letztlich geht aber auch viel verloren. Ein Gefühlsmeer erwartet man sich bei diesem Thema, gefunden habe ich es leider nicht.

Fazit:
Trauerbewältigung ist ein wichtiges Thema, aber wenn die Gefühle auf der Strecke bleiben, erreicht es doch nicht in diesem Maße, wie es eigentlich sollte.

3 Sterne
Danke für das Rezensionsexemplar an den Verlag HarperCollins und

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