Herrchentrubel

Herrchentrubel
Titel: Herrchentrubel
Autor: Michael Frey Dodillet
Genre: Erfahrungen
Verlag: Heyne Verlag
Format: Broschiert, 240 Seiten
ISBN:978-3453200876

 

Kauft doch wieder mal in der örtlichen Buchhandlung ein!

Inhalt:
Seit zehn Jahren lässt sich Herrchen von zwei verrückten Hunden auf der Nase herumtanzen, doch die Hoffnung bleibt, dass sie ruhiger werden, weil ältere Hunde werden doch ruhiger, oder? Tatsache ist allerdings, dass Luna auch noch im hohen Alter alles zusammenbellt, wenn er ihr nicht zu Gesicht steht und Wiki, er bleibt weiter der Bewacher von Selbsterbrochenem, als wäre es ein Schatz. Und obwohl wieder beim Trainer Krause gesucht wird, der Handauflegen und abstrusere Dinge empfiehlt, die gerade die Fachwelt umtreiben, muss Herrchen feststellen, dass man einen Dickschädel einfach nicht verändern kann.

Meine Meinung:
„Herrchenjahre“ von Michael Frey Dodillet ist für mich eines der besten Hundebücher, weil es für mich die Realität zeigt. Der Hund folgt eben nicht aufs Wort, ist ein richtiger Dickschädel. Sicherlich, man sollte seinen Hund im Griff haben, damit er nicht ständig damit beschäftigt ist, kleine Kinder zu fressen, aber manche Sachen, die bekommt man nicht weg und Trainer, naja, da gibt es so viele, wie Sandkörner am Strand und Methoden, da hat sowieso jeder eine eigene. Hier geht’s aber nicht um „Herrchenjahre“ sondern „Herrchentrubel“, was in die Reihe von Michael Frey Dodillet gehört:
1. Herrchenjahre
2. Herrchen will nur spielen
3. Herrchenglück
4. Herrchentrubel

Wie gesagt, Band eins fand ich wunderbar, liebe ich heute noch, nachdem ich allerdings „Herrchen will nur spielen“ gelesen hatte, war ich maßlos enttäuscht, das Buch, so muss ich sagen, war ziemlich mies und da ich es im Regal nicht mehr finde, hab ich es wohl verschenkt, vermutlich an jemanden, den ich nicht sehr leiden kann. Somit war die Sache für mich gegessen, weil ich nicht wirklich erwartet hatte, dass es wieder aufwärts geht. „Herrchenglück“ habe ich dann einfach mal getrost ignoriert. Neugier ist aber dann doch ein schweres Laster und so wollte ich es doch noch einmal probieren. Buch her und los ging es. Was soll ich sagen? Es konnte weder mit Band eins mithalten, war aber auch nicht in der Qualität von Band zwei, es war gut, hat Spaß gemacht. Der Witz ist auf jeden Fall zurückgekehrt, vielleicht, weil die Sicht des Menschen auf den Hund irgendwie eine authentischere ist. Wie gesagt Band drei hatte ich irgendwie gar nicht mitbekommen, erst nach dem Lesen von „Herrchentrubel“ kam ich drauf, dass es einen vorherigen Titel gibt, allerdings tut es keinen Abbruch. Man kann die Bände getrost getrennt von einander lesen und versteht trotzdem, worum es geht – um Hundeerziehung und die absurden Trainingsmethoden. Von Erfolg, allerdings viel mehr Misserfolg und letztlich einfach der Sicherheit, dass man einen Hund schon erziehen kann, er aber immer noch einen eigenen Kopf haben wird.

“Herrchenglück“ ist jetzt erst einmal auch bei mir eingezogen, weil ich einfach mal annehme, „Herrchen will nur spielen“ war ein Ausreißer. Der Autor hatte sicherlich einen schweren Tag, hat irgendwas zusammengeleimt, weil der Verlag drängelte. Schwamm drüber, wir haben alle mal eine blöde Zeit.

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