Monatsrückblick Mai 2018

Leseflaute! Ende Mai hat sie begonnen, hatte sich einfach angeschlichen, zwischen den Seiten eines Buches. Mit jedem Satz kroch sie näher an mich heran und nun, nun bin ich in Leseunlust eingehüllt. Schuld: Vielleicht passiert ein Wunder – entgegen der Versprechung im Titel, passierte dort leider kein Wunder, eher eine Vollkatastrophe.

Das Buch habe ich im Juni beendet, also gehört es eigentlich gar nicht in diesen Rückblick – aber es ist an der Gesamtsituation schuld – völlige Unmotiviertheit.
Weder finde ich eine Geschichte, die ich lesen möchte, noch will ich eine Rezension schreiben, weil mein Kopf in „Out of Order“ geschalten hat.
Trotzdem versuche ich mir jetzt mal Mühe zugeben, aber ich denke, der Juni wird ein ziemlich ruhiger Monat.

Mai 2018 (1)

Dieses Monat habe ich mal wieder 3 Rezensionen „geschafft“:
Von der Wahrscheinlichkeit, dass es dich nicht gibt – Francesca Zappia
Ein kleines Wunder würde reichen – Penny Joelson
Dear Martin – Nic Stone

Und vier Stück bekommen jetzt eine kleine Zusammenfassung:

Dieses Leben gehört: Alan Cole – bitte nicht knicken von Eric Bell 

Aufgefallen ist mir das Buch durch Cover und Titel, es versprach mir auf den ersten Blick eine leichte Lektüren zu werden, in die man sich einfach fallen lassen kann.
Im Klappentext liest man heraus, dass es doch ein wichtiges Thema geht – Alan ist seinen Mitschüler Connor verliebt. Als sein älterer Bruder Nathan es herausfindet, beginnt er ihn zu erpresse. Er muss fiese Aufgaben erfüllen, wenn er nicht „mitspielt“, droht Nathan ihn zu outen.
Passte jetzt nicht ganz zur Aufmachung, aber natürlich hatte ich nichts gegen eine ernstere Geschichte – aber ernst? Das Buch knallt einen in die Eingeweide. Neben der Erpressung, beschreibt der Autor eine Familiendynamik die sprachlos macht. Niemals hätte ich mir erwartet, was ich letztlich bekommen habe.

Lest das Buch einfach, auch wenn ich keine Rezension geschrieben habe, hätte es eigentlich tausend Worte verdient, die Letztlich doch nichts ausgesagt hätten.

 

Post von Karlheinz von Hasnain Kazim

Hasnain Kazim ist Journalist bei Spiegel Online und schreibt gerne mal über kontroverse Themen. Eine schöne Angriffsfläche – dann ist da aber noch sein fremd klingender Name, wahrer Zündstoff für den Wutbürger. Täglich erreichen ihn unzählige Leserbriefe, man kann sich vorstellen, nicht unbedingt Liebesbriefe. Statt sie einfach zu ignorieren, beginnt er allerdings zurückzuschreiben – schlagfertig und witzig sucht er das Gespräch.
Es ist ein wirklich humoristisches Buch, eine Sammlung an Gesprächen – allerdings ist es auch sehr lehrreich, weil zwar viel auf eine flapsige Art und Weise erzählt wird, der Autor aber doch weiß, wovon er spricht. Lange war er in der Türkei als Korrespondent tätig, musste nach einer Berichterstattung allerdings das Land aus Sicherheitsgründen verlassen,  weil es Morddrohungen von Anhängern des türkischen (damals) Ministerpräsidenten Erdoğan gab. Zudem hat er einen dunkleren Hautteint – und Alltagsrassismus ist leider immer noch ein Problem.
Karlheinz hat mich zumindest dazu gebracht, dass ich sicherlich auch noch die anderen Bücher von Herrn Kazim lesen werde.

 

Irgendwas von dir von Gayle Forman

Bis eben dachte ich, dass ich zur englischen Ausgabe „I Was Here“ eine Rezension geschrieben habe – nach einer Suche muss ich aber feststellen: Nö.
Oje, jetzt wird es gruselig, weil ich felsenfest davon überzeugt war, weswegen ich die deutsche Ausgabe nicht besprechen wollte. Ein Fall für Galileo Mystery!!!

Lest lieber die Rezension von lesemomente – bevor ich hier irgendwas versuche zusammenzuschustern, dafür bin ich jetzt zu verwirrt, weil ….. ich hatte dazu eine Rezension geschrieben!! Glaube ich.

 

Optimists Die First – Susin Nielson

Ein englisches Jugendbuch, über eine Angststörung – hab ich gelesen, aber irgendwie auch gleich vergessen. War sehr leicht geschrieben, auch ganz nett, aber nichts, woran ich mich rückblickend erinnern würde  … dafür erinnere ich mich an eine Rezension, die es nie gab.

Nun gut, ich hoffe wenigstens, dass ich bald die Leseflaute überstanden habe, weil es nervt gewaltig, nicht lesen zu können, obwohl man unbedingt lesen möchte.

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