Monatsrückblick August 2018

Fast ist der September schon rum und ich komm erst mit dem Monatsrückblick August um die Ecke, naja, es passt – im August war hier eigentlich gut was los und den September hab ich eher so verschlafen.

Monatsrückblick August

Folgende Buchrezensionen gab es im August:
Clean von Juno Dawson
Are We All Lemmings and Snowflakes? von Holly Bourne
Wenn Worte meine Waffe wären – Kristina Aamand

Und eine Filmrezension hat es auch noch in den Monat geschafft:
To All the Boys I’ve Loved Before

Daneben habe ich eigentlich nur noch zwei andere Bücher gelesen:

 

Mutig – Das Enthüllungsbuch aus der Traumfabrik Hollywoods von Rose McGowan

Als der Skandal um den Filmproduzenten Harvey Weinstein publik wurde, war Rose McGowan eine der Ersten, die sich zu Wort gemeldet hat, die ihre Erlebnisse in der „Traumfabrik“ Hollywood geteilt hat. Ohne Angst.
Angst? Nun ja, ein offenes Geheimnis war/ist in Hollywood auch, wenn du den großen und mächtigen ans Bein pinkelst, wirst du niemals wieder eine Rolle, geschweige denn Erfolg haben. Somit passt der Titel, du musst mutig sein, um deine eigene Stimme zu finden.
Das Buch stand länger schon auf meiner Wunschliste, aber weil ich Rose McGowan, ich gebe es zu, als Schauspielerin nie wirklich leiden konnte, stand es eben etwas länger dort rum. Bis ich es gelesen habe und jetzt auch irgendwie nicht weiß.
Natürlich bin ich beeindruckt, dass Rose McGowan die Stärke hat, ihre Stimme zu erheben, gegen all den Gegenwind und Himmel, was erhält sie für einen Gegenwind – momentan beispielsweise auch von ihrer ehemaligen Mitstreiterin bei der MeToo Debatte Asia Argento – siehe hier.
Es ist schwierig, das Buch ist wichtig, sollte gelesen werden und doch, ich konnte mit Rose nicht warm werden, da blieb ein Keil zwischen uns.

 

Kompass ohne Norden von Neal Shusterman

Alles was ich zu Beginn wusste war, dass es in dem Buch um Schizophrenie geht. Was ich aber erst nach dem Vorwort/Nachwort des Autors wusste: Neal Shusterman’s Sohn Brendan bekam mit sechzehn Jahren die Diagnose einer schizoaffektiven Störung, eine Kombination aus Schizophrenie und bipolarer Störung. Mithilfe seines Sohnes hat er versucht niederzubringen, was die Krankheit bedeutet, welche Wege sie geht, wie sie sich im Kopf anfühlt.
Was wir hier lesen ist … verworren. Realität und Fiktion vermischen sich, versucht man sich an einem festzuhalten, zieht der andere Teil einen schon wieder in die entgegengesetzte Richtung. Man versucht zu verstehen, analysiert und gibt doch bald kampflos auf, weil man es nicht versteht, weil die eigenen Gedanken einen blockieren.
Wie kann es das Schiff geben, diese Welt, so fernab von unserer, wie kann sie eindeutig nicht real sein und sich doch so unübersehbar vor uns erstrecken, dass wir während dem Lesen selbst an unserem Verstand zu zweifeln beginnen?

Ich weiß nicht was ich von dem Buch halten soll – ich mag es, weil es mir zeigt, wie sich jemand fühlt, der in zwei Welten lebt und selbst nicht mehr weiß, wo seine Heimat ist und ich glaube, ich mag es nicht, weil ich es manchmal einfach nicht verstanden habe und mir selbst im Weg stand.

Was ich aber weiß, es gibt jemand großartigen, der Worte findet, wenn es gerade besonders schwer ist:

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

* Die DSGVO-Checkbox ist ein Pflichtfeld

*

Ich stimme zu.