Spinster Girls – Was ist schon typisch Mädchen?

Titel: Spinster Girls – Was ist schon typisch Mädchen?
Originaltitel: What’s a Girl gotta do?
Autor: Holly Bourne
Genre: Jugendbuch ab 14 Jahren
Verlag: dtv Verlagsgesellschaft
Format: Taschenbuch, 416 Seiten
ISBN: : 978-3423718011

 

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Inhalt:
Alles, was Lottie will, ist die Welt zu verändern. Dafür startet sie ein Experiment: Einen Monat lang möchte sie mit ihren Freundinnen auf ihrem Vlog auf jede sexuell diskriminierende Situation aufmerksam machen, die ihnen im Alltag widerfährt. Ebenso wichtig ist Lottie aber das Vorstellungsgespräch an der Eliteuni Cambridge, auf das sie sich schon seit Jahren vorbereitet. Und dann ist da auch noch Will, der sie tagtäglich auf die Palme bringt. Hat sie sich zu viel vorgenommen?© dtv Verlagsgesellschaft

Meine Meinung:
Könnt ihr euch noch erinnern, als ich im Juli eine extrem begeisterte Rezension zu „Spinster Girls – Was ist schon normal?“ geschrieben habe?  Als ich in Holly Bourne eine neue Lieblingsautorin gefunden hatte? Den zweiten Teil der Reihe gar nicht abwarten konnte?
Tja, manchmal können sich Dinge ändern, ganz schnell, durch einen zweiten Teil, der extrem mies war.

Aber langsam, Holly Bourne mag ich natürlich immer noch wahnsinnig gerne, aber die Wahrheit ist auch „Was ist schon typisch Mädchen?“ ist in meinen Augen schlecht.
Es ist gar nicht so die Geschichte des Buches, die doch ein wichtiges Thema anschneidet – Feminismus und wie man auf sexuell diskriminierende Situation aufmerksam macht, der Welt zeigt, worin überall eine Diskriminierung liegt.

Die Geschichte dreht sich immer noch um die drei Freundinnen Evie, Amber und Lottie.
Und Evie und Amber mag ich sehr, aber in diesem Buch geht es vordergründig um Lottie …. und Lottie kann ich leider so gar nicht leiden. Im ersten Teil war sie okay, kam nicht oft vor, war es doch Evies Geschichte die erzählt wurde, aber dieses Mal drehten sich die Worte um sie.

Lasst mich kurz ihren Charakter erklären – sie hält sich für sehr toll, also eigentlich einen Menschen, den die Anderen am besten ständig einen roten Teppich ausrollen sollten, bevor sie sich auf die Knie werfen, um ihrer Herrlichkeit zu huldigen.
Wenn Lottie eine Meinung hat, dann ist es nicht einfach nur ihre Meinung, dann hat es gefälligst die Meinung aller zu sein. Eine Lottie liegt nämlich aus Prinzip nicht falsch und sollte sie doch mal einen Fehler an ihrem Verhalten erkennen, wird sie sich garantiert nicht entschuldigen – immerhin könnte ja auch die Gegenseite auf sie zukommen.

Während das Buch mit einem wichtigen Thema daherkommt, war ich doch nur die ganze Zeit damit beschäftigt, Lottie sehr sehr furchtbar zu finden.

Ich finde es beeindruckend, dass Lottie ein Projekt startet, um auf soziale Ungleichheit aufmerksam zu machen. Sie zieht, wie immer bei schwierigen Themen, nicht nur Bewunderung an, sondern auch viel Abneigung und obwohl ich wusste: Okay, du musst jetzt mit ihr fühlen – funktionierte es nicht, weil ich sie  einfach nicht mochte.

Gegen Ende wurde ich ein wenig versöhnlicher mit Lottie, aber nur ein ganz kleines, minimales Stück – nichts, was das Buch noch retten hätte können, letztlich bleibe ich dabei, die Geschichte absolut nicht leiden zu können, nicht der Geschichte wegen, sondern wegen Lottie.

Die Spinster Girls haben übrigens folgende Reihenfolge:
1. Was ist schon normal?
2. Was ist schon typisch Mädchen?
3. Was ist schon Liebe? (erscheint im Frühjahr 2019)

Im Englischen kam der deutsche dritte Teil, als zweiter Teil auf den Markt. Keine Ahnung, warum es in Deutsch ausgetauscht wurde, ist zwar verwirrend, aber da sich die Teile ziemlich unabhängig von einander lesen lassen, fällt es nicht stark ins Gewicht.

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