Lobilat zieht in die Welt

Heute gibt es mal etwas außerhalb der Bücherwelt, aber dann doch wieder eine Geschichte, die in Worte gehüllt ist.

Wie man an meinen Header unschwer erkennt, finde ich Stofftiere ziemlich genial, somit ist es für mich auch logisch, auf Facebook/Instagram Theo dem Lesebär zu folgen. Soweit so unspektakulär.

Anfang August hat dann Theo seinen Freund Lobilat vorgestellt – er ist sogar im stolzen Besitz einer eigenen Homepage und nachdem ich diese erst einmal entdeckt habe, muss euch einfach von ihm und seiner Mission erzählen.

Aber wer ist Lobilat jetzt eigentlich? Nun, zuerst mal einfach nur ein kleines 5-jähriges Hündchen.

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Schaut ziemlich unauffällig aus oder? Nun, es sind ja meistens die Unscheinbaren, die einen überraschen!

Lobilat ist ein Stoffhündchen und wie es für Stofftiere gehört, zählt es zu seinen Aufgaben, die Welt ein kleines bisschen besser zu machen. Er tröstet, kuschelt und ist gerne bei seiner Besitzerin, seinen ganz eigenen Menschen.

Da hatte er einen Idee … zuerst hat er sie Miss Stanhope, seiner Besitzerin, erzählt. Auf sie war verlassen, das wusste er und so haben sie seine ganze Verwandtschaft durchtelefoniert – bis zum weit entfernten Großgroßgroßcousin und alle wollten sie mitmachen. Als sie dann zusammentrafen, haben sie erst einmal ein Familiefoto nachgeholt:

Und was war jetzt Lobilats Idee? Nun, dass war ehrlich gesagt eher Miss Stanhopes Idee, aber in einer Mensch- und Stofftierbeziehung teilt man ja bekanntlich alles.

Sie hat lange Zeit im Libanon und Syrien gelebt, denkt viel über die Situation der Menschen dort nach, auch über die Flüchtlingskinder, die vielleicht nicht einmal wie sie ein Kuscheltier zum Festhalten haben.
Im April 2015 wollte sie dann wieder einmal in den Libanon fliegen, mit all ihren Gedanken im Kopf, fiel das Packen schwer, aber dann war die Idee da … syrischen Flüchtlingskindern Kuscheltiere mitzunehmen.

Ob sich die Kinder gefreut haben, einen Stoffkumpel zu bekommen? Manchmal sollte man lieber Bilder sprechen lassen:

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Jetzt ist es so, dass Lobilats Verwandte es wieder ihren eigenen Familien erzählt haben und die dann auch wieder weiter, so dass noch ganz viele auf die Reise zu ihrem besonderen Menschen wollen und da braucht es jetzt unsere Hilfe.

Ihr könnt einen von Lobilats Verwandten unterstützen, dafür müsst ihr €15,- spenden, dürft euren Hündchen auch einen Namen geben und dann, dann schenkt ihr schon Fluffyfreunschaft. Klingt einfach – ist es auch.
Für ganz genaue Informationen guckt hier!

Lobilat kümmert sich höchstpersönlich um eure Nachrichten (Instagram, Facecbook und Pinterest) und Spenden:

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PS: Und Bücher hat Lobilat auch noch, ich muss erst eins lesen, aber kauft es trotzdem – man kann nie genug Bücher haben!
Und danke an Dinah, die mir erlaubt hat, ihre Bilder zu verwenden.

The Promise [Film]

https://upload.wikimedia.org/wikipedia/en/e/ee/The_Promise_%282016_film%29.jpg
Titel: The Promise
Regie: Terry George
Drehbuch: Terry George, Robin Swicord

Produktionsland: USA
Dauer: 134 Minuten
Erscheinungsdatum: 2017
Altersfreigabe: FSK 12

Log-Line:

Der armenische Medizinstudent Michael (Oscar Isaac) reist im Jahr 1914 kurz vor Ausbruch des Ersten Weltkriegs für sein Studium nach Konstantinopel. Dort lernt er den Fotojournalisten Chris Myers (Christian Bale) und dessen Geliebte, die Künstlerin Ana (Charlotte Le Bon), kennen, die aus Paris in die Stadt am Bosporus gereist sind. Michael verliebt sich hoffnungslos in Ana, die so wie er armenische Wurzeln hat und seine Liebe schon bald erwidert. Doch die leidenschaftliche Liebesbeziehung der beiden gerät in Gefahr, als um sie herum der Krieg ausbricht und das vormals so lebendige und multikulturelle Konstantinopel im Chaos versinkt. Michael und Ana fliehen gemeinsam und müssen dabei angesichts des drohenden Genozids an den Armeniern nicht nur für ihre Liebe zueinander kämpfen, sondern auch ums nackte Überleben.

Meine Meinung:
Da mich die Thematik des Genozides der Armenier interessiert, und ich schon einige Dokus gesehen und Bücher gelesen habe, war dieser Film für mich ein absoluter Pflichttermin! Ich hatte aber so meine Zweifel, da so ein ernstes Thema mit einer improvisierten Liebesgeschichte „verwässert“ werden könnte. War dies auch der Fall?

Der Film fängt opulent mit prächten Bildern, kräftigen Farben und tollen Panoramafahrten an. Man wird in ein Paradies namens Konstantinopel eingeführt, wo Multi-Kulti alltäglich, die Menschen hyper-super-nett sind und Möglichkeiten schier unendlich erscheinen. Und der Bosporus, der Europa mit Asien verbindet, strahlt geradezu majestätisch hervor. Die besten Bedingungen um Medizin zu studieren und sich in eine wild-fremde Frau zu verlieben! Und plötzlich ist Krieg – und alles ist anders.

Ja, so wie ich es mir vorgestellt habe … die erste Hälfte plätschert etwas dahin und eine kitschige Liebesbeziehung wird uns präsentiert. Später konzentiert man sich doch an das 1. Verbrechen gegen die Menschlichkeit (wurde 1915 offiziel das erste Mal von der internationalen Gemeinschaft erwähnt).

Nachdem die Bilder anfangs noch so kräftig waren, werden sie später entschärft – zum Teil massiv entschärft! Aber trotz allem (und die kitschige Liebesgeschichte mal beiseite) beinhaltet der Film viele Indizien des Genozides – sei es das Rausschneiden der Föten aus den Bäuchen der Mütter (nur erwähnt) oder die unter den Armeniern legendäre Schlacht in dem Bergdorf Van (nur erwähnt). Die Intervention des Botschafters Morgenthau oder die Forderung der Osmanischen Regierung, nach den zahlreichen Toden der Armenier deren Versicherungsprämien kassieren zu wollen (!).

Ich finde, dass der Film einen wichtigen Status einnimmt, da der Genozid an den Armeniern, vor allem von türkischer Seite, gut und gern klein geredet oder gar geleugnet wird (selbst von der offiziellen türkischen Regierung). Die Umstände zu diesem Film sind beinahe brisanter als der Film selbst. Gleich bei seiner Premiere gab es tausende 1-Punkte-Bewertungen, die nachweislich von der türkischen Regierung gelenkt worden sind (und einige hunderte 10-Sterne-Bewertungen sind als Reaktion darauf aus Armenien gekommen).

Ich will jetzt aber nicht zu sehr politisch abdriften, da es hier doch vordergründig um den Film geht. Der Film versucht opulent und meisterlich zu wirken, doch schafft es das nur selten. Man kann diesen Film auch niemals mit einem Meisterwerk wie Stephen Spielbergs „Schindlers Liste“ vergleichen, obwohl der Regiesseur Terry George durchaus Potential hat. Sein bekanntester Film, „Hotel Rwanda“ aus dem Jahre 2004 ist ebenfalls ein Genozid-Film. Aber während er bei „Hotel Rwanda“ hartnäckiger bei seiner Linie geblieben ist und dadurch der Film äußerst solide geblieben ist, war er hier regelrecht hin und her gerissen – zu umfangreich war wohl dieser Aspekt der menschlichen Schande.

Fazit:
Allein der Versuch, darüber einen Hollywood-Film zu machen darf hier nicht untergehen – den aus finanzieller Sicht war dieser Film ein totaler Flop. Für die Produzenten aber kein Beinbruch, da dieser Film beinahe komplett vom verstorbenen armenischen Milliardär Kirk Kerkorian finanziert wurde.

Aber um fair zu bleiben, auch wenn der Film jetzt kein Knaller war, war er doch ansehnlich beim Betrachten. Die schauspielerische Leistung war solide, auch wenn die Charaktere nicht so wirklich in unsere Herzen eindringen konnten. Die Szenenbilder und die Kulisse wussten zu überzeugen.

Wer sich aber intensiver und umfangreicher mit diesem Genozid beschäftigen will, darf ich einmal die deutsche Dokumentation „Aghet – ein Völkermord“ empfehlen. Hier kommen viele virtuelle Zeitzeugen zu Wort und beschrieben recht detailliert über diesen Völkermord;

und einmal das Buch „Völkermord an den Armeniern“ von Michael Hesemann, welches mit neuesten Dokumenten aus dem Vatikan den Genozid auch beweisen und bezeugen kann. Hier wird u.a. auch erörtert, dass es bereits vor dem 1. Weltkrieg größere Pogome gegen die Armenier im Osmanischen Reich stattgefunden haben. Auch, dass die deutsche Regierung nicht ganz unschuldig an diesem Völkermord war. Denn die Osmanen waren Verbündete der Deutschen und der Österreicher im 1. WK.

Dieser Genozid diente teilweise als Blaupause für den jüdischen Holocaust in Europa. Denn Hitler soll einmal zu seinem Stab gesagt haben: „… wer redet denn heute noch von der Vernichtung der Armenier?“

Mein Rating:
7 (+1 für die Dringlichkeit des Themas)
/10

https://en.wikipedia.org/wiki/The_Promise_(2016_film) [ENG]

http://www.imdb.com/title/tt4776998/

Hochgradig unlogisches Verhalten

Titel:  Hochgradig unlogisches Verhalten
Originaltitel: Highly Illogical Behavior
Autor: John Corey Whaley
Genre: Jugendbuch ab 13 Jahren
Verlag: Hanser Verlag
Format: Hardcover, 240 Seiten
ISBN: :978-3446257054


Kauft doch wieder einmal in eurer örtlichen Buchhandlung ein!

Solomon muss nie aus dem Haus. Er hat zu essen. Er kann von seinem Fenster die Berge sehen, und seine Schulaufgaben macht er online, mit ungekämmten Haaren und im Schlafanzug. Ernsthafte Probleme hat er eigentlich nicht. Und er hat auch keine schwere Krankheit. Er ist bloß ein neurotisches Vorstadtkind, das da draußen Panikattacken erleidet. Als seine ehemalige Mitschülerin Lisa für einen Psychologie-Aufsatz ein Studienobjekt benötigt, drängelt sie sich in sein Leben. Gemeinsam mit ihrem Freund Clark werden sie zu einem eingeschworenen Trio. Solomon lernt, was Freundschaft ist, und stellt fest, die Welt ist voller guter Gründe, sich aus dem Versteck zu wagen. ©Hanser Verlag

Dieses Buch war ein wahrer Glücksfall, weil eigentlich hätte es gar nicht bei mir einziehen sollen. Auf meiner Wunschliste war es zwar vorgemerkt, doch das Cover, es hat mich ein wenig abgeschreckt, es sieht nach einem watteweichen Sommerroman aus und ja, der Mensch dafür bin ich nicht unbedingt.

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Es war dann Fabian (HerrBooknerd)  auf Instagram, der für mich die Verbindung herstellte, in dem er meinte, dabei handelt es sich um die Übersetzung zu „Highly Illogical Behavior„. (Okay, von den Titel hätte man es vielleicht auch selbst herausbekommen können…)
Viele Blogs, die ich lese, haben dieses Buch schon besprochen gehabt und die englische Ausgabe verspricht auch für mich eher eine ernstere Geschichte.
Doch es stimmt mal wieder: Don’t judge a book by its cover.

 

Das deutsche Cover hat mich also abgeschreckt, weil ich eine viel zu lockere Geschichte erwartet hatte, die das Thema Agoraphobie auf die leichte Schulter nimmt, nun, eine lockere Geschichte habe ich erhalten, aber gespickt mit so viel Ernst, dass es ein perfektes Missverhältnis ergeben hat.

Viele von uns kennen sie vielleicht, die Hobbypsychologen, die herumdoktern, ohne wirklich Ahnung zu haben – so ist Lisa. Sie möchte unbedingt Psychologie studieren, findet das menschliche Verhalten extrem spannend und für eine Unibewerbung möchte sie etwas bahnbrechendes abliefern. Vor drei Jahren hat sich an ihrer Schule ein Junge ausgezogen und in den Brunnen gesetzt. Einfach so. Er ist dann verschwunden und niemand wusste so genau, wo er ist und warum er es getan hat. Dieser Junge war Solomon und Lisa hat es sich nun auf die Fahne geschrieben, ihn zu heilen.

Soweit der Beginn, was Lisa nur ein wenig außer Acht gelassen hat, ist die menschliche Seite – sie versteht sich nämlich richtig gut mit Solomon. Bringt ihrem Freund Clark mit zu ihm nach Hause und gemeinsam werden sie ein eingeschworendes Team, doch unter der Freundschaft lodert das Geheimnis.
Lisa erzählt Solomon natürlich nicht, dass er eigentlich nur ein Aufsatzthema ist und auch Clark hat sie zur Geheimhaltung gedrängt. Je enger die Freundschaft allerdings wird, desto schwieriger wird es für die Beiden, da sie Solomon ins Herz geschlossen haben und falls er jemals die Wahrheit erfahren würde, würde es alles kaputt machen.

Lisa mochte ich nicht. Also eigentlich mochte ich sie schon, aber Solomon mochte ich noch mehr und weil sie ihn irgendwie benutzt, konnte ich sie nicht mögen.
Clark hingegen fand ich klasse, vielleicht weil er und Solomon sich so perfekt ergänzen. Die Geschichte ist durch einen sarkastischen Humor gekennzeichnet, der mir einfach wahnsinnig viel Spaß bereitet hat.

Und meine Angst, dass die psychische Erkrankung viel zu leicht und locker abgehandelt wird, hat sich Gott sei Dank nicht erfüllt. Man spürt den ernst der Lage, bekommt Symptome beschrieben und kann sich auch als Außenstehender langsam ein Bild von der Krankheit machen, die eben so viel mehr ist, als einfach nicht aus dem Haus gehen zu können.

Als Nebenstrang gibt es dann noch das Thema, das Solomon schwul ist – nicht außergewöhnliches, denkt sich der Leser, ist es auch nicht, nur eben eine Randbemerkung, wie aber alle drei damit umgehen, es zeichnet so wunderbar das Gesellschaftsbild ab. Ehrlich, es ist genial. Ich denke, dieser Teil war sogar mein Lieblingsteil.

Und manchmal bin ich wirklich sehr dankbar, dass mein SuB unendlich ist, denn dort liegt seit 2014 noch originalverpackt „Hier könnte das Ende der Welt sein“ – was nun ganz sicherlich nicht mehr lange dort liegen wird.

Alles, was ich sehe

Titel: Alles, was ich sehe
Originaltitel: The One Thing
Autor: Marci Lyn Curtis
Genre: Jugendbuch ab 14 Jahren
Verlag: Königskinder Verlag
Format: Hardcover, 432 Seiten
ISBN: : 978-3551560223


Kauft doch wieder einmal in eurer örtlichen Buchhandlung ein!

Maggie hasst ihr neues Leben als Blinde. Sie will keine tapfere Kranke sein, und auf Unterricht von anderen Blinden kann sie gut verzichten. Nach einem missglückten Streich passiert es: Sie kann wieder sehen! Nur einen Ausschnitt der Welt, genauer: einen zehnjährigen Jungen namens Ben. Mit Hilfe des altklugen und hinreißenden Jungen scheint sie einen Teil ihres alten Lebens zurückzubekommen. Und Bens großer Bruder Mason ist Sänger in Maggies Lieblingsband. Und ziemlich attraktiv. Doch er lässt sie abblitzen, weil er denkt, dass Maggie ihre Blindheit vortäuscht – was ja irgendwie stimmt.
Dann kommt heraus, warum sie ausgerechnet Ben sehen kann. ©Königskinder Verlag

Ein Königskind also. Eines, welches schon seit einer kleinen Ewigkeit auf meiner Wunschliste stand und eigentlich letztlich nur eingezogen ist, weil ich in der Buchhandlung nichts anderes gefunden habe. Man sieht, ich habe sehr reiflich überlegt.

Für mich der schlimmste Alptraum: blind werden.
Es ist vermutlich ein wenig anders, wenn man es von Geburt aus ist, sicherlich hadert man dann trotzdem ein wenig mit dem Schicksal, weil einem so viel verborgen bleibt, aber extrem schrecklich muss es sein, wenn dir das Augenlicht genommen wird, wo du doch schon die Farben der Welt kanntest.
So geht es Maggie, sie ist durch eine schwere Hirnhautentzündung, vor circa einem Jahr, erblindet. Las sie früher gerne, steht sie heute mit der Brailleschrift auf Kriegsfuß, ihr Leidenschaft Fußball musste sie an den Nagel hängen und während das Leben für alle anderen weiterzugehen scheint, ist ihres in einem kompletten Stillstand geraten.

Ich glaube, besonders gut an dem Buch hat mir gefallen, wie Maggie mit ihrer Erblindung umgeht, nämlich mal gar nicht. Sie ist deprimiert, lustlos und möchte sich kein neues Leben aufbauen, weil ihr altes großartig war und es zu verlieren, schmerzt einfach zu sehr.
Ihre Fassade ist aus Sarkasmus errichtet, der wirklich grandios gesetzt ist und ziemlichen Spaß beim Lesen macht, obwohl man dahinter jedesmal ihren Schmerz erkennt. Allerdings, so kommt es mir vor, war sie vor ihrer Erblindung auch schon ein ziemlich sarkastischer Menschen, zumindest wenn man auf ihre Umgebung vertraut.
Einerseits wollte ich manchmal lachen, weil ihre Sprüche so witzig waren und andererseits waren sie so schmerzhaft, dass sie alles in mir verkrampfte.

Und dann war da Ben, der so viel mehr ist, als ein 10-jähriger Junge.
Geboren mit einen offenen Rücken, braucht er Krücken, um gehen zu können, doch wenn er im Wasser ist, ist er frei – seine Leidenschaft ist das Schwimmen.
Der Zufall hilft, das Maggie und Ben sich treffen. Gut, nicht außergewöhnlich, außergewöhnlich ist jedoch das Maggie Ben sieht. Warum? Nun, man erfährt es im Laufe der Geschichte und es war wohl ein Grund, warum ich das Buch nicht lesen wollte.
Leider wurde ich durch ein paar Rezensionen in diese Richtung gespoilert und dachte mir dann, dass mir der Überraschungsmoment des Buches genommen worden ist.
Man hab ich mich getäuscht!

Sollte tatsächlich jemand noch gespoilert worden sein – lest dieses Buch trotzdem, weil es  einfach der Oberwahnsinn ist!

Ben ist …. einfach Ben. Er besitzt einen so wunderbaren Charakter, dass ich mich in ihn sofort verliebt habe. Er sagt, was er denkt, doch er denkt überlegt. Wisst ihr, er lässt sich nicht wirklich beschreiben, weil jede Beschreibung ihn niemals gerecht werden würde. Er ist einfach Ben.

Und Ben und Maggie zusammen, ist so unglaublich fantastisch, einzigartig und


Es ist einfach perfekt. In jeder Hinsicht.

Ach ja, dann gibt es da noch Mason, den Bruder von Ben, der sich in Maggies Herz schleicht. Bei zwei so starken Charakteren geht er ehrlich gesagt ein wenig unter, wie er in Geschichte sich einfügt, ist absolut stimmig, aber letztlich bleibt er doch im Schatten, wenn auch die Geschichte ohne ihn überhaupt nicht funktionieren würde, weshalb er doch eine Wichtigkeit besitzt. Besonders froh bin ich allerdings, dass die Liebesgeschichte authentisch gehalten wurde und sich somit perfekt, in eine perfekte Geschichte eingefügt hat.

Wunderbare Rezensionen zu dem Buch findet ihr euch hier:
Nana – what else?Tintenmeer und Annas Bücher Stapel

[reflection] Being Miss Nobody

Being Miss Nobody
Titel: Being Miss Nobody
auf Deutsch bis jetzt erhältlich: nein
Autor: Tamsin Winter
Genre: Kinderbuch ab 9 Jahren
Verlag: Usborne Publishing
Format: Taschenbuch, 367 Seiten
ISBN: 978-1474927277


Kauft doch wieder einmal in eurer örtlichen Buchhandlung ein!

Inhalt:
Rosalind hasst ihre neu Secondary School (dt. Realschule, Gymnasium). Nicht nur, weil alles neu ist, sondern weil sie schnell das verrückte Mädchen ist, was nicht spricht. Ein Mute-ant. Und wenn man nicht spricht, kann man auch nicht wirklich kämpfen, so beschließt sie, einen Blog aufzumachen – Miss Nobody. Hier kann sie sprechen/schreiben, was in ihrem Kopf wirklich vorgeht, dort findet sie ihre Stimme.
Es entsteht allerdings auch ein neues Problem – wird Miss Nobody nicht irgendwie selbst ein Mobber?

reflection:
Mein erster Gedanken zu dem Buch war, dass es sich um Mobbing in der Schule dreht, was es auch tut, allerdings geht es noch einen anderen Weg. Rosalind kann nicht sprechen, also sie kann schon, halt nur zu Bezugspersonen – keine Laune der Natur oder Schüchternheit, hierbei handelt es sich um eine psychische Erkrankung: Selektiver Mutismus.

Jemand der nicht spricht, ist natürlich ein leichtes Opfer, weil Worte eben Macht bedeuten und genau so fühlt sich Rosalind – machtlos. Die neue Schule bedeutet nämlich auch, dass sie dort noch niemanden kennt, keine Freunde hat und somit ganz auf sich alleine gestellt ist. Als Leser hat man natürlich den Vorteil, dass die Geschichte von Rosalind erzählt wird, so ist man ein Teil ihrer Gedanken und kann gut nachvollziehen, wie schwer die Situation ist.

Mithilfe ihres Bruder Seb erstellt sie den Blog „Miss Nobody“, um allen Nobodies an ihrer  Schule ein Stimme zu geben, aber auch, um ihre Gedanken los zu werden, ihre Wut, die sich jeden Tag ansammelt und sie sonst zum explodieren bringen würde.
Auf den Blog schreibt sie über die Mobber, stellt sie bloß und führt sie der Öffentlichkeit vor. Relativ schnell erlangt sie dadurch eine große Berühmtheit – allerdings mit Schattenseiten.

Ich mochte Miss Nobody, aber noch mehr mochte ich Rosalind, die in ihrem Schweigen eine warmherzige Person ist, die ich so gerne in der Schule begleiten wollte, um sie zu beschützen. Allerdings findet sie auch selbst einen Schutzort: die Schulbibliothek.
Yes! Protagonisten die Bücher lieben, haben bei mir immer einen besonderen Platz im Herzen – und weil man an der Schule freiwillig in der Bibliothek helfen darf, meldet sich Rosalind dafür natürlich an.

Es ist nicht ganz so leicht, viel über die Geschichte zu erzählen, weil sie sich hauptsächlich darum dreht, wie Rosalind versucht eine Stimme zu finden, ob nun Online oder durch eine Therapie. Auch ihre Eltern haben einen Platz in dem Buch, sie unterstützen sie wo es nur geht ….. aber dann gibt es noch einen Nebenstrang der Geschichte: ihren Bruder Seb und eigentlich spielt er eine zentrale Rolle, die so unglaublich ist, dass ich sie nicht verraten kann, weil sonst vieles gespoilert wäre, aber unter uns – SuperSeb ist großartig!

Geschrieben ist das Buch relativ einfach, die Altersempfehlung ist auch ab 9 Jahren, allerdings finde ich es ein bisschen schwierig, weil das Buch eben einen traurigen Zug und zudem um ein Thema geht, was nicht unbedingt leichter verständlich ist, außer man ist als Kind vielleicht selbst betroffen. Hier wäre wohl wichtig, dass man mit seinem Kind über den Inhalt spricht. Sie nicht alleine lässt.

Aus meiner Sicht war es  ein wunderbares Leseerlebnis, dass  nur empfehlen kann.

 

Monatsrückblick Juli 2017

Monatrückblick Juli

Dieser Monat hat es in sich gehabt – eigentlich wollte ich nur lesen, lesen und nochmal lesen. Ist nicht immer so, manchmal brauche ich kleine Auszeiten von den Buchstaben, um irgendwas im Fernsehen zu schauen, wobei es eigentlich egal ist was, einzig der Kopf muss sich dabei ausschalten lassen.

In der ersten Hälfte war ich auch noch motiviert genug, Rezensionen zu schreiben, ab der zweiten Hälfte wollte ich dann einfach nur noch im Buchstabenmeer schwimmen, ohne aus dem Becken zu steigen, um die Worte abzuschütteln, die sich gesammelt hatten.

Das Buch, was wohl am meisten Aufsehen in der Bloggerwelt ausgelöst hat, war „The Hate U Give“ von Angie Thomas.  Zurecht übrigens, wie ich finde – es behandelt das Thema Rassismus gegen Schwarze durch Polizisten in Amerika. Zwar benötigte ich ungefähr 100 Seiten, bis ich in der Geschichte angekommen war, weil es ein wenig befremdlich ist, wenn versucht wird, amerikanischen Slang in deutsche Sätze einzubauen, aber hat man sich erst daran gewöhnt, funktioniert das Buch und setzt sich im Kopf fest.

„Solange wir lügen“ von E.Lockhart ist über Umwege zu mir gekommen. Eigentlich hatte ich nach englischen Büchern gestöbert und bin irgendwie immer über „We were liar“ gestolpert, so dass ich es mir eigentlich schon bestellen wollte, weil ich mich nicht wirklich erinnern konnte, es von Inhalt auf Deutsch zu kennen. 1 Sekunde später war ich allerdings klüger. Tatsächlich kann ich mich auch erinnern, das Buch damals in der Buchhandlung gesehen zu haben. Da mir das Cover aber irgendwie Liebesgeschichtenmäßig vorkam und der Titel nach Thriller klang, hab ich es nie näher betrachtet – ein Fehler? Klar ist das Ende des Buches der helle Wahnsinn, aber davor fand ich es ehrlich gesagt ein bisschen sperrig.

Annabel Pitcher hat mich mit „Meine Schwester lebt auf dem Kaminsims“ (Rezi) so geplättet, dass ich „Ketchuprote Wolken“ sofort kaufen und lesen musste. Was soll ich sagen – hiermit verleihe ich der Protagonistin des Buches, den Preis des nervigsten Charakters im ersten Halbjahres 2017. Zoe war in meinen Augen einfach eine dumme Kuh und somit das Buch eher mau.

Bei den Rezensionen zu „Der Koffer“ von Robin Roe hört man eines deutlich heraus – Stille. Der O-Ton war meist, dass man nichts sagen könnte, weil ein Wort zu viel, schon zu sehr spoilern würde, weil ich aber ein Rezensionsjunkie bin und mich oft nach ihnen richte, habe ich lange überlegt, ob ich das Buch lesen möchte, weil so vollkommen unklar ist, worum es geht (außer natürlich, man liest Rezensionen mit Spoilern, aber dann bräuchte man die Geschichte selbst auch nicht mehr lesen).
Als neugieriger Mensch hab ich es mir dann doch geholt und keine Minute bereut, zudem bin ich jetzt versöhnlich gestimmt mit den Rezensionen, weil, man darf wirklich nicht viel darüber sagen, weil sonst alles irgendwie offenbart wird – nur als Randnotiz,  es geht um das Thema Kindesmisshandlung.

Im Juni habe ich „54 Minuten“ von Marieke Nijkamp gelesen, welches im September erscheint und einen Amoklauf an einer Schule behandelt, danach wollte ich gerne noch ein Buch zu dem Thema lesen, hab aber nicht wirklich auf Anhieb was gefunden.
Auf Instagram hat dann buecherherz das Buch „Was wir dachten, was wir taten“ von Lea-Lina Oppermann (Rezi von buecherherz) vorgestellt, kurz bevor es erschienen ist. Ich hätte das Buch vermutlich in den Weiten der Neuerscheinungen übersehen, weshalb ich wirklich froh war, es gefunden zu haben. Es behandelt das Thema Amoklauf auf eine ganz besondere Weise, die wahnsinnig spannend ist, einzig problematisch für mich war, dass es mir ziemlich schwer fällt, es mir auch so in der Realität vorzustellen. Spannend und gut geschrieben war es trotzdem, mit 179 Seiten auch eine gute Abendunterhaltung.

Zu „Freak“ von Rodman Philbrick habe ich tatsächlich eine Rezension geschrieben, weil es noch Anfang des Monats war und meine Motivation noch nicht geschlafen hat.

Überraschenderweise funktioniert auch mein Englischprojekt ganz gut, so dass es in diesem Monat vier Bücher waren. „Queens of Geek“ von Jen Wilde hat auch eine Rezension bekommen, wohingegen „A Boy Called Hope“ von Lara Williamson und „Superstar“ von Mandy Davis keine bekamen,  weil sie eher nur mittelmäßig waren und ich nicht hätte viel schreiben können. „Superstar“ war kinderleicht zu lesen und „A Boy Called Hope“ hatte ein grandioses Ende, mehr ist von beiden aber dann doch nicht geblieben.

Hingegen „Bubbles“ von Abby Cooper hat mir doch sehr gefallen, dass ich dazu schon gerne etwas schreiben würde, aber noch nicht weiß, ob ich meine Motivation wieder finde.

Wie gesagt, der Juli war ziemlich buchstabenreich, lesetechnisch – nicht schreibtechnisch. Mal schauen, ob ich noch ein Buch rezensieren werde oder einfach weiter im Meer schwimme.

Dunkirk [Film]

Dunkirk Film poster.jpg
Titel: Dunkirk
Regie: Christopher Nolan
Drehbuch: Chrisopher Nolan

Produktionsland: USA
Dauer: 107 Minuten
Erscheinungsdatum: 2017
Altersfreigabe: FSK 12

Log-Line:

Zu Beginn von DUNKIRK sind Hunderttausende britischer und alliierter Truppen vom Feind eingeschlossen. Am Strand von Dünkirchen haben sie sich bis ans Meer zurückgezogen – und befinden sich in einer ausweglosen Situation, denn die deutsche Wehrmacht schließt die Schlinge um sie immer enger … und enger.

Meine Meinung:
Knapp drei Jahre ist es her, als wir die Premiere zu „Interstellar“ gesehen haben … wie die Zeit verfliegt – und doch, war ich wieder so aufgeregt wie ein kleiner Junge zu Weihnachten. Das Datum rückte immer näher … da war noch die Aufregung groß, als das nächste Nolan-Projekt endlich angekündigt wurde … und heute ist es endlich soweit (in Österreich). Und die bange Frage (an mich selbst) – ist das endlich wieder der Ultra-Nolan-Film, auf den ich schon so lange warte(n muss)?

Eines vorweg; als ich erfahren habe, dass das neue Projekt sich auf die Evakuierung von Dünkirchen beziehen soll, war ich doch sehr skeptisch. Ich war bereits mit dieser Thematik (dank zahlreicher WW2-Dokus – die ich als Geschichts-Nerd nur zu gerne verzehre) vertraut. In unseren Breiten eher als die Schmach von Dünkirchen bekannt, nachdem die Alliierten (allen voran das britische Militär) nach der missglückten Landung in Frankreich von den Deutschen eingekesselt wurden und aus Dünkirchen fliehen mussten. Zahlreiche Ausrüstungsgegenstände (Fahrzeuge, Tanks, Munition etc.) blieben (für die Deutschen) zurück.

Nolan (und die Briten allgemein) haben aber eine tiefere, heroischere Ansicht zu dieser Evakuierung. Und man merkt, dass Herr Nolan versucht seine britische Sicht uns zu erzählen; die ich gestehen muss, so noch nicht gehört zu haben … z.B. das die britischen Zivilisten großen Anteil an der Rettung der knapp 300.000 Soldaten hatten.

So, aber jetzt zum Film:
Der Film kommt nur mit wenigen Dialogen, dafür mit viel Spannung und entsetzten Gesichtsausdrücken aus. (Ich persönlich hätte die paar Zeilen gleich am Anfang, die auf schwarzen Hintergrund geschrieben wird, verzichtet – da dies sowieso durch die „Luftpost“ der Deutschen erklärt wird). Was gleich auffällt: der Sound ist laut … wirklich sehr laut! Wenn der Flieger kommt … so ein Getöse hab ich im Kino noch nicht erlebt! Und dann kommt noch die Musik von Hans Zimmer (mit Nolans Taschenuhr als „Ticker“) dazu! Ich weiß zwar, was Herr Nolan damit bezwecken wollte … aber … ich glaube dieses Trivia auf der IMDb trifft es am besten:

„According to actor-director Kenneth Branagh, roughly 30 veteran Dunkirk survivors, who were in their mid nineties, attended the premiere in London. When asked about the film, they felt that it accurately captured the event but that the soundtrack was louder than the actual bombardment, a comment that greatly amused director Christopher Nolan.“

Auch werden gleich zu Beginn die 3 Erzählebenen aufgelistet:
* Strand (1 Woche)
* Boot (1 Tag)
* Flugzeug (1 Stunde)

Und ich musste Schmunzeln den ich wusste, Mr. Nolan konnte es einfach nicht lassen und jonglierte (wieder) mit den Zeitebenen, wie bei fast allen Filmen von ihm. Auch war ich gespannt und wartete, bis diese sich in einander verzahnten – sich miteinander kollidierten. Es erzeugt (zumindest bei mir) Spannung, aber auch viel Verwirrung – da ich nicht sofort wusste, welches Boot jetzt versenkt wurde, welche Leute da um ihr Leben schwammen. Wenn das beabsichtigt war – dann … meine Verehrung, Herr Nolan.

Auch werden tolle Bilder geboten, mit britischen Soldaten, die von einem Bombardement zur nächsten gescheucht werden, ohne wirklich durchatmen zu können. (Wobei ich ehrlich gesagt parallelerweise an „The Walking Dead“ dachten musste: Sicherheit –> Zombies / Angriff –> wieder Sicherheit –> wieder Zombies / Angriff).

Der Film erzeugt wirklich hochklassigen Thrill und diese wirken trotz Blut- und Kriegsamputationsarmut brutal und erbarmungslos. (Wer hier auf Soldaten mit einem Loch im Gesicht a lá „James Ryan“ erwartet wird vielleicht enttäuscht werden.)

So viel zum Positiven, doch auch hier habe ich den fulminanten Wow-Effekt NICHT gefühlt! Die Charaktere (auch wenn bewusst nicht so heroisch) wirkten größtenteils etwas stumpf. Es fällt doch schwer, sich mit ihnen zu solidarisieren. Zwecks Charakter waren die vom Boot noch am besten. Die Trostlosigkeit am Strand war meines Erachtens nach noch nicht ausgereift – klar, sie wurden mehrmals angegriffen, Schiffe sind untergegangen – aber die Tristheit auf diesen Gott verdammten Küstenstreifen verharren zu müssen, mit der Heimat schon in Blickweite … hierfür diente hauptsächlich der Typ, der seine Sachen ablegt und gedankenlos ins Meer marschiert. Ich persönlich hätte gedacht, die Typen am Strand wären zwei, max. drei Tage hier.

Als die Zeitlinien anfingen, sich miteinander zu verknüpfen, hatte ich so ein wärmendes Gefühl in mir, wiel sie gut ineinander passten und spürte einen großen Showdown. Zu diesem Zeitpunkt konnte ich mich entspannt zurücklehnen und dem Film seinen Lauf lassen. Leider verpuffte dieses Gefühl recht bald wieder. Somit waren die 3 Ebenen auf einer „Wellenlänge“ aber die Spannung wurde merklich schwächer (der große Showdown kam in kleinen Wellen).

Fazit:
Die Kritiker (wie auch viele Kinogänger) feiern diesen Film in höchsten Tönen. Ja, dieser Film ist gut … aber bei Leibe nicht so gut wie Memento, Batman Beginns, The Dark Knight, The Prestige oder Inception … pendelt sich eher zwischen The Dark Knight Rises, Insomnia und Interstellar ein.

Sehr schön das Sir Michael Caine doch noch einen „Mini-Auftritt“ in diesem Film hatte (als Funker auf der anderen Leitung im Flugzeug), auch Nolans Onkel „John Nolan“ am Ende des Films.

Aber wenn ich diesen Film ganz nüchtern mit Steven Spielbergs „Der Soldat James Ryan“ vergleichen müsste, würde ich doch ohne größeres Überlegen James Ryan nehmen.

Es ist natürlich schön zu sehen, dass Christopher Nolan so viel Anerkennung (auch seitens der Kritiker) bekommt und als potentieller Oscar-Kandidat gehandelt wird – vergönnen würde ich es ihm auf jeden Fall (aber eher für seine früheren Werke).

Mein Rating:
8/10

https://de.wikipedia.org/wiki/Dunkirk_(2017)

http://www.imdb.com/title/tt5013056/